Wie, wieviel und mit was bewegen wir uns in Zukunft fort?

Moderator: marc

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von cephalotus
#97970
zaunreiter hat geschrieben:Muskelbetriebener Hubschrauber hebt ab
16.05.2011, 10:12 Uhr

Einer Gruppe von US-Studenten hat einen muskelbetriebenen Hubschraubers konstruiert. Der Jungfernflug war erfolgreich, jetzt geht es für die Jungforscher um viel Geld.
aus: http://www.handelsblatt.com/technologie ... 78946.html


Ganz verstehe ich den Nutzen in Zusammenhang mit peak oil nicht. Egal wie effizient und ausgefeilt man einen Muskel betriebenen Hubschrauber jemals wird bauen können, nennenswerte Strecken kann man damit nicht fliegen.
Das Limit ist schlichtweg das Gewichts-Leistungs-Verhältnis des Menschen, das nicht ausreicht, um den Auftrieb durch Muskelkraft zu erzeugen.

Ein Flugzeug oder ein Zeppelin ist da was anderes...
von Cujo
#100140
Datum: 4. Oktober 2011 00:18:00 MESZ
Betreff: NASA, Google Award $1.35M For Ultra-Efficient Electric Aircraft
Quelle: Slashdot: Science

coondoggie writes: "NASA today awarded what it called the largest prize in aviation history to a company that flew their aircraft 200 miles in less than two hours on less than one gallon of fuel or electric equivalent. Their aircraft is the Taurus G4 by Pipistrel-USA.com. The twin fuselage motor glider features a 145 kW electric motor, lithium-ion batteries, and retractable landing gear."

Read more of this story at Layer 8:

http://www.networkworld.com/community/b ... cool-mega-
von Kilon
#107995
Tourix hat geschrieben:Lufthansa fliegt erstmals mit Biosprit
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1 ... 39,00.html


Aber das ist kein soooo großes Risiko gewesen, da die US Air Force bereits zwischen 2005 und 2007 irgendwann mehrere Flüge durchgeführt haben. "Bio-Kerosin" gewonnen damals aus einer seltenen Algenart, diese liefert 35x so viel Bio-Sprit gemessen am Durchschnittswert in (getrockneten) Kilogramm... jedoch sind die Anbauflächen sehr schwierig, schwer zugänglich (ich glaube sogar U.S. Navy Taucher haben mehrere Kilogramm dieser Pflanze eingesammelt).

Zunächst ein 4-strahliges Flugzeug mit einem 50/50-Misch (1/8tel des Antriebs über Algen-Kerosin, bei Defekt auch "nur" 1/4tel der Motorleistung die verloren gegangen wäre...). DIe Tests liefen gut und am Ende flogen jeweils links und rechts 1 Triebwerk konventionell und eins komplett jeweils mit Algen-Sprit... das Flugzeug hat die angepeilte Flugzeit sogar noch um einige Minuten überschritten und landete sicher. Dann kam der Ölpreiscrash und das war das Ende... seit dem wird bei dem "R&D"-Fund (Research & Development) sehr genau ausgewählt, weil aus Schuldengründen und so, sind die Amis ja sogar beim Militär recht stark am sparen...

Ich habe leider das Video auf Youtube nie wieder gefunden dann 1 Jahr später oder so... wollte gerne wissen welche Algenart das ist, und kann man Algen wirtschaftlich rentabel "züchten" so in kleinen Becken so wie man da Fische züchtet?! Bei den Algen kann es ja ruhig etwas "viel" sein, alles schön grün und ordentliches Wachstum.... oder eher nicht??

In der Natur gibt es wohl nur wenige bekannte Stellen wo diese Algenart über dem Meerespegel liegen in nennenswerter Anzahl, vermutlich befinden die meisten sich in den ersten 100m unter Wasser?! Viele ältere (und evtl. noch effizienntere) vlt. sogar über 1.000 Meter Wassertiefe?! Wobei das dann wohl schon in Richtung Erdöl- und Erdgasentstehung geht glaube ich...
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von Zeus
#108092
Interessante Ansätze, die hier zu lesen sind - insbesondere wenn man sich anschaut, wie wahnsinnig viel Sprit so ein Flugzeug verbraucht - ähnlich wie Schiffe. Habe neulich hier auch was interessantes zum Thema alternative Antriebe für beide Transportmittel gelesen: http://sites.arte.tv/futuremag/de/willkommen-bord-der-frachtschiffe-der-zukunft-futuremag
von Kilon
#108188
cephalotus hat geschrieben:
gunstar hat geschrieben:Beispiel: 50 Jumbo-Jets mit je 130 Tonnen Flugbenzin zu ersetzen benötigt man 50 Tonnen LH2 bzw. 22,5 Millionen Liter Frischwasser und 8 GW für 24h.

