Was bedeutet Peak-Oil für dich

Moderatoren: RThorsten, marc

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von Kristall
#24766
Ich habe da einen, der hat folgende Vorstellung:

Die Leute, die vor endlichen Rohstoffen warnen und einem möglichen Ende des Wachstums,
haben die USA erst in den Irakkrieg getrieben, da die sich die US-amerikanische
Regierung von denen hat in die Irre leiten lassen. Der beste Beweis wäre, dass der Krieg
hohe Verluste einbringt und keine wirtschaftlichen Nutzen hat. Das Warnen vor endlichen
Rohstoffen zeugt deshalb nicht nur von mangelndem Wissen und Verständnis für das Thema,
sondern gefährdet zusätzlich auch noch den Weltfrieden.

Einer der besten Beweise dafür, dass Rohstoffe bei der Entwicklung eines Staates keine
Rolle spielen, sei doch der sogennante Ressourcenfluch (also dass große
Rohstoffvorkommen in einem Land dieses bei der Entwicklung hin zu rechtstaatlichen
Strukturen eher behindern als helfen, da die Devisen aus dem Rohstoff eher für
Bandenkriege ausgegeben werden als für den Rechtsstaat). Also wenig Rohstoffe, viel
Entwicklung und umgekehrt.

Ein weiterer Beweis, der den Glauben an endliche Rohstoffe widerlegt, ist, dass der
Wirtschaftswissenschaftler Julian Lincoln Simon und der Paul Ehrlich 1980 eine Wette
abgeschlossen hätten über den Preis von Metallen, die Ehrlich verloren hätte...

Teilt hier jemand den Standpunkt und kann ihn etwas genauer beschreiben? Sch_peakoiler
vielleicht, Du bist doch auch etwa der Meinung? Leider kann ich da nicht so richtig
diskutieren, weil das schnell auf einer Schiene läuft, auf der ich die Argumente nicht
mehr erkenne...

-Kristall
von sch_peakoiler
#24771
Hallo Kristall,

da du mich angesprochen hast, beantworte ich deine Frage.


Nichts von dem von dieser Person gesagten bekraeftigt seine Position.

1. Ob und wer die USA wohin getrieben hat ist eine offene Frage. Ich denke der Krieg waere wirtschaftlich bedingt (keynesian cycle), jemand anders beschuldigt die Aliens. Man koennte auch sagen das waren die Peakoiler- und wird nicht richtiger liegen als die 1000000 andere Menschen die auch eine Meinung geaeussert haben.

2. Ressourcenfluch gibt es wirklich - ist ein bekanntes Phaenomen- Ressourcen kommen fast nie den Einheimischen zugute, man denke an die vielen Diamanten in Afrika.
das heisst aber nicht, dass man keine Ressourcen zur Entwicklung braucht.

3. ist eigentlich gar kein Beweis. Das ist nur der Beweis dafuer, dass Ehrlich weniger ueber die Welt wusste, als Simon. Dass der Simon wiederum gewonnen hat heisst nicht dass er auch sonst in allem was er sagte recht hatte. Und dies hat auch nichts mit Ressourcenendlichkeit zu tun.

Insofern halte ich deinen Kollegen fuer einen, der sich mit der Situation nicht auskennt. Ich kann da gar keinen Standpunkt erkennen, kein einziges Argument was akzeptabel waere. Das was er sagt ist kein Argument fuer das, was er behauptet.

Jetzt zu meiner Meinung: Es gibt in der Peakoil grob gesprochen 3 Kategorien von Menschen: Doomer, die alles ignorieren was nicht zu Doom passt (gibts im forum, du weisst schon), Leute die versuchen auf beide Seiten zu hoeren, was ihnen nicht immer gelingt( gibts auch), und Optimisten die alles ignorieren was nicht zu "friede, freude..." passt (haben wir auch, er schreibt aber sehr selten).

