Werden Kriege um Ressourcen geführt - welche Konfliktherde beobachtest Du?

Moderatoren: RThorsten, marc

von Kilon
#108081
Hi,

ihr habt sicher mit gekriegt, dass die USA nun laut Trump sehr sehr viel stärker als in der Vergangenheit gucken wird dass soviele "Made in USA" Produkte verkauft werden wie es nur geht, und auch die Endmontage in den USA mit Teilen aus Asien kritisierte er glaube ich bzw. direkt war sogar China gemeint,

das steigerte sich dann innerhalb kürzester Zeit auf eine "Drohung" der USA (Trump) gegen China einen fast 5%igen Zusatzzoll einzuführen... Die Chinesen hingegen haben den 2. lukrativsten (inzwischen auch nach Wert und nicht mehr nur nach Zahlen) Automobilmarkt der Welt in dem sowohl Europäische als auch US Joint-Ventures die absoluten Hauptgewinner sind mit vermutlich einer 49,99% Beteiligung oder 50% -1, nicht stimmtberechtigt eund was für Möglichkeiten es da alles gibt ~50% zu haben aber denoc nicht die Mehrheit zu besitzen...

Ich weiß es echt nicht, ob er einen "Handelskrieg" mit ausgerechnet China beginnen will... mit Putin und Erdogan gut gestimmt und jetzt gegen Peking?! Der Typ ist echt...Um exakt zu sein die neuesten Zahlen sind leider von 2012 die ich habe, aber sind doch sehr deutlich:

Verkaufszahlen 2012
Volksrepublik China Autohersteller Anzahl
(mit Microvans)
1 Shanghai GM 1.363.500
2 FAW-Volkswagen 1.328.900
3 SAIC-GM-Wuling (SGMW)
(SAIC mit Wuling Motors und General Motors) 1.322.600
4 Shanghai Volkswagen 1.280.000
5 Beijing-Hyundai Automotive 859.600
6 Dongfeng Nissan-Diesel 773.000
7 Chongqing Changan Automobile Company 604.200
8 Chery Automobile 550.200
9 FAW Toyota 495.500
10 Changan Ford zu Chongqing Changan Automobile Company 493.600

Schon auf Platz 1 finden wir gleich General Motors (GM) im "Shanghai"(?)-Joint-Venture, und dann sogar noch ein mal direkt auf Platz 3... das ist echt heavy gut für den US-Konzern, Ford ist auf Rang 10, aber das Joint-Venture konnte immer hin auch 493.600 Fahrzeuge in einem Jahr verkaufen im heimischen chinesischen Markt... Chrysler vermisse ich, die sind wohl 2012 auf Rang 11 bis 15 irgendwo gewesen, denke mal knapp hinter Ford's Joint-Venture, das sind VERKAUFSZAHLEN von 2012! Die Zahlen für 2015 und das laufende Jahr sind natürlich noch ein mal etwas besser! Sprich ein echt wichtiger Markt...

Die Produktion an Fahrzeugen in China lag 2014 hingegen bei 23.722.890 Fahrzeugen bei einer weltweiten Produktion von 89.747.430 Fahrzeugen macht das natürlich einen saftigen Brocken aus. Die USA auf Rang 2 haben nicht ein mal halb so viel wie China mit 11.660.699, gefolgt von Japan (9.774.558) und dann kommen "wir" ergo Deutschland hat 2014 verglichen mit der Bevölkerung und so beeindruckende 5.907.548 Fahrzeuge hergestellt, was Europa betrifft folgt erst auf Rang 9 vorübergehend Spanien mit 2.402.978 Fahrzeugen, also nicht mal ansatzweise in der Nähe von 50% der Deutschen Produktion.

Wichtiger ist jedoch: US-Produktion + China Produktion und die Importe und Exporte, in diesen Zahlen geht es natürlichh nur um "Fabrikneu" de facto können in den US-Zahlen dennoch einige bis viele asiatische Teile stecken.

Wird Trump wirklich eine ich glaube 4,9% "Sondereinfuhrsteuer" gegen China (oder damit es nicht so offensichtlich ist gegen fast alle asiatischen Länder, Japan, Taiwan, Singapur und Indien soll es eigentlich nicht treffen, also vielleicht doch ein mehr oder weniger direkter Müll gegen China?!

