Rund ums Erdöl, Erdgas, Kohle und das Derivat Autogas usw...

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von Kilon
#107599
Russland hat das Beitritts-Angebot der Organisation der Ölexporteure (OPEC) abgelehnt und beschlossen, den Beobachter-Status beizubehalten, wie Igor Setschin, Chef des russischen Ölunternehmens Rosneft, in einer von der Zeitung Financial Times organisierten Konferenz in Singapur mitteilte.


Russland lehnt Beitritts-Angebot der OPEC ab

Dass die OPEC Russland direkt einlädt hätte ich nicht gedacht, wegen der hohen "Förderquote" Russlands. Da es ja ein gewisses Reserven-Produktionskapazitäts-Verhältnis gibt... und ich bin mir sicher, dass Russland in Wirklichkeit über gigantische Vorkommen verfügt, die aber eben in logistisch ungünstigen Regionen, evtl. großer Tiefe etc. lagern, oder im Norden am "Meer" oder Arktis...

Die "Yamal" (1993) und die "50 Let Pobedy" (2007) hatten ihre Kiellegung zwar noch zu Sowjetszeiten, aber sind eben vor 22 bzw. 8 Jahren in Dienst gestellt und die neueste ist auch die größte mit 25.840 Tonnen Verdrängung und 3x Elektromotoren je 17,6 MW bzw. zusammen eben 52.800 kW (71.788 PS) und 2 Nuklear-Reaktoren die auch neben dem Antrieb der 3 Motoren natürlich die nötige Elektrizität bereitstellen. Da geht die Schiffahrt ja kaum bzw. nur mit Hilfe von Eisbrechern und solche großen und neuen, obwohl man noch einige aus Sowjetzeiten hat (Arktika-Klasse hat jetzt 6 Eisbrecher und es gibt noch einige aus anderen Klassen), wurden nicht ohne Grund gebaut, die Russen führen es jetzt fort, und sicher nicht um Güter dort zu transportieren...

Bei dem Preis derzeit sind es zumindest Ressourcen, Reserven erst wieder bei über 100$ das Barrel, und mit jedem Dollar mehr im Ölpreis werden auch die Reserven mehr...

Damit hätte die OPEC echt eine gewaltige Menge an "Macht" gewonnen, ganz besonders in Europa aber auch das Asien-Geschäft... die neuen afrikanischen Förderländer liefern zunächst eh nur vergleichsweise sehr kleine Mengen und Malaysia, Brunei, Vietnam, Indonesien sind jeweils mehr oder weniger bemüht die Produktion auf dem jetzigen Niveau zu lassen (Vietnam), sie evtl. sogar mittelfristig wieder leicht zu steigern (Malaysia?) oder den Decline abzuschwächen (Indonesien).

Über 10,7 Millionen Barrel pro Tag... nun, die OPEC könnte auch an Kasachstan herantreten und später, sollten sich Erfolge in der Brasilianischen Ultra-Deep-Offshore-Förderung zeigen, wäre Brasilien auch ein Kandidat.

Irgendwie wirkt die Aktion aber leicht verzweifelt?!

Die Förderdisziplin ist seit Jahren ziemlich schwach. Wir haben starken Überschuss obwohl wir Kriege/Konflikte (wie man es auch nennt) in Libyen, Syrien/Irak haben... in Algerien und Ägypten (Ägypten produziert immerhin auch rund 900.000 Barrel bzw. knappe 1% der Weltproduktion) ist man in Alarmbereitschaft...

Der Irak hat riesiges Potential ist aber de facto "gespalten", im Süden Basra und Umgebung die deutlich über 2 Millionen Barrel liefern (das zeigt, was EINE der vielen Regionen leisten kann). Dann der Norden der Kurden, sowie einige Ölfelder des irakischen Staates welche die Kurden/Peschmerga kontrollieren, der Rest ist in den Händen des IS, denen fehlt jedoch die Technik um die Felder von 0 auf 100 zu entwickeln...

Dazwischen liegen vieele sehr große Ölfelder, zwischen der Frontlinie der Kurden und des IS sowie der Frontlinie der irakischen Armee und des IS, davon abgesehen ist man auch auf "irakischer Seite", z.b. in Bagdad nicht sicher... Selbstmordanschläge, da wird wohl kaum eine Firma mehrere Hundert Millionen oder gar Milliarden Dollar investieren, besonders bei den winzigen Geldmengen die der Irak (vor dem Konflikt) angeboten hat.

"Majnoon" bei Bagdad usw... da wird unter den jetzigen Umständen natürlich niemand investieren. Ich denke aber dass mind. 6 Millionen Barrel pro Tag (Kurden + Gesamtirak) in mehreren Stufen durchaus erreichbar wären, und in weiteren Schritten bei Bedarf sogar mehr mit westlicher Technik!

Im Iran wäre auch eine viel stärkere Produktion möglich denke ich, aber das will die OPEC ja eigentlich gar nicht, sooo viel Öl auf den Markt bringen, tja und nun haben es eben die USA und Kanada getan und Russland hat sich auch gut erholt... sprich wir haben sooo viele Beeinträchtigungen und dennoch wird viel zu viel gefördert innerhalb der OPEC...

