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von sophie
#107894
Terence hat geschrieben:Die Welt ertrinkt in Öl
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/o ... -1.2824933

Es herrscht ein extremer Nachfragemangel, bzw Überangebot an Öl.
Kann ich nicht glauben, die letzten Jahre gab es doch immer Steigerungen im Verbrauch, ausser vielleicht so 2009 wo ich dachte Peak Oil wäre erreicht.

Verbraucht wird bestimmt immer noch mehr und mehr oder?


Ich glaube, es liegt an vielen Dingen.

- Viele Ölheizungen wurden durch andere ersetzt
- Autos, LKW´s, Schiffe wurden sparsamer
- Die Weltwirtschaft krankt und wurde auch effizienter
- Fracking
- Mehr konventionelle Ölförderung

Zusätzlich wollen alle ölexportierenden Länder soviel verkaufen, wie nur möglich.

Dennoch kommt Peak Oil, aber eben erst später als gedacht.
von Terence
#107895
Das leuchtet allein ein ausser:
- Fracking
- Mehr konventionelle Ölförderung




Dadurch sinkt ja der Ölverbrauch nicht...
Durch Fracking sinkt auch der Ölpreis nicht. Fracking lohnt sich erst wenn der hoch genug ist...

Und falls jetzt wirklich weniger Öl verbraucht wird steigt das sicher wieder weil es jetzt billiger ist.
von sophie
#107897
Terence hat geschrieben:Das leuchtet allein ein ausser:
- Fracking
- Mehr konventionelle Ölförderung




Dadurch sinkt ja der Ölverbrauch nicht...
Durch Fracking sinkt auch der Ölpreis nicht. Fracking lohnt sich erst wenn der hoch genug ist...

Und falls jetzt wirklich weniger Öl verbraucht wird steigt das sicher wieder weil es jetzt billiger ist.


Das ist ja die Zwickmühle der ölfördernden Länder: einerseits sinkt der Verbrauch, andererseits steigt die Fördermenge
von hope
#107904
Schaut Euch doch den neuen Report für den Club of Rome an (YT). Einer der Wissenschaftler sagte, daß der Bedarf an Öl gleich geblieben sei, aber die Kohle ansteigend abgebaut würde. Ich habe gesucht und gefunden:

,"22.11.2012

Studie: Weltweit 1.200 neue Kohlekraftwerke geplant

Washington D.C. – Derzeit sind weltweit 1.199 neue Kohlekraftwerke mit einer Kapazität von über 1.400.000 Megawatt (MW) geplant. Dies geht aus einer aktuellen Analyse des World Resources Institute (WRI) in Washington hervor. Zum Vergleich: Die in Deutschland installierte Kraftwerksleistung auf Basis von Braun- und Steinkohle beträgt etwa 55.000 MW und damit rund vier Prozent der geplanten neuen Kapazitäten rund um den Globus. Auch in Deutschland sollen der Studie zu Folge neue Kohlekraftwerke mit einer Leistung von rund 12.000 MW hinzukommen. Damit liegt Deutschland auf Rang zehn der größten Zubau-Länder. Die umfangreichsten Pläne für neue Kohlekraftwerke werden in China (rd. 556.000 MW) und Indien (rd. 519.000 MW) gehegt. Damit vereinen diese beiden aufstrebenden Staaten zusammen mehr als drei Viertel der gesamten Kohlekraftwerks-Pläne auf sich, um den rasant steigenden Energiehunger zu stillen."

http://www.iwr.de/news.php?id=22501


Ich denke, - auch - die neuen Kohlekraftwerke drücken den Ölpreis in den Keller. Die Kapazitäten lassen keine höhere Förderquote zu; ich glaube auch nicht, daß neue Ölreserven entdeckt worden sind, das sind Mären. Vielmehr sind die Reserven aufgemotzt worden mit Ölsanden, Schweröl und der üblichen Schummelei, denn genaue Zahlen gibt es noch immer nicht; die Förderländer wollen die Reserve/Quoten-Regelung umgehen.