Ich wuerde mich zu der 2ten Kategorie zaehlen. D.h. wenn ihr mit MichaelD von Ressourcenknappheit sprecht, bin ich auf eurer Seite. Sobald ihr anfangt (und das macht ihr gern) alles zu ignorieren was nicht zu den Doomtheorien passt, selektive Wahnehmung etc - spiele ich nicht mehr mit.

Kurz.
Ob ich mit Dir einverstanden bin dass die Ressourcen knapp sind: JA
Ob ich mit dem Rest deiner Ansichten einverstanden bin: zu 51% NEIN!

uebrigens, solche "argumente" gibt es auch von den Vertretern der Doomertheorien zu hoeren. z.B. Sachen wie "Cigar Lake Uranmine ist geschlossen und das ist ein Beweis dafuer, dass es kein foerderbares Uran mehr gibt" habe ich schon gehoert.
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von cephalotus
#24776
sch_peakoiler hat geschrieben:
2. Ressourcenfluch gibt es wirklich - ist ein bekanntes Phaenomen- Ressourcen kommen fast nie den Einheimischen zugute, man denke an die vielen Diamanten in Afrika.
das heisst aber nicht, dass man keine Ressourcen zur Entwicklung braucht...


Den gibt es, wobei nicht die Ressourcen schuld sind, sondern die "big men". Die sind der wahre Fluch des modernen Afrikas.

Gegenbeispiele: Norwegen, England zu Thatcher Zeiten, Ölboom in Texas, Alberta...

Überall dort bringt bzw. brachten die Energieressourcen sehr, sehr viel Geld ins Land....

Hätte Deutschland ein eigenes Ghawar, dann wären wir heute mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit deutlich wohlhabender
von sch_peakoiler
#24779
cephalotus hat geschrieben:Den gibt es, wobei nicht die Ressourcen schuld sind, sondern die "big men". Die sind der wahre Fluch des modernen Afrikas.

Gegenbeispiele: Norwegen, England zu Thatcher Zeiten, Ölboom in Texas, Alberta...



hast recht, die Probleme der kleinen Laender liegen darin dass sie ausgebeutet werden. Und Norwegen, England, Texas/US gehoeren alle zum "Ausbeuter" Block deswegen trifft es in ihrem Fall natuerlich nicht zu - die konnten die Ressourcen fuer sich nutzen. Da konnte kein Grosskonzern von hinten kommen, weil es damals nur in diesem Block Grosskonzerne gab.

ganz grob gesagt: ist ein Land stark und kann die Ressourcen verteidigen - ist gut. Kann es das nicht - ist sehr schlecht.

Kannst ja auch in der Welt sehen. Venezuela und Russland vertreiben die auslaendischen Ressourcenkonzerne und versuchen was von dem Geld fuer sich zu benutzen. In der westlichen Presse werden diese Laender samt Staatleadern als "Urquelle von allem boesen" dargestellt.
das bis zum geht nicht ausgebeutete Afrika wo die Konzerne ungestoert arbeiten (Diamanten z.B.) - findet in der Presse "unterstuetzung" und mitleid.
Ressourcen bedeuten immer eine Kampfansage.


Hätte Deutschland ein eigenes Ghawar, dann wären wir heute mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit deutlich wohlhabender


wer weiss. haengt davon ab zu welchem Zeitpunkt es enteckt waere. Waehrend des Krieges: dann haetten die Amis sicherlich was davon gewollt. in den 70-80 : Ja.
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von Kristall
#24781
Sch_peakoiler,

Was, hier im Forum gibt es echte Doomer? :-)

Danke schonmal. Das Problem, das ich habe, ist, dass wir den Typen jetzt in der
Wikipedia haben und es dort seit Weihnachten ziemlich Knatsch gibt, da er meint, der
Artikel wäre total meinungsbehaftet und er das natürlich ändern muss. Nach dem Motto,
alles, was auf Ressourcenknappheit hindeutet, muss in den Konjunktiv und prinzipiell in
Frage gestellt werden. Alles, was mit finanztechnischen Tricks behoben werden kann, ist
die Wahrheit. Wenn wir das allerdings so schreiben, habe ich da meinerseits ein Problem.

