Von Azolla bis Zuckerrüben

Moderatoren: RThorsten, marc, powertiger

von Wolfram
#70395
Hallo allerseits,

erst mal möchte ich mich vielmals bei M_B_S bedanken. Er hat diesen Film schon am 27. März 2009 im Thread "Die Lerchen singen so schön" verlinkt (5. Beitrag, "Lieber Mitbürger, schaut Euch diesen Film an ...") und dadurch wurde ich auf den Film aufmerksam.

Jetzt möchte ich dem Film einen eigenen Thread widmen, denn ich finde, er ist es wert.

Bald nachdem ich ihn zum ersten mal gesehen hatte, habe ich mir die Mühe gemacht, den Film zu übersetzen, also deutsche Untertitel dazu zu schreiben - zunächst, damit meine Familienmitglieder mehr davon verstehen. Es war wirklich einige Mühe. Manche Stellen hab ich zehn mal angehört, bis ich sie endlich akkustisch verstanden hab ... In der ersten durchgemachten Nacht hatte ich gerade 8 Minuten der insgesamt 48:38 Minuten übersetzt ... Es war bisher das erste mal, dass ich einen Film übersetzt hab und das ist vielleicht ein Hinweis darauf, wie viel er mir bedeutet.

Drei Dinge kann man gebrauchen, um den Film zu sehen:

1. Den Film selbst
Es gibt ihn bei Google Video: A Farm for the Future. Dort kann man den Film online ansehen, aber etwas unterhalb des Fensters gibt es auch einen Link "Video herunterladen - iPod/PSP". So bekommt man den Film als mp4-Datei mit 218 MByte auf die eigene Festplatte. Ich würde empfehlen, ihn gleich herunter zu laden. So verursacht man nur einmal Traffic und kann ihn beliebig offline ansehen. Außerdem las ich, die Qualität der heruntergeladenen Version wäre etwas besser. (?) Die Qualität reicht gut für's ansehen am Bildschirm. (Für öffentliche Vorführung - wohl erlaubt, solang man keinen Eintritt verlangt - wäre DVD-Qualität besser. Es ist aber schwierig, den Film auf DVD zu bekommen.)

2. Einen geeigneten Player
Falls bisher keiner auf dem PC installiert ist - zu empfehlen ist z.B. der VLC media player. Man kann ihn an verschiedenen Stellen herunter laden, z.B. bei Chip.de: VLC media player (Freeware, Version 1.0.2, deutsch, 17,7 MByte).

3. Die Untertiteldatei in deutscher Sprache
Die gibt's bei mir: Natural World- Farm for the Future.srt (aktuell Version 02; 53 kByte).
Die Datei hat bis auf die Endung den gleichen Namen wie die oben genannte mp4-Datei. Wenn man sie ins gleiche Verzeichnis lädt, sollte der VLC media player beim Ansehen des Films von allein die Untertitel einblenden. Wenn nicht, muss man ihm ggf. im Datei-öffnen-Dialog sagen, welche Untertiteldatei er verwenden soll.
Die aktuelle Version 02 enthält noch ein paar Stellen mit Fragezeichen oder "...", die ich bisher nicht (oder nicht gut genug) "entschlüsseln" konnte und auch das Timing wäre noch verbesserungsfähig, für eine bessere Lesbarkeit. Ich habe mich bemüht, möglichst nichts vom original Inhalt weg zu lassen (was bei Untertiteln zugunsten der Lesbarkeit oft gemacht wird). Wer mit dem Lesen nicht ganz mitkommt - würde mir sicher so gehen, wenn ich den Inhalt nicht schon kennen würde - der kann ja bei Bedarf die Pause-Funktion verwenden (beim VLC player: Leertaste).


Einer der besten Filme rund um das Thema Peak Oil

Ich finde es faszinierend, wie sehr der Film meine Sicht der Dinge wiederspiegelt.

Als Beispiel könnte ich die Maroni nennen. Im letzten Winter (also noch bevor ich etwas von dem Film wusste) habe ich erstmals Maroni in einem Blumenkasten im Haus gesät (auch wenn es noch ohne Erfolg war, wahrscheinlich weil sie bei der Aussaat zu alt waren). In den letzten Jahren war mir aufgefallen, wie viel weniger Arbeit dauerhafte Pflanzen machen, verglichen mit den einjährigen die man jedes Jahr neu anbauen muss. Beerensträucher, Obstbäume und Nussbäume tragen fleissig, selbst wenn man mal überhaupt keine Zeit für den Garten hatte.