Zudem habe ich auf Sputnik Deutsch gelesen, daß erheblich mehr Ölkontrakte an den Terminbörsen gehandelt würden als tatsächliches Öl. Damit läßt sich der Preis auch in den Keller treiben.

Die USA wollen Rußland wie unter Reagan mit den Devisenreserven kriegen, die sind ganz scharf auf das russische Öl. Das Zeitfenster ist klein. Wenn Rußland nicht kollabiert, dann hat der Westen ein Problem. Und die Ölförderländer sollten ihren Verkauf längst bezuschussen. Wenn da mal keine inneren Unruhen drohen?

Alles beim Alten mit Peakoil. Ich mache mir keine Sorgen.

Auf Basis der Reserve-Zahlen von 1983 ist der Peakoil schon da. 2025 sollte die Opec auf dem Trockenen sitzen. Die Physik setzt die Grenzen und nicht der Wunsch.

Und noch ein Zitat:

„Den Opec-Ländern ist es egal, was in 20, 30 oder 40 Jahren ist. Sie kümmert ganz allein, was sie heute kriegen. Das sind Politiker, sie wollen Geld, mehr Geld, um es auszugeben. Ob das vernünftig ist oder nicht. Was in 20 Jahren passiert, kümmert sie nicht. Sie sind dann tot.“ Fadhil Chalabi, Ex-Generalsekretär der Opec
Das ist ein unsterblicher Satz. Übersetzt heißt der: Ende Gelände.
von hope
#107906
In meinem letzten Beitrag habe ich geschrieben, die Opec sitze 2025 auf dem Trockenen. Wie ich drauf komme:

Exempel zum Peakoil: 1983 hat die Opec die Förderquoten an die Ölreserven gebunden. Darauf bezifferten die Opec-Länder 1984 ihre Reserven um 65% höher, um fiktive 300 Mrd. Barrel (30,0*10e9/65*100+30,0*10e9) auf 762 Mrd. Barrel, obwohl keine neuen Reserven gefunden worden waren. Die ursprüngliche Angabe der Opec 1983 war demnach eine Reserve von (30,0*10e9/65*100) 462 Mrd. Barrel.

Die Förderquote der Opec liegt derzeit bei 30 Mill. Barrel pro Tag. Geht man von den ersten Zahlen der Opec von 1983 aus und teilt ganz grob die alte Reserve durch die neue Förderquote, dann sollte das Öl ab 1983 (46,2*10e9/(3*10e6)/365) noch 42 Jahre haltbar sein, also bis 2025. Mit den neuen Zahlen von 1984 (76,2*10e9/(3*10e6)/365) wäre das Opec-Öl in 70 Jahren, also 2054 alle.

Die Jahreszahlen 1983, 1984 waren gegeben und 65% und 300 Mrd. Barrel.

2008 warnte der IEA Cheökonom Birol, daß 2008 bis 2015 pro Tag 12,5 Mill. Barrel Oel, „rund 15 Prozent des Weltoelbedarfs“ täglich fehlen würden. (sieh News im Forum) Als der Ölpreis vor 2 Jahren in die Grütze ging, behaupteten „Kenner“ der Geologie plötzlich, Öl sei ein nachwachsender Rohstoff, wir bräuchten uns überhaupt keine Sorgen zu machen. Das kam ja wie gerufen?
Natürlich haben die nicht ganz unrecht, Erdöl entsteht auch heute und wenn wir 90 Mill. Jahre warten, ist wieder genug da.

Aus dem Gesagten läßt sich ableiten, daß die Interventionen des Westens ein Krieg um die letzten Ressourcen sind. Das ist seit dem 2. Irakkrieg sowieso ein offenes Geheimnis. Jeder, auch Erdogan will mitspielen.