Wozu führt das?! Was denkt ihr?! Öl ist eh dem Tode geweiht, ich bin 29 und in diesem Moment sind über 1 Billion Barrel zu 95% (P95) unter der Erdoberfläche, was die preisliche oder gar technische Möglichkeiten angeht, ist natürlich wieder eine andere Sache...

bevor das gefördert wird, würde die OPEC - wenn sie "muss" - eher 10$ per Barrel verkaufen.... Euro 5 und Euro 6 sowie E-Vehicles und CNG/LPG-Fahrzeuge werden für den von Shell prognostizierten "Peak Oil Demand" 2020 sorgen denke ich...

und dann ist aus mit fetten 147$ oder 115$ per Barrel, bei einem Preis von 147,50 US-$ wie 2008 damals, nimmt man Inflation dazu, also sagen wir ~160 US-$ pro Barrel... Holy Sh...t, die Konzerne würden sich überschlagen, die Bauindustrie für "Drilling"-Geräte würde einen Auftragseingang erhalten der kaum erfüllbar ist auf die Schnelle, und die Welt würde wirklich überflutet werden mit dem Zeug... also schon um die ~50$ wie die letzten Wochen...

However, denkt ihr Trump meint es ernst oder rasselt er nur mit den Schwertern oder wie man sagt?! Gruß
#108085
Die Schweine werden ausgewechselt, aber der Saustall bleibt der gleiche.

Natürlich wird sich unter Trump einiges ändern und es gibt auch neue Erkenntnisse (z. B. dass "demokratisch" eingestellte Menschen das nur sind, wenn Wahlen nach ihrem Wunsch ausgehen, siehe die vielen Proteste gegen Trump)

Das mit dem Zoll wird er schon im gewissen Rahmen durchziehen und dafür viel Beifall bekommen.

Aber die Begeisterung über einen Ölpreis von 160 Dollar wird es kaum geben. Es geht nicht um Geld, sondern um den EROI. Der lag 2000 bei 35, 20 bei 18 und wenn du diese Linie weiterziehst, kannste ja sehen, wann kein Öl mehr gefördert wird, auch wenn es 300 Dollar pro Barrel bringt.

Das ist zunächst noch ein langsamer Prozess, aber wenn die Allgemeinheit und auch die Konzernführer spitzkriegen, dass es gar nicht um Geld, sondern um Thermodynamik geht, kann ganz schnell der Ofen aus sein.
#108086
Ja das stimmt, es gab viele Demos... der eigentlich legale Präsident 2000, Al Gore, da gab es auch Proteste ohne Ende und "Bitten" angehört zu werden die aber die zuständigen Personen wie gesagt den Afro-Amerikanern wo Bush angeblich gewonnen haben soll, verweigert wurde...

Es ist ein Signal, als hätten im Januar 1933 in Berlin Leute mit Schildern gegen Hitler protestiert (damals noch keine Diktatur), dafür hatte er aber mehrere Millionen Schläger im gesamten Reich in SA-Uniform, bis er diese Gefahr bzw. den Führer ausschaltete.... In den USA darf man aber (noch?) sagen, schreiben was man will, während in vielen Ländern nur die Gedanken frei sind...

Aber schauen wir mal auf die 2012 Zahlen oben:

Platz 1 Shanghai GM mit 1.363.500 verkauften Fahrzeugen
Platz 3 SAIC-GM-Wuling (SGMW)
(SAIC mit Wuling Motors und General Motors) mit 1.322.600 verkauften Fahrzeugen

Wie gesagt insgesamt sind die Zahlen sogar noch weiter gestiegen bisher, ob jetzt für GM auch, weiß ich natürlich nicht. Auf Rang 10 ist Ford jedoch und Chrysler ist auch dabei (Ford und Chrysler vermutlich mit vielen regionalen Joint-Ventures für die gesamten Metropol-Regionen mit über 10 Mio Einwohnern, Kleinvieh macht....

Ist glaube auch in den USA die Reihenfolge bei den Großen 3: General Motors, Ford und Chrysler?

Wobei in den USA die Ford F-Serie hilft auf Rang 2 zu sein und evtl. mit etwas Anstrengung noch GM zu überholen.

Jedoch was denken denn all diese Konzerne?!?! Wir wissen ja, dass es nicht so ist, dass ein Präsident machen kann was er will, und ich spreche da nicht mal von den "legalen" Optionen, bei legal denke ich werden die Konzerne jeweils die Partei unterstützen die zu einem vermutlich höheren Autoverkauf und geringerer Laufzeit pro Benutzer führt, und in den USA hat man bekanntlich ohne die Spendengelder überhaupt keine Chance, also so was wie die AfD in den USA, wenn die Angehörigen nicht zu den Waltons von Wal-Mart oder Rockefellers sind, können sie es vergessen, der Wahlkampf ist inzwischen dank Inflation glaube auf mind. mehrere Milliarden pro Seite jeweils angestiegen, das Minimum, in den extrem wichtigen und Swing-States kommen noch mehr Plakate dazu und Besuche (die Kosten auch etwas, da der jenige ja beschützt werden muss, weiß nicht ob das bei den 2 Kandidaten schon der Secret Service übernimmt, aber die Sicherheitsqualität dürfte in etwa gleich gut und gliech teuer sein, und die Partei unterstützt den Kandidaten, und die Partei wiederum hat Mitglieder (die evtl. etwas zahlen als Beitrag?) aber eben vor allem sind es große Spenden.... Boeing, GM, General Electrics, Ford, Chrysler, Exxon, ConocoPhillips und andere Energiekonzerne...