Ein zweites Beispiel wären Füchse: Mehrmals ist im Film einer zu sehen.
Als ich im Frühjahr eines morgens für etwas länger (vielleicht eine Minute) einen Fuchs in unserem Garten beobachten konnte, wie er am Komposthaufen nach fressbarem suchte, auf ein paar alten Äpfeln herum kaute ... hab ich mich richtig gefreut. Er hat mich wohl wegen dem Gegenlicht der aufgehenden Sonne nicht gesehen und mich auch erst nach der Minute gewittert. Ich war richtig glücklich an dem Tag, den hübschen Fuchs bei uns gesehen zu haben. Es ist schwer zu beschreiben - es ist wohl das Gefühl, mit der Natur verbunden zu sein - so wie es sein soll.
Es war umso erstaunlicher, nachdem uns erst am Abend zuvor mal wieder ein Fuchs ein Huhn und eine Ente geklaut hatte (den hatte ich auch kurz gesehen, aber ich meine es war ein anderer, ein junger - während es am nächsten Morgen wohl ein ausgewachsener war). Dem Vorschlag einer bekannten Bäuerin, dem Jäger bescheid zu sagen ..., wollte ich nicht folgen. Es musste irgendeine Möglichkeit der Koexistenz geben!?. Am liebsten hätte ich mit dem Fuchs ein "Agreement" geschlossen: Er darf ruhig von unserem Kompost holen was ihm gefällt und er soll ruhig die Wühlmäuse bei uns in Schach halten(!) - dafür soll er unsere Hühner und Enten verschonen. Ich hab diverse Möglichkeiten durchgedacht, (vom höheren Zaun mit Abwinklung nach außen - über eine "Volière" für's Federvieh - bis einen zahmen Fuchs zu halten - alles nicht das Wahre). Vorläufig lautete das "Agreement": Unser Federvieh darf morens erst etwas später aus dem Stall und muss abends früher hinein.
Während der Fuchs (und z.B. auch die Feldlerche oder die Schleiereule) im Film nur kurz zu sehen ist, steht im Artikel Now my farm will help teach the world to live without oil ... in der Zeitung Daily Mail vom 15. Februar 2009 ein bisschen was zum Hintergrund. Die Autorin hatte mit dem Artikel den Film angekündigt, der kurz darauf im Fernsehen BBC 2 gezeigt wurde.



Besonders gut gelungen finde ich die Auswahl, was gesagt wird und wie ausführlich.

So weit es um das Thema Peak Oil geht, handelt es sich nicht um "doom and gloom", wie ein Kritiker meinte, sondern es wird einfach das zum Verständnis nötige erklärt.
Spekulatives - wie z.B. die Frage ob die Menschen destruktiv mit der Situation umgehen werden (Kriege um Öl, Ellenbogenverhalten, Mad Max ...) wird geschickter Weise weggelassen.

Genial finde ich z.B. die Formulierung bezüglich des Beitrags der Politik: "... and in an ideal world a bit of government-leadership" (... und in einer idealen Welt etwas Führungsqualität der Regierung). Etwas worüber an Stammtischen stundenlang diskutiert werden könnte, wird hier in einem Nebensatz auf den Punkt gebracht. Es geht ja nicht darum.

In dem Film geht es darum, einen guten Weg in die Zukunft der Landbewirtschaftung und damit Lebensmittelgewinnung zu zeigen. Die Autorin stellt die grundsätzlich entscheidenden Fragen, so wie sie mancher Zuseher wohl auch stellen würde. So entsteht eine logische Kette von den Fakten bis zum erstrebenswerten Ziel. Spekulatives - z.B. die Frage wer alles etwas dagegen haben könnte, oder wie man die Leute überzeugt - würde von der eigentlichen Aussage nur ablenken - überzeugen will ja gerade der Film. So ist es gelungen, die wesentlichen Zusammenhänge in dem Film mit gut 48 Minuten unterzubringen - und das auf ansprechende, freundliche, überzeugende Weise.
Oder wie es Hugh Osborn schrieb: Many congratulations. Your film “A Farm for the Future” hits all the right buttons on climate change and peak oil issues.

Es ist so viel drin in dem Film. Dass man Bienen halten könnte, wird z.B. nicht mal erwähnt. Es ist nur kurz ein Bienenkasten zu sehen - beim ersten Ansehen ist es mir nicht mal aufgefallen ...


Der Film handelt von einem kritischen Thema (Peak Oil), ist aber sehr positiv!

Es wird klar gesagt, dass Landwirtschaft und Gartenbau, wie sie früher waren, viel Arbeit bedeuten. Auch die Umgestaltung ihres Hofes, in Richtung Permakultur und "Forest Garden", wie die Autorin Rebecca Hosking es vor hat, wird viel Arbeit sein.

Die Korrektur einiger Fehlentwicklungen des Ölzeitalters sieht auf den ersten Blick vielleicht nach einem Rückschritt aus und manche sprechen von "zurück ins Mittelalter". Es gibt aber kein Zurück. Nach dem Jahr 2009 kommt das Jahr 2010. Wir können Bewährtes wiederbeleben und dabei die Fehler der Vergangenheit möglichst vermeiden. Wir können sicher manches besser machen als in der (nicht nur) "guten alten Zeit". So gibt der Film den Ausblick, dass nachhaltige, naturverträgliche Lebensmittelgewinnung nicht mit so viel Plagerei einher gehen müssen, wie es früher war.

Während viele Nebensächlichkeiten wie gesagt weggelassen werden, spielt die Bewahrung der biologischen Vielfalt (Biodiversität) eine wichtige Rolle. Sie ist nicht nur schön anzusehen, sondern sie ist unsere Wurzel. Sie ernährt uns (- auch wenn Öl und Erdgas es nicht mehr tun).


Weitere Links gibt's auf einer Internetseite, die ich dem Film gewidmet habe: Der Film "A Farm for the Future"

Ich wünsche gute Gedanken zu dem Film und einen schönen Ausklang des Erntedank-Sonntages, zu dem der Film ja auch ein bisschen passt,


Wolfram
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von Helmut
#70404
Hallo Wolfram
Toll, das du auch mal wieder in diesem Forum schreibst.
Gruß Helmut
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