Uns wird von den Medien nicht die volle Wahrheit gesagt. Mal wieder. Man stelle sich nur die Panik vor an den Börsen. Wenn die Zocker das Problem begreifen, dann heißt es: alles raus aus dem Depot!

P.S. die Zahl 2025 habe ich auch von anderen schon im Netz gehört. Natürlich werden sie angegriffen. So ist das, wer nicht an Wunder glaubt, ist ein Schaf unter Wölfen. Oder umgekehrt.
von Kilon
#107989
hope hat geschrieben:In meinem letzten Beitrag habe ich geschrieben, die Opec sitze 2025 auf dem Trockenen. Wie ich drauf komme:

Exempel zum Peakoil: 1983 hat die Opec die Förderquoten an die Ölreserven gebunden. Darauf bezifferten die Opec-Länder 1984 ihre Reserven um 65% höher, um fiktive 300 Mrd. Barrel (30,0*10e9/65*100+30,0*10e9) auf 762 Mrd. Barrel, obwohl keine neuen Reserven gefunden worden waren. Die ursprüngliche Angabe der Opec 1983 war demnach eine Reserve von (30,0*10e9/65*100) 462 Mrd. Barrel.

Die Förderquote der Opec liegt derzeit bei 30 Mill. Barrel pro Tag. Geht man von den ersten Zahlen der Opec von 1983 aus und teilt ganz grob die alte Reserve durch die neue Förderquote, dann sollte das Öl ab 1983 (46,2*10e9/(3*10e6)/365) noch 42 Jahre haltbar sein, also bis 2025. Mit den neuen Zahlen von 1984 (76,2*10e9/(3*10e6)/365) wäre das Opec-Öl in 70 Jahren, also 2054 alle.

Die Jahreszahlen 1983, 1984 waren gegeben und 65% und 300 Mrd. Barrel.

2008 warnte der IEA Cheökonom Birol, daß 2008 bis 2015 pro Tag 12,5 Mill. Barrel Oel, „rund 15 Prozent des Weltoelbedarfs“ täglich fehlen würden. (sieh News im Forum) Als der Ölpreis vor 2 Jahren in die Grütze ging, behaupteten „Kenner“ der Geologie plötzlich, Öl sei ein nachwachsender Rohstoff, wir bräuchten uns überhaupt keine Sorgen zu machen. Das kam ja wie gerufen?
Natürlich haben die nicht ganz unrecht, Erdöl entsteht auch heute und wenn wir 90 Mill. Jahre warten, ist wieder genug da.

Aus dem Gesagten läßt sich ableiten, daß die Interventionen des Westens ein Krieg um die letzten Ressourcen sind. Das ist seit dem 2. Irakkrieg sowieso ein offenes Geheimnis. Jeder, auch Erdogan will mitspielen.

Uns wird von den Medien nicht die volle Wahrheit gesagt. Mal wieder. Man stelle sich nur die Panik vor an den Börsen. Wenn die Zocker das Problem begreifen, dann heißt es: alles raus aus dem Depot!

P.S. die Zahl 2025 habe ich auch von anderen schon im Netz gehört. Natürlich werden sie angegriffen. So ist das, wer nicht an Wunder glaubt, ist ein Schaf unter Wölfen. Oder umgekehrt.


Ich sehe es genau anders. Wobei Libyen (von vielen unterschätzt, 1970 hat Libyen etwa 3,1 Millionen Barrel produziert, das war seinerzeit glaube ich mehr als 1 Barrel pro Einwohner/Tag... 1971 und 1972 erinnerte man sich ja an den "Spinner" Hubbert, weil tatsächlich 1970 der Peak war. Das war keine "Geheimsache", die OPEC wusste es... In Libyen hat man daraufhin gesagt: Ihr braucht das Öl viel dringender als wir, über Nacht ist noch eine ganze Weile vor der Ölkrise 1973 die Produktion auf etwas über 1 Mio oder max. 1,5 Mio Barrel gesenkt, mehr als halbiert wurde sie und Libyen damit von damals glaube sogar unter den Top 5 weltweit plötzlich auf dem Niveau des Nachbarlandes Algerien. Jedoch verfügt Libyen über mind. 4-mal so große Ölreserven, die reichen noch etwas in das südliche Nachbarland "Tschad" hinein, wo ja eine Shell-Infrastruktur inkl. Pipeline zum Hafen in Nigeria gebaut wurde, jedoch sind die Ergebnisse enttäuschend, vermutlich braucht es mehr High-Tech und mehr Investitionen,