was fast immer irgendwie die Republikaner sind glaube ich, da sie immer für Steuern kürzen sind, und wie gesagt, in den USA ist Benzin ja wirklich nach wie vor extremst günstig mit Ausnahme von Hawaii, Kalifornien und Alaska, aber auch da ist es für europäische Verhältnisse spottbillig, nur die subventionierten Preise in China und Indien und restlichem Asien/Afrika + Produktionsländer-Verkauf, Venezuela bis vor 2 Jahren oder so für 17 US-Cent der Liter... jetzt steht das Land vor dem totalen Zusammenbruch finanziell, während die Kolumbien weiter fröhlich Koks und verstärkt Erdöl abbauen bzw. anbauen^^

Es ist Kolumbiens (legales) Exportgut Nummer 1 geworden, Erdöl und/oder Erdölprodukte, bei den USA jedoch, würde sagen dass ein Präsident dort Top 3 Industriezweigen ganz besonders (nach Silicon Valley und Washington mit Boeing und anderen Standorten der Flugzeug- und Militärindustrie) nicht so ans Bein pinkeln sollte... weil bei Milliarden-Umsätzen hört der Spaß auf.

wir reden ja hier von Millionen verkauften Fahrzeugen in China und von mir aus davon die gute Hälfe, dafür aber zahlreiche günstige Teile für die US-Endmontage noch zusätzlich die in den USA vermutlich locker das doppelte Kosten... da hört der Spaß doch auf für diese mächtigen Konzerne, und der Kunde wird auch nicht froh sein wenn die günstigen Fahrzeuge plötzlich einige Tausend US-Dollar mehr kosten...

Was 160 US-$ angeht, war nur so ausgedacht, aber das wird nicht passieren, wie anderswo gerade gepostet:

Texas' Wolfcamp shale reserve may be largest ever assessed in U.S. A report from the USGS finds the Wolfcamp shale basin in Texas about three times as big as Bakken.

According to the survey, the Wolfcamp could hold as much as 20 billion barrels of oil and 16 trillion cubic feet of associated gas. If estimates are correct, that would be nearly three times as big as the Bakken oil formation in North Dakota, considered a driver of the momentum at the height of the shale are in North America.

So far over the past 12 months, Texas has produced about 1 billion barrels of crude oil. The EIA said that, as crude oil prices recover and spending starts to move back into the U.S. energy sector, a full-scale rebound is possible for inland resources.

The entire Permian basin, which includes Wolfcamp, holds nearly as many active oil rigs as the rest of the United States combined.


Wenn der Preis wieder steigt, dann wird dort Erdöl und Erdgas gefördert in unvorstellbaren Mengen, da brauchts nur 85$ im Jahr 2019 z.b., inflationsbereinigt ist dies etwa die Hälfte des Höchstpreises 2008. Schon Bakken brachte uns 2014 auf 9,5 von minimal über 10 Millionen Barrel-Peak von 1970. Damit wird es beim "richtigen" Preis einen neuen Peak geben. Wenigstens hatte Hubbert dann etwa 50 Jahre lang Recht...


Bei 160 US-$ würden wir glaube ich im Öl ertrinken seit sich abzeichnet, dass es im Jahr 2150 vermutlich nicht mehr der Top1 Antrieb sein wird, also ein Erdöl basierter Kraftstoff, vlt. gibt es noch minimale Anteile (14% Benzin, 85% Ethanol und 1% petrochemische Blending Components im Benzinanteil oder so...). Vielleicht schaffen genmanipulierte Pflanzen eine Vervielfachung der Erntehäufigkeit und/oder bedeutend größere Produkte die dann halt ausschliesslich zu Transportzwecken genutzt werden... bis dahin kann viel passieren, und bis dahin würde IMHO das Öl notfalls auch reichen wenn nötig....
#108087
Apropo Asien. Indien wurde ja bei der Bevölkerung eindeutig berechnet, dass sie die Nr. 1 sein werden in nicht soo ferner Zukunft (immerhin ist es schon 1.333.083.000 Einwohner (~17:30 Deutscher Zeit, 21. November 2016), während es in China wohl "nur" (wurde nach unten korrigiert), 1.384.813.000 Einwohner zur selben Zeit wie Indien oben genannt.