Als zusätzliches Problem kommt hinzu, dass nicht alle Menschen gewohnt sind, rationell
zu diskutieren, d.h. ein Argument führt zum Gegenargument, Informationen bestätigen oder
widerlegen gemachte Behauptungen, etc. Bei solchen Gesprächspartnern fragst Du nach
Arschbacken und bekommst als Antwort Kuchenbacken. Ich habe das da oben extra neutral
formuliert, aber natürlich ist das Argument mit dem Ressourcenfluch totaler Schwachsinn,
denn Deutschland als rohstoffarmes Land ist trotzdem auf russisches Erdöl angewiesen.
Hätten die beiden Wissenschaftler die Wette 1997 gemacht, hätte Ehrlich haushoch
gewonnen, da alle Rohstoffe teurer geworden sind.

Für mich gelten die Naturgesetze, und alles, was dann kommt, muss diesen unterliegen.
Wir hatten da auch eine strittige Einordnung verschiedener Ansichtspunkte, in denen am
einen Ende der Skala die Realisten overshoot und crash anerkannten und die
Ostrichisten (Kornukopier) am anderen Ende alles ignorierten. Die Logik an der
Geschichte war (in meinen Augen), dass jeder, der sich mit dem Thema auseinandersetzt,
zwangsläufig vom Ostrichisten zum Realisten werden muss. Für mich ist das keine Meinung,
sondern eine Tatsache. Für andere aber anscheinend nicht.

Wie findet man nun einen Weg, einen Artikel über das Ölfördermaximum zu schreiben, ohne
Meinungen als Tatsachen zu verkaufen?

-Kristall
von sch_peakoiler
#24783
Kristall hat geschrieben:Sch_peakoiler,

Was, hier im Forum gibt es echte Doomer? :-)



Klar. es gibt leute die davon ausgehen dass man die LKWs die bei der Ressourcenfoerderung eingesetzt werden nur mit oel betreiben kann, und dass man diese aus religioesen Gruenden nicht auf Strom umstellen kann : sowas ist fuer micht nicht mehr "das Beachten der Naturgesetze", sondern "das an den Haaren Ziehen".

die Anhaenger von einem gewissen Duncan findet man hier auch.

Danke schonmal. Das Problem, das ich habe, ist, dass wir den Typen jetzt in der
Wikipedia haben und es dort seit Weihnachten ziemlich Knatsch gibt, da er meint, der



darf man da als Aussenseiter mitlesen/mitschreiben??

alles, was auf Ressourcenknappheit hindeutet, muss in den Konjunktiv und prinzipiell in
Frage gestellt werden.


schwierig:(:( ich meine - alles was nicht IST, KOENNTE SEIN - und das ist das Gesetz der deutschen Sprache. Rein formell hat er recht.

ich sehe so grob (ich kenne ja den genauen Hintergrund nicht) nur eine moeglichkeit: so viele Tatsachen wie moeglich aufzulisten die die frueheren Behauptungen der "Optimisten" entkraften. Mir faellt z.B. eine Analyse der vielen gescheiterten Prognosen der CERA ein. Obwohl die Optimisten als Gegenschlag die Prognosen von Campbell, Simmons et al analysieren koennen von denen auch keine zutraf... Schwierig!


Alles, was mit finanztechnischen Tricks behoben werden kann, ist
die Wahrheit. Wenn wir das allerdings so schreiben, habe ich da meinerseits ein Problem.


mit finanztechnischen Tricks behoben werden KOENNTE:) da muss dann auch Konjunktiv hin! denn es ist ja nocht nicht bewiesen inwiefern Finanztechnik Ressourcen aus dem Nichts herstellen kann.