bei Bedarf geht das recht fix weil die Infrastruktur vorhanden ist, lediglich die Pipeline-Kapazität ist etwas gering, aber da kann man während man sie voll ausnutzt auch einen zweiten Strang verlegen direkt aneinander, der 2. Strang kann dann mehr als 100,000 Barrel pro Tag natürlich exportieren, je nach Durchmesser, aber bei so langen Strecken spielt jeder cm im Durchmesser wohl eine Rolle was Materialbedarf angeht und auch der Transport in Wüstenregionen ist schwieriger wenn ein "Teil/Abschnitt der Pipeline von mir aus 50% mehr wiegt.

Die Quote damals hatte mehrere einzigartige Umstände: Iran-Irak-Krieg zwischen 1980 und 1988 (Materialschlacht), Öltanker wurden versenkt gegenseitig jeweils, beide Länder wollten so viel wie möglich exportieren, während 1983 in den USA eine Finanzkrise eingetreten ist. Nicht vergleichbar mit 2007+ oder gar 1929 aber doch spürbar... Sprich 2 OPEC-Mitglieder haben einen Krieg geführt der über 1 Million Tote führte in 2 Ländern denen damals glaube ich etwa 20% der weltweiten Ölreserven angerechnet worden sind.

Dazu: Direkt nebenan (Iran-Afghanistan... der Iran hat also nicht nur seinen eigenen Krieg im Westen gehabt, sondern musste im Osten etwas aufpassen weil dort ein massiver Guerilla-Krieg gegen die Sowjetische "Intervention" (Invasion...) stattfand. Die USA haben Saudi-Arabien kontaktiert... die Preise rutschten 1985-1986 in den Keller, während die Mullahs ab 1982 verstärkt Maschinengewehre, leichte Mörser/Artillerie usw. erhielten, ab 1985 kamen sogar sowjetische "Strela 2" Boden-Luft-Flugkörper von Israel/Ägypten (die haben jeweils Unmengen erbeutet bzw. Ägypten seinerzeit von den Sowjets als Unterstützung im Kampf gegen Israel erhalten), kurz darauf wurde dann sogar die europäische MILAN geliefert sowie die bekannten Stinger... Damit begann ein Alptraum für die Sowjets, die HIND-Gunships haben den Mullahs in den ersten 3-4 Jahren üble Verluste zugeführt, ganze Dörfer, Camps etc. wurden in Asche gelegt, Angriffe auf die befestigten Hügelstellungen entland der Nachschubrouten konnten bei einem Angriff relativ schnell - je nach Region - die tödlichen HIND anfordern. Videos zeigen wie z.b. ein Afghane mit seiner AK-47 einen extrem tief abfliegenden HIND beschießt aus vlt. 20 Meter Entfernung... jedoch waren die HIND ja sogar praktisch "immun" sogar gegen Kaliber .50, sprich da hätten 20mm FlaK (ab 20mm "Maschinenkanonen") hergemusst, was wohl auch geschah aber ineffektiv war. die CIA hat 1985 berechnet,

dass durch den (US-Krise, Überangebot alleine schon wegen Iran/Irak-Krieg) niedrigen Ölpreis die Sowjetunion 1985 gerade mal 16 Milliarden US-$ an westlichen Devisen durch Erdöl/Erdgas-Exporte erzielte... so viel wie ein mittelmäßiges Großunternehmen in der Forbes 100 oder Forbes 500 Liste... Ziel: Ölpreis pushen, mittelfristig hat das auch Vorteile für die OPEC weil der niedrige Preis zu Mehrkonsum führte (man kauft teurere Autos bei so günstigem Sprit, jedenfalls die Amis), Asien befand sich schon teilweise in der Wachstumsphase (Südkorea, Taiwan, Singapur, Hongkong und Chinas Exportmenge wurde immer kleiner bis man ab 1992/93 zum Netto-Ölimporteur wurde.