Für der den Flughafen Frankfurt heißt das, etwa 70 Millionen Liter Frischwasser und 25 GW für 24h.


Hab's mal nachgerechnet

130 Tonnen Kerosin x 50 Flugzeuge macht ein Heizwert von 80 Mio. kWh.

Bei einem Strom -> H2(l) Wirkungsgrad von 50% (http://www.efcf.com/reports/D06.pdf) wäre das ein Bedarf von 160 Mio. kWh Elektrizität, entspricht also einer Leistung von 6,7GW über 24h. Kommt also hin. Das ist erstaunlich viel.

Andererseits meint den Bundesverband Mineralölwirtschaft folgendes

"...
Im Jahr 2005 stieg der Absatz an Flugkraftstoffen um 7,6 Prozent auf 8,1 Millionen Tonnen.
Für die Folgejahre wird ein kontinuierliches kräftiges Wachstum erwartet. Wir rechnen im
Passagier- und Cargobereich mit einem Aufschwung des Flugverkehrs. Gestützt auf den
Ausbau der Flughäfen Frankfurt, München und Leipzig sowie überdurchschnittliche Zuwachsraten
der Low-Cost-Flüge wird der Absatz bis 2010 um 20 Prozent auf über 10 Millionen
Tonnen steigen. Bis zum Jahr 2025 erhöht sich der Bedarf trotz technischer Fortschritte
bei Flugzeugkonstruktion und Antriebstechnik, die den Treibstoffverbrauch neuer Flugzeuge
und damit die Verbrauchszunahme mindern, auf dann 12,3 Millionen Tonnen.
..."

Danke für eure Gedankengänge. Die haben mich bei Google zum geilen "MWV Jahresbericht 2017".

Da sind 2 Grafiken in der .pdf die hier dazu total passen würden aber grob:

Für die deutsche Wirtschaft war 2016 mit einem Wachstum von knapp zwei Prozent ein gutes Jahr. Getragen von einer gestiegenen Auftragslage für die deutsche Industrie, hohen Exporten, reger Bau- und Speditionstätigkeit sowie einem neuen Höchststand an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verzeichnete auch
die heimische Mineralölwirtschaft ein leichtes Plus. So zog der
Absatz von Mineralölprodukten um 1,5 Prozent von 102,0 auf
103,6 Millionen Tonnen an. Da im Aufschwung auch andere Energieträger
zulegten, blieb der Anteil des Mineralöls am gesamten Energieverbrauch in Deutschland
mit 34,0 Prozent weitgehend konstant (Vorjahr: 33,9 Prozent). Damit ist Mineralöl nach wie vor der wichtigste Energieträger in Deutschland. Konstanter Benzin- und steigender Dieselabsatz.

Der Benzinabsatz in Deutschland erreichte 2016 mit 18,2 Millionen Tonnen wieder sein Vorjahresniveau (plus 0,1 Prozent). Eine Rekordzahl an Berufspendlern spielt hier ebenso eine Rolle wie die höhere Verbrauchseffizienz von Neufahrzeugen. Die beigemischten Mengen an Bioethanol wuchsen leicht um 0,2 Prozent auf 1,18 Millionen Tonnen; der
Bioethanolanteil am Benzinabsatz betrug damit wie im Jahr zuvor 6,4 Prozent.
Unterstützt von der regen Wirtschaftstätigkeit lag der Absatz von
Dieselkraftstoff wiederum überdem Vorjahreswert. Hier spielt auch der nach wie vor steigende Anteil an Dieselfahrzeugen eine Rolle. Das führte 2016 zu einem Absatzzuwachs beim Diesel um 3,1 Prozent oder 1,1 Millionen Tonnen auf 37,9 Millionen Tonnen.
Erzeugungsstruktur der in deutschen Raffinerien hergestellten Mineralölprodukte