Als zusätzliches Problem kommt hinzu, dass nicht alle Menschen gewohnt sind, rationell
zu diskutieren,


stimme ich absolut zu. Obwohl es von den Doomern gleich wie von Optimisten zu hoeren ist: solche Menschen gibt es dort und dort. Es ist weniger das Problem der zu vertretenden Theorie sondern ein Problem des jeweiligen Menschen.

Arschbacken und bekommst als Antwort Kuchenbacken. Ich habe das da oben extra neutral
formuliert, aber natürlich ist das Argument mit dem Ressourcenfluch totaler Schwachsinn,


einverstanden. Schwachsinn - eigentlich keines der anderen Argumente trifft zu.

Hätten die beiden Wissenschaftler die Wette 1997 gemacht, hätte Ehrlich haushoch
gewonnen, da alle Rohstoffe teurer geworden sind.


und das muss auch in Wiki rein! das ist auch eine Tatsache und bekraeftigt dann deine Position!


Für mich gelten die Naturgesetze, und alles, was dann kommt, muss diesen unterliegen.
Wir hatten da auch eine strittige Einordnung verschiedener Ansichtspunkte, in denen am
einen Ende der Skala die Realisten overshoot und crash anerkannten und die
Ostrichisten (Kornukopier) am anderen Ende alles ignorierten. Die Logik an der


Diese Einordnung ist falsch. Die Praxis hat gezeigt dass es Kornukopen auch von Links gibt: Leute die offensichtlichsten Sachen ablehnen falls diese nicht zum Doom fuehren.

Also
Doomer Kornukopier - Realisten - Optimismus Kornukopier.


zwangsläufig vom Ostrichisten zum Realisten werden muss. Für mich ist das keine Meinung,
sondern eine Tatsache. Für andere aber anscheinend nicht.


Es gibt fuer einen Menschen der sich mit dem Thema ausseinandersetzt mehr als diese eine Option. Er kann auch zum Doomer werden - also auch eine selektive Wahrnehmung aber halt negativ. Ist aber auch nicht sachlich.

Wie findet man nun einen Weg, einen Artikel über das Ölfördermaximum zu schreiben, ohne
Meinungen als Tatsachen zu verkaufen?


meiner Meinung nach muss man so viel Tatsachen wie moeglich dort einpacken. z.B. die wiederholt gescheiterte Prognosen von Lynch, CERA, hohe Oelpreise bei stagnierender Foerderung. Zeichen von dem grossen Scheitern des Bioethanols (wird ja als eine Loesung angepriesen).

Kann man euren Austausch irgendwo lesen?
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von Kristall
#24785
Schpealoiler:

„...darf man da als Aussenseiter mitlesen/mitschreiben??“

Klar, jeder darf da mitschreiben (und sollte es tun, wenn er sich damit
auskennt). Je mehr Leute da mitmachen, desto mehr Ideen kommen da
rein! Wenn Du aber noch nie mitgeschrieben hast, schau Dir den Artikel
erstmal an. Der besagte Teilnehmer hat da seit Weihnachten ein Editfest
veranstaltet, das den Artikel erstmal nicht mehr lesbar macht...

Die WP ist aber kein Diskussionsforum, fasse Dich möglichst kurz, neutral,
wissenschaftlich, eben. Wenn man dann mal so richtig vom Leder will, ist
hier ja genug Platz. :-)

CERA habe ich übrigens schon drinnen, wurde aber, glaube ich, wieder
gelöscht. Meine Kritik am Kunstler hingegen wurde genussvoll
ausgeschmückt. Manchmal frustrierts halt...

Unseren Austausch kann man hier und hier lesen (kannst ja mal raten,
wer ich bin :-) ) Ich weiß aber nicht, ob Du da gleich durchblickst...
es ging da teilweise wüst zu.

-Kristall
von sch_peakoiler
#24789
Den Artikel habe ich gelesen:

Ich fand ihn schon sehr gut und nicht ueberoptimistisch. Sogar bisschen doomerisch am Anfang, dann kompensiert sich das aber am Ende mit den pptimistischen Ansichten.