Die massiven Verluste an Jets und Hubschraubern sowie in den Konvois (massiver Schwachpunkt im Terrain, eine Kolonne, die nur so schnell fahren kann wie das langsamste Fahrzeug in jener, und es gab nur eine "Bergspur", alle hintereinander... perfekt für Guerilla-Angriffe darauf, bis 1986 sicherten HIND's noch weitgehend die Konvois ab, aber da 1985 die HIND Piloten sich nicht mehr "unantastbar" fühlten trotz der bis zu 192 Wärmetäuschkörpern die dann nachgerüstet worden sind gegen die Boden-Luft-Raketen. Ab 1986 waren die Konvois immer mehr ohne Deckung der HIND und viele Hinterhalte führten zu Verlusten besonders an LKW,

jungen Wehrdienstleistenden, aber sie bekamen durch die US/Saudi-Arabischen Gelder auch RPG-7 und ähnliche Raketenwerfer welche auch viele T-62 oder T-72 vernichtet haben in den Konvois. Tanklaster wurden auf ihrem Weg in großer Zahl mit RPG's zrestört... und die CIA mit Hilfe der Saudis senkten den Ölpreis, das führte zum finanziellen Kollaps. Die Verluste aus Afghanistan (Februar 1989 endgültiger Abzug), konnte die russische Armee erst wieder unter Putin etwa ~11 bis 15 Jahre später ausgleichen als Putin sich wie ein Diktator YUKOS schnappte und Öl/Gas wo nur möglich verstaatlichte... jetzt gibts nur noch LUKOil als ernsthafter Ölgigant in Russland der nicht in Staatsbesitz ist.

Die Welt hat zu viel Öl, alleine US-Bestände:

6. Januar 2005: 288.807.000 Barrel Erdöl in privaten kommerziellen Besitz ohne die Strategische Petroleum Reserve ("SPR")

die aktuellsten Zahlen hingegen:

26. Februar 2016: 517.981.000 Barrel, noch am 19. Februar-Bericht war diese Menge bei 507.607.000 Barrel!

In gerade mal 7 Tagen sind die kommerziellen Reserven um heftige 10.374.000 Barrel gestiegen - nur Rohöl! Keine Produkte oder ähnliches... Schon die über 507 Mio waren ein Rekord, die fast 518 sind ein neuer Rekord.

Total Crude Oil and Petroleum Products (Incl. SPR):

Vorwoche: 2.031.542.000 Barrel!

Letzter Bericht: 2.041.428.000 Barrel!

Ich glaube es gibt eine Liste mit 50 Ländern oder so die im sehr kleinen bis mittlerem Stil Erdöl fördern und deren Reserven (logischerweise noch im Boden) insgesamt niedriger angegeben werden als das, was die USA in ihren Lagern haben. Der Iran hat auch gleich am 1. Tag direkt am Montag (Sanktionen beendet oder aber so lange dauerte es um wieder den Hafen/Schiffe Exportfähig zu machen, 3 Öltanker direkt an dem einen Montag los geschickt... im Golf von Aden an den somalischen Piraten vorbei, Suez-Kanal und dann Frankreich 2 Millionen Barrel an Total,

gleichzeitig ein Vertrag abgeschlossen wonach Frankreich 175,000 bis 200.000 Barrel täglich aus dem Iran beziehen werden im Durchschnitt. Der Iran wird einen kleinen Rabat als Motivationshilfe eingeräumt haben. Die 2 anderen Schiffe mit zusammen 2 Mio Barrel gingen nach Spanien und Russland (oder ein russisches Unternehmen? Könnte aber auch russischer Schwarzmeerhafen sein.