Darin enthalten sind 2,2 Millionen Tonnen Bio-Diesel, 0,2 Prozent mehr als 2015. Reiner Biodiesel und Pflanzenöl machen dabei rund 4.000 Tonnen aus. Leichtes Heizöl musste einen Absatzrückgang um 2 Prozent oder 0,3 Millionen Tonnen auf 15,8 Millionen Tonnen hinnehmen. Die Heizölpreise sanken gegenüber dem Vorjahr nochmals um 17 Prozent, nachdem sie schon von 2014 auf 2015 um 23 Prozent zurückgegangen waren. Damals hatten viele Haushalte das gesunkene Preisniveau genutzt, um die Heizöltanks
zu füllen. Das wirkte sich auch auf 2016 aus.Ebenfalls in guter Form präsentierte
sich die Luftfahrt. Flugkraftstoffe legten mit 7,5 Prozent auf 9,2 Millionen Tonnen zu.
Trotz positiver Chemiekonjunktur flaute dagegen der Absatz von Rohbenzin als Einsatzstoff für die Chemische Industrie um 3,3 Prozent auf 15,8
Millionen Tonnen ab.


Ob man das bereits dann auf "kräftig" bezeichnen kann weiß ich nicht, aber danke =) Sehr schöne Grafiken auch für andere Sorten sowie generell die Ölinfrastruktur im heutigen Deutschland, besonders gut erkennbar das El Dorado im Süden.... Karlsruhe in Ba-Wü mit 14,9 Mio Tonnen und dann in Bayern gleich ein 4er Pack mit Vohburg (6,0 Mio), Ingolstadt (5,0 Mio), Neustadt (4,3 Mio) und Burghausen (3,48 Mio)... Die "MERO"-Pipeline nord-östlich nach Nelahozeves die unweit von Vohburg eine Anbindung an die "TAL"-Pipeline von Karlsruhe nach Triest besitzt. Neustadt ist auch nicht sooo weit weg, ist aber von einem kleinen nach östlich verlängerten Strang an die TAL angebunden.

Ist aus dem "Bayrischen Dreieck" ein Viereck geworden?! Oder man rechnete vorher nur die 3 ohne Neustadt, weil das ja doch dann kein echtes Viereck ergibt, während die anderen 3 wirklich ein Dreieck optisch ergeben, aber in deutschen Reichweiten...

Würde mich interessieren, bzw. muss ich mal mit einem Wert von 0,775 bis 0,800 da einen Mittelwert der Dichte nehmen und errechnen wie viel da rumkäme wenn man so eine "Kleinst-Steuer" einführt. Die USA können das natürlich gut wegen ihrer Geographie, da müssten zahlreiche Europäische Länder diese Steuer exakt gleich hoch einführen um auch bei uns Zwischenstopps anderswo absolut unrentabel zu machen. 4,4 Cent je Gallone Kerosin bei kommerzieller Nutzung.

Mal schauen, 1 Barrel = 42 Gallonen, aber hier haben wir Tonnen. Bei Rohöl gilt 1 zu 7,3 im Schnitt. Jedoch fürchte ich wird es natürlich gerade wegen der Dichte viel mehr als 7,3 Barrel Kerosin je Tonne ergeben. Was andererseits aber auch die Steuern erhöhen würde.1 €-Cent je 1 Liter Kerosin an Steuern für kommerzielles Benzin. Hmm also ein eine kleinere Summe im 3-stelligen Millionen €uro Bereich sollte es bei 9,0 Mio Tonnen ergeben... das sind ziemlich sicher über 11 Milliarden Liter, naja vlt. dann 1,3 bis 1,7 Cent auch Steuer pro Liter oder so :D
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von Axel F.
#108189
Tja, hier regen sich ja alle wegen Diesel und Feinstaub auf. Also hier in D.

Witzigerweise ist Flugbenzin von der Diskussion ausgeschlossen.

Bei den Tonnen an Flugbenzin bei Start & Landung und dann vor allem in grosser Höhe, die Atmosphäre wird quasi mit CO2 und sonstigem geimpft (Chemtrails).

Flughafen BER -> muss das eigentlich sein, wenn Merkelland die CO2-Ziele erreichen will????
von Karle2
#108191
Naja, da Kohlenstoffdioxid 50 % schwerer ist als Luft, letztere fast ausschließlich bestehend aus Stickstoff und ein wenig Sauerstoff, sinkt das CO2 schnell in die unteren Schichten ab. Somit ist es nicht relevant, dass es von Flugzeugen in großer Höhe ausgestoßen wird.

Flugzeugtreibstoff (= ähnlich wie Diesel, aber noch öliger) muss von der Diskussion ausgeschlossen bleiben, denn sonst müsste ja jeder grün Angehauchte was TUN! Keine Ökowanderung mehr auf den Kanarischen Inseln, unvorstellbar.
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