Jetzt lese ich, dass die Lokomotive welche die (Welt-)Wirschaft ankurbeln sollte praktisch das getan hat, was zwar keine Hyperinflation ist, aber jeder der einen größeren Schein hatte (oder viele davon) ist jetzt mal auf gut Deutsch gesagt "voll am Arsch, Indien irgendeine Nacht und Nebel-Aktion und sein Geld entwertet bzw. alle größeren Bamnoten für ungültig erklärt hat.

Wie bei einer Zwangsenteignung, klar in China ist das BIP/Einkommen noch viel höher, aber jetzt nach all dem verlorenen Geld, wird an Banken stundenlang Schlange gestanden um (kleine...) Scheine abzuheben vom Konto, wobei auch hier eine Tagesgrenze von 10.000 Rupien ergo ~137€ staatlich festgelegt ist, damit jemand um Gottes Willen bloss nicht sein gesamtes Sparguthaben abgeht und in USD/EUR/Yen oder so,

wobei solche Abhebungen an mehreren aufeinander folgenden Tagen nur der Mittelschicht und Oberschicht vorbehalten sind, die vielen 09/15 armen Inder (mehrere Hundert Millionen Inder) heben nicht an 4 Tagendann summiert knape ~550€ ab. Würde mich jedenfalls wundern wenn zahlreiche Inder so viel Geld hätten. Es sind wohl nur ein paar Hundert Tausend "HNWI's" in ganz Indien, die meisten in den USA als Land und (2015 Pre-Brexit-Shice) London als Stadt....

Wer "reich" ist, der legt sein Geld wenn er nicht völlig Stulle ist, wenigstens in Staatsanleihen oder einem Girokonto mit vereinbartem Zinssatz an, bei den Banken überall das selbe Bild:

bis die Schlange elendig lang und das stundenlange warten muss nicht mal erfolgreich sein, denn vielen Banken gehen die Scheine aus...

Denn die Geldscheine dürften locker 100 bis 1.000-mal gefragter sein jetzt die Kleinst-Scheine...als Scheine die mehr als 1,37€ Nominalwert haben:

In der vergangenen Woche hatte die indische Regierung in der Nacht auf Mittwoch innerhalb weniger Stunden alle Banknoten im Wert von mehr als 100 Rupien (rund 1,37 Euro) für ungültig erklärt.


Die für ungültig erklärten Noten machen mehr als 86 Prozent der Bargeld-Kaufkraft des Landes aus.


Zum Vergleich: Im gesamten Euroraum befinden mit 19,5 Milliarden weniger Banknoten im Umlauf, als nun in Indien auf einen Schlag ungültig sind.
22 Milliarden Geldscheine wurden in Indien "eingezogen". Auch eine kreative (gabs sowas bisher schon? Klar von der Dimension sicher nicht, ich meine über 22 Milliarden Geldscheine, und alle mit 1,37€ oder mehr... :>

Das wird wohl die Öl- und Fahrzeugnachfrage zu einem Ding machen, worum sich derzeit die wenigstens Inder Sorgen machen?! Verlierer bleibt der kleine Mann der vlt. seinen Wochenlohn in Cash hatte oder Monatslohn gar und plante Überweisungen zu tätigen und dann direkt in Cash zu zahlen?!

Okay 1,37€ ist weniger, aber da bei Drogen-Scheinen oft ja auch mehrere Scheine genutzt werden (erbettelt in Deutschland, weiß der Geier wie in Indien), und bei der "Kaufkraft" dürften zumindest Verkäufer von "Baby-Drogen" ergo Cannabis/Gas/Peace/Piece/"Haschisch" teilweise noch Glück haben, kann mir kaum vorstellen, dass 1g gepressete "Haschisch" (man ich hasse das Wort eigentlich^^) in Indien über 1,37€ je Gramm kostet, und wenn doch ist es vlt. so, dass es 150 Rupien sind und dementsprechend in der Regel mit 50er oder 100er Rupien-Scheinen bezahlt wurde, (gemessen am Schaden im Vergleich zu Alk und Amphetaminen z.b.).

Jedoch sind solche "krummen" Geschäfte zweitrangig, wenn wir an 22 Milliarden Scheine denken, was macht Iniden jetzt?! Haben die noch kein großes EC-Netz dort? Der Staat... ich blicke nicht mal durch was das für den Staat jetzt bedeutet, konnte er als "Insider" noch vorab irgendwie die Scheine zu den Gunsten Indiens einsetzen?! :?:

Auf jeden Fall eine Hardcore-Aktion - so oder so - und sicher nicht gut für den jetzt wirklich schon extremst schwachen €uro (wegen Italien?), also wohl doch weniger Nachfrage an Fahrzeugen und Treibstoff.....

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