Ich denke die OPEC hat Angst, dass Öl bald nicht mehr so gebraucht wird wie bisher, Erdgas ist eh gerade schon längst dabei Erdöl als wichtigsten Energieträger der Welt abzulösen, aber im Transportsektor gibt es in Europa vlt. einige Millionen Fahrzeuge die mit LPG oder Benzin laufen (in Polen z.b. verbreitet und jede Tanke hat eigentlich "Autogaz"), wir hatten mal einen... da polnische Staatsbürger die Person war das auch legal (Deutsche dürfen weder ihren Lappen dort machen, noch dort ihre Autos anmelden ohne 2 Jahre durchgehend ihren Hauptwohnsitz in Polen zu haben inzwischen. Das wird langsam aber stetig mt E-Autos (hier Tesla als einziges reines E-Auto Unternehmen mit recht guten Zahlen was Umsatz angeht...

Für den Start gerade im Winter braucht man kurz etwas Benzin (mehr als 0,1 - 0,2 Liter wird es nicht brauchen bis man locker per Schalter wieder auf Erdgas umschaltet. Benzintank bleibt normal als Benzintank, der Gastank in den Kofferraum, da wo eigentlich das Reserverad ist und bei kleinen Fahrzeugen meist auch einen kleinen Teil vom Kofferraum und/oder unter den Sitzen oder so.... einziger Nachteil ist niedrigere Energiedichte je Liter, etwa 30%. In Polen gibt es keine KfZ-Steuer, die ist dort (fairste Methode eigentlich...) im Benzin (welches dennoch ~20 Cent günstiger ist als in Deutschland, obwohl es die KfZ-Steuer enthält). So zahlen Leute die wenig fahren ergo wenig tanken nur wenig Steuern, wer jeden Tag pendelt oder sogar öfter nach Deutschland fährt, oder von hier über das WE/Feiertage nach Polen, der tankt entsprechend mehr.

Steinzeitalter ging nicht aus Steinmangel zu Ende und so wird es sein bei Erdöl.. siehe Grafik im Erdölforum von mir.. 2007 war bisher in den USA Peak Gasoline Year... 2017 werden die Amis mehr fahren als 2007 (was sie schon wieder ab 2012 glaub ich tun), im Jahr 2017 werden es offenbar jedoch 7% mehr (etwas über 9,2 Milliarden Meilen pro Tag, nur mit PKW, die laufen ja praktisch alle mit Benzin!

Der Verbrauch wird trotz 7% mehr Meilen dennoch niedriger sein als 2007... die Effizienz gleicht es aus. Bei Schiffen haben sich die Kosten bzw. der Ölbedarf für einen TEU-Container um mehr als 50>% reduziert seit den Höchstpreisen 2008 und noch bevor die Super-Giganten-Containerflotten gebaut wurden, was sie jetzt werden. Sie sind speziell für ökönomische Fahrt ausgerichtet, haben den besten und auch sparsamsten 2-Takt Dieselmotor von Wärtsila mit 80.080 kW, die 2 neueren Klassen die sogar noch mehrere Tausend Container mehr abkönnen, kriegen 2 x MAN bzw. 1x MAN (2 Typen), wobei der einzelne MAN (2. größter Motor der Welt nach Größe) runtergestuft wurde von fast 70.000 kW auf irgendwas um die ~58.000 kW zur Optimierung des Verbrauchs, bei einem ist es ein MAN Lizenzbau von ich glaub sogar Samsung in Südkorea, und eine Klasse sollte 31 Stück kriegen! Die Triple-E-Klasse glaube ich, die andere...