Allerdings sehr viele Schreibfehler (ich habe es nicht Korrekturgelesen und schon etwa 20 Fehler entdeckt, sind bestimmt 50 oder so), Sachen wie "Sowohl" mit fehlendem "Als auch" usw gehoeren da zum modus operandi. Hat das dieser Zeitgenosse mitgebracht?

Euren Austausch habe ich gelesen. Seine Position ist ueberhaupt schwach (ich meine die optimistischen Ansichten koennte man besser, mit viel mehr Schaeden fuer die Doomer, vertreten/verteidigen) und kann sachlich in einer Diskussion komplett zerstoert werden. Was besseres faellt diesem Kameraden offensichtlich nicht ein.


Unausgewogen finde ich die Auflistung Position 1, Position 2 usw.
Da wird ueber die Position 4 viel mehr geschrieben als ueber die Positionen 1 und 2. Was diese Position besser und deutlicher darstellen laesst.
von sch_peakoiler
#24790
und warum ist da kein Peakoilforum unter den Weblinks???
von sch_peakoiler
#24792
den Artikel von Maugeri habe ich gelesen. Erbaermlich. optimistische Stimmungsmache halt.
Der Hauptsatz:
"Wie fanden sehr viel in Kasachstan. 13 bbl. Ja, das ist halbes Jahr des Weltverbrauchs, aber wir werden viel mehr (keine Quantifiziereung) finden, es fehlen nur die Investitionen (keine Quantifizierung)"

mehr ist da nichts. Ja natuerlich schlaegt er auf Campbell und Simmons ein - und zurecht. Diese Leute haben dem Peakoil mehr Schaeden zugefuegt als Lynch oder Yergin.
von michaeld
#24793
hallo Sergey,

als allererstes definiere mal was du mit doom meinst!
dann kann man es einordnen!

>Jetzt zu meiner Meinung: Es gibt in der Peakoil grob gesprochen 3 >Kategorien von Menschen: Doomer, die alles ignorieren was nicht zu >Doom passt (gibts im forum, du weisst schon), Leute die versuchen auf >beide Seiten zu hoeren, was ihnen nicht immer gelingt( gibts auch), und >Optimisten die alles ignorieren was nicht zu "friede, freude..." passt >(haben wir auch, er schreibt aber sehr selten).


zu deinen drei Kategorien da gibt es noch viele Schattierungen!

du zum Beispiel sagst:
der Dieoff in Afrika ist normal und kein Doom

oder ja overshoot gibt es und ein paar 100 Millionen muessen wohl
ueber die Klippen springen

ist aber kein Doom

genauso..
Als Hitler an die Macht kam..
viele haben gesagt wer Hitler waehlt der waehlt Krieg

das waren die Doomer damals
wie jeder gute Sozialdemokrat damals sagte!

Trifft die Sozialdemokraten Mitschuld?
oder die die gewarnt haben..
oder war der 2. Weltkrieg kein Doom?

ok,

also zusaetzlich

es gibt Leute wie dich, die denken sie waeren ausserhalb
vom Rest der armen Welt und

der Doom trifft immer nur die anderen und deshalb ist es kein Doom!

Deine Illusionen ueber Russland
und andere Laender die ihre eigenen Rohstoffe zum nutzen
der eigenen Bevoelkerung einsetzen ..

die Elite in Russland wie in anderen Laendern
schickt die Armen in die Minen aller Art
ist halt Pech wenn deren Lebenserwartung schlecht ist

Jemand wie du der angeblich sozialistische Ideale hat
aber es normal findet wenn Deutschlands noch gutes Leben
auf kosten der Afrikaner und anderer geht ...
solltest mal wieder was von Marx lesen...

zu Ehrlich Simmons gibt es ein paar sehr gute Artikel auf dem Internet
(googlen hilft)

ansonsten
das Buch von Ehrlich 1970 die Population Bomb oder so aehnlich
und andere noch vor dem Limits of Growth book
sollte jeder mal anschauen! Heute so aktuell wie fruher
die von Simmons auch (habe ich gemacht .. Simmons war ein totaler
Schwachkopf dem die kapitalistischen Medien und Institutionen
sehr populaer gemacht haben..)
und dann kann man sich eine Meinung bilden!