Wir werden nie einen Ölmangel erleben, höchstens sehr hohe Ölpreise, aber auch da haben die Funde der letzten 25 Jahre dafür gesorgt, dass wenn man es technisch/kostenmäßig schafft, dann reicht das Angebot locker noch sehr lange.
von Kilon
#108020
https://www.iea.org/oilmarketreport/omrpublic/

Wer gerne Diagramme anschaut, die Werte hier ändern sich ständig, also natürlich die derzeitigen oder zukünftigen Prognosen. Derzeit im 2Q 2016 liegen wir also bei 95,24 Millionen Barrel Bedarf, gegenüber dem 1Q wo er bei 94,82 Mio lag. Q3 sollen es 96,62 Mio und im Q4 sogar 96,78 werden...

Deshalb hab ich ja immer den alten Ticker aus der Website kritisiert, denn der war noch bei spürbar unter 1000 Barrel pro Sekunde, inzwischen sind wir jedoch wenn wir die 95,24 Mio nehmen bei 1102,31 Barrel pro Sekunde. Wie gesagt im Spätsommer, Herbst und Winter wird dies noch leicht steigen...
von Kilon
#108127
Selbst nach dem gezielt massivem Eingriff auf den Ölmärkten aus einigen OPEC-Ländern, später der gesamten OPEC + mind. 11 mehr oder wenige große Erdölexporteure die das wollen.

Wie ich schon oft sagte, ich verstehe es nicht, eine Absenkung um z.b. 15% der gesamten Erdölproduktion der OPEC in Schritt 1 würde garantiert zu einem Preisanstieg von 15% und mehr führen, sprich am Ende würde man nicht mal Geld verlieren....

Jedoch klappt das nur auf mittlere - oder gar ländere Sicht wenn es keine "anderen" Länder/Firmen gibt (USA, Kanada, Öil shale, horizontal drilling, Ölsande/Bitumen bei 50 bis 60$ für die USA bei ausgewählten relativ wenigen Orten, wo man mit 52$ das Barrel als Beispiel zumindest keinen Verlust macht. Das sah man auch als der Preis sich der 60$-Marke näherte ging die US-Produktion innerhalb kürzester Zeit rauf wie sonst was...

2. Dezember 2016: 8.697.000 Produktion in den USA
9. Dezember 2016: 8.796.000 Produktion in den USA! Innerhalb von 7 Tagen immer hin mal so eben 99.000 Barrel pro Tag hinzugefügt...

Dann "abwarten" auf den ab Januar beginnenden Plan der OPEC-Länder...

30. Dezember 2016: 8.770.000
06. Januar 2017: 8.946.000 bpd... auch hier in einer Woche (trotz Silvester und Neujahr usw) ein Anstieg von 176.000 weiteren Barrel. Sprich vom 2. Dezember mit 8,697 mbpd und am 6. Januar waren es dann mit 8,946 mbpd also in gut einem Monat plötzlich 249.000 Barrel mehr!

Das durchkreuzt die Pläne nach Förderkürzungen die den Preis sicher stark steigen lassen würde, weil dann dafür andere Einspringen.... der Peak Demand rückt immer näher, ich glaube zumindest für die nächsten Jahre ist der Preis und "Demand" bzw. eben Absatz sehr wichtig.

Ich glaube in Indien oder in Thailand sinkt jetzt z.b. der Benzinpreis wegen der jüngsten Preisabstürze beim Ölpreis, oder spätestens falls sie sich diese Woche nicht erholen und der €uro sogar mal den Widerstand bei 1,075 US-$ erreichen sollte, dann wird es ja für den gesamten Euro-Raum günstiger, wenn auch wenig, aber immerhin...

aber erstmal wird es jetzt auch für China, Indien, Vietnam oder Indonesien etwas günstiger, das ist kurzfristig schlecht für die leeren OPEC-Geldbörsen, aber würde noch mal den Umstieg auf andere Kraftstoffe in etwas weitere ferne Rücken lassen...

Schauen wir mal was Indien, Pakistan, Bangladesch und Sri-Lanka da in der Ecke so treiben...
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