michael
von sch_peakoiler
#24796
michaeld hat geschrieben:hallo Sergey,

als allererstes definiere mal was du mit doom meinst!
dann kann man es einordnen!




das sind leute denen das heutige system nicht passt und die ueberhaupt vom modernen Leben muede sind. Die wollen zurueck in gute alten Zeite (egal welche) und sehen im Peakoil eine Hoffnung auf baldige Zerstoerung dieser Welt. Diese Leute geben sich oft als Wissenschaftler aus (selektive Wahrnehmung = kein Wissenschaftler, auch wenn Professor), und berufen sich auf Naturgesetze (die sie meistens arg missbrauchen - nach dem Motto: Es thermodynamik und deswegen stimmt alles was ich sage).



zu deinen drei Kategorien da gibt es noch viele Schattierungen!


strenggenommen gibt es so viele Schattierungen wie es Menschen gibt.

du zum Beispiel sagst:
der Dieoff in Afrika ist normal und kein Doom


Der Dieoff in Afrika ist in Kapitalismus normal. Wenn man den weghaben will muss man das wirtschaftliche System aendern. Erstmal in Afrika - aber man kann heute Kapitalismus nicht abschaffen ohne dass man gleich NATO-Erpressung hat (siehe kleine Laender wie Kuba und Nord korea wie sie fertiggemacht werden obwohl sie keine Gefahr darstellen). Deswegen geht es dann nur wenn die ganze Welt das wirtschaftliche System aendert: was heute nicht absehbar ist.
Dass man den Hunger in Afrika im Kapitalismus nicht stoppen kann siehst du in der Tatsache dass man es seit je und je vergeblich versucht mit "werde pate" und "spende hier, spende dort".
Mit peakoil hat es wenig zu tun (wird von diesem Faktor aber verstaerkt).
Und Dieoff in Afrika ist auf reiche Laender nicht ohne weiteres uebertragbar. Obwohl wenn die Globalisierung so weitergeht, zerbrechen die "sozialien Marktwirtschaften" in G7, und man wird auch dort Armut zumindest lateinamerikanischer Art haben.

Leute die sagen.
a) Oel ist endlich.
b) deswegen gibt dieoff in Afrika (aber die Bevoelkerung waechst trotzdem)
c) die alternativen gibt es nicht weil es die heute nicht gibt weil das oel zu billig ist ( man beachte die logik).
d) aus a) b) c) folgt wir muessen alle freiwillig powerdown machen

sind doomer.




es gibt Leute wie dich, die denken sie waeren ausserhalb
vom Rest der armen Welt und

der Doom trifft immer nur die anderen und deshalb ist es kein Doom!


die leute wie ich analysieren die Ursachen und schreien nicht wie mittelalterische "Herolde" "Der Doom ist DA!".


die Elite in Russland wie in anderen Laendern
schickt die Armen in die Minen aller Art
ist halt Pech wenn deren Lebenserwartung schlecht ist


Kapitalismus wieder: das ist einer der Nachteile: einige Leute muessen diese Arbeit machen.

die Frage ist nur was diese Leute sagen wenn man sie wegautomatisiert nach AlexP. ist alles nicht so einfach.



Jemand wie du der angeblich sozialistische Ideale hat
aber es normal findet wenn Deutschlands noch gutes Leben
auf kosten der Afrikaner und anderer geht ...
solltest mal wieder was von Marx lesen...


ich kritisiere oft Kapitalismus. Das macht mich nicht zu einem Sozialisten deiner Art (um jedes kleine Tierchen muss geweint werden). das was schon deine Behauptung.



und dann kann man sich eine Meinung bilden!


die Wette Simons vs Ehrlich zeigt dass die Doomer nicht ueber Prognosenkraft verfuegen, die sie sich selbst zuteilen. Nach dem Motto ihr bloede BWLer versteht nichts und wir kennen uns mit Physik aus.... deswegen revidieren wir unsere Peakoil Prognose zum 10ten Mal.
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von Kristall
#24804
Schpeakoiler,

In den Internetverweisen sollen keine Foren rein, ist allgemeine Regel in
der WP. Die Schreibfehler kommen wohl größtenteils von dem, ich habe da
schon ein paarmal korrigiert, aber jedesmal ändert er wieder umfangreich
und ich habe nicht die Zeit, jedesmal hinterherzufegen. Rechtschreibfehler
sind aber erstmal nicht so schlimm, die kann man ja in einigen Intervallen
wieder korrigieren. Mühsam ist vielmehr die Struktur, über die wir zwar
vorher auch nicht so einig waren, die aber inzwischen total aufgeweicht ist.

Ziel des Artikels ist es nicht, eine Position zu vertreten, sondern möglichst
ausgewogen verschiedene Standpunkte zu beschreiben. Das ist die
eigentliche Kunst. Darum sollten theoretisch Teilnehmer mit verschiedenen
Standpunkten dem Artikel eher helfen als schaden, wenn sich alle an die
Regeln halten und sich nicht gegenseitig vorwerfen, die Meinung des Lesers
manipulieren zu wollen.

Also je mehr dort mitmachen, desto besser. Der WP-Artikel wird von
tausenden gelesen, die Grafiken dort sind schon in Studienarbeiten
aufgetaucht etc... Wenn der Artikel irgendwann mal als exzellent gewertet
wird, kommt er auf die WP-Startseite und dort gucken ihn sich täglich
zigtausende an. Bei dem geballten Fachwissen hier im Forum sollte es doch
eigentlich möglich sein, dort ein bisschen Niveau reinzubekommen, wenn
ich es alleine schon geschafft habe, ihn mit lesenswert zu dekorieren. Somit
war er auch schonmal Artikel des Monats im Wirtschaftsportal!

-Kristall
von michaeld
#24810
Hallo Sergey,

dann bist du ja auch ein ober Doomer welcome in the club!

(Doomer) das sind leute denen das heutige system nicht passt

(oder ist der zweite Teil zwingend!)
und die ueberhaupt vom modernen Leben muede sind.

>Die wollen zurueck in gute alten Zeite (egal welche)

Dann bin ich kein doomer .. ich will nicht in die gute alte Zeit zurueck
die war nicht so toll ..
(ueber die nachhaltige Lebensweise der wenigen noch
funktionierenden Urgesellschaften im Vergleich zur heutigen
Verschwendung kann man sich Gedanken machen ..
aber die lebten mit rund 1 Person pro km2)


>und sehen im Peakoil eine Hoffnung auf baldige Zerstoerung dieser Welt.

Zerstoerung dieser Welt? Was meinst du mit dieser Welt?

Wenn du von der gegenwaertigen dominaten Zivilisation den USA und
der in Europa
als Welt ausgehst ..

ja in der Tat dann sehe ich Peak Oil als Chance!
Er wird die totale Zerstoerung der ``Carrying capacity" durch
Pluenderung der letzten Reste hoffentlich rechtzeitig beenden
der Klimawandel also das CO2 Problem wird dadurch vielleicht gerade
noch rechtzeitig fuer nachkommende Generationen gerettet.

der Rest ist Sergey der Schaum vorm Mund hat ..
nach dessen Definition ist ja alles Wissenschaft also
jeder kann tun sagen was er will!

und ja schade du bist nicht auf das Beispiel
``Warnungen vor Hitler eingegangen!"

michael

>Diese Leute geben sich oft als Wissenschaftler aus (selektive >Wahrnehmung = kein Wissenschaftler, auch wenn Professor), und >berufen sich auf Naturgesetze (die sie meistens arg missbrauchen - nach >dem Motto: Es thermodynamik und deswegen stimmt alles was ich >sage).
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