Dafür sinkt die US-Produktion jetzt wie für April/Mai erwartet doch ziemlich rapide, aber eben rund 5 Monate "zu spät", womit im Sommer in den USA viel größere Mengen aus Eigenproduktion vorhanden waren als (von der OPEC? Russland?) vermutet.

Vielleicht zerbricht die OPEC ja an dieser Krise... "US Inflation Calculator":

"If in 2008 I purchased an item for 147.50$ then in 2015 that same item would cost: 163.50$.

Cumulative rate of inflation: 10.8%"

Algerien, Venezuela und Russland brauchten für ihre 2014-Haushalte einen Ölpreis von etwas über 100 US-Dollar. Jedoch wenn der Preis sich auch nur annäherend dieser Marke nähert kommen wieder Ressourcen ans Licht die man eben zeitweilig außer Betrieb gesetzt hatte... Welch ein Dilemma.

Die OPEC-Sitzungen zuletzt bestanden doch wirklich wie ich anderswo hier schon schrieb aus 2 Lagern... Das "Saudi-Kuwait-VAE-Katar"-Lager ist für hohe Produktion auf Kosten des Preises und das "Iran-Venezuela-Ecuador"-Lager ist für Produktionskürzungen um den Preis zu steigern...

Zerbricht die OPEC evtl. noch daran?! Bei 100$ werden auch wieder Ölsande attraktiv... und ich bin mir sicher, dass man da auch Methoden findet effizienter zu arbeiten...
von Kilon
#107741
Die OPEC ist echt verzweifelt wie es scheint...

Habe es auch im Wikipedia-Artikel geändert, nach Korrektur von Spekulationen usw (gehören nicht in Wiki) blieb dann das:

Indonesien kündigt fast 7 Jahre nach seinem Austritt an, der OPEC im Dezember 2015 wieder beizutreten. Das Land ist trotz Bemühungen die Ölförderung so hoch wie möglich zu halten nach wie vor ein großer Netto-Importeur von Erdöl und Ölprodukten. Experten vermuten, dass die OPEC nicht mehr nur Exportanteile unter ihre Kontrolle bringen möchte, sondern die Erdölproduktion an sich.


Indonesien kehrt zurück, wie Ecuador einst. Jedoch als Importeur. Ich glaub die OPEC will damit ihr Förderziel offiziell auf rund 31 Mio Barrel erhöhen, dass sie evtl. selbst Erdöl oder Benzin, Diesel/Kerosin nach Indonesien exportieren werden ist dann das paradoxe...

Es wurde dort entfernt weil Spekulativ, aber ich vermute, dass die OPEC jetzt eben wirklich Ölproduktion unter ihre "Kontrolle" bringen möchte wo es nur geht.

Indonesia is projected to produce 850,000 barrels a day this year, according to a Nov. 13 report from the International Energy Agency. That’s about 789,000 less than it consumed last year.


Sprich etwa 55% Selbstversorgungsgrad und 45% Importversorgung? Bei der Produktion jedenfalls deutlich mehr als Ecuador. Wäre Russland beigetreten, hätte man ebenfalls einen massiven Zuwachs gehabt. Jedes produzierte Barrel mehr unter OPEC-Kontrolle stärkt die Position der OPEC irgendwie ja doch...

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man noch viele andere Einladungen aussprechen wird. Da gibt es noch einige kleine Länder, teilweise Ex-Mitglieder (Gabun z.b.) oder "Äquatorialguinea" und sonstige kleine Produzenten, gerade in Westafrika steigt die Produktion wohl auch. Jedenfalls bevor der Preis so abstürzte wollte Ghana seine Produktion auf über 200kbpd ausweiten in einem 1. Schritt, später mehr... Kolumbien ist ebenfalls ein Ölexporteur, inzwischen eine nicht unerhebliche Quelle für US-Importe. Jedoch besteht eine große Feindschaft zwischen Venezuela und Kolumbien. Keine Ahnung ob so eine Einladung "einstimmig" sein muss? Nun, der Iran und Irak haben ja sogar 8 Jahre lang Krieg geführt vor rund 30 Jahren und sind trotzdem weiterhin Mitglieder.
von Tourix
#107744
Naja, Indonesien steht für das übliche hin und her der Staatspolitik.
Das würde ich nicht weiter wichtig nehmen.
Ein anderes Kaliber ist dagegen Russland.
Warum will Russland nicht in die OPEC ?
von Kilon
#107750
Förderquote? Damit Russland eine Förderquote die über der (offiziellen) von Saudi-Arabien liegt bekommt, müsste Russland seine Reserven massiv "erhöhen" bzw. wie ich eben denke, eingestehen, dass alleine Russland über Unmengen an geheim gehaltenen Reserven/Ressourcen verfügt, ich mein fast 18 Millionen km² Fläche und Förderung von etwa 4 Milliarden Barrel jährlich bei (s.u.) niedrigen Kosten in den meisten Fällen im einstelligen Dollarbereich je Barrel

Da gibt es unzählige Gebiete die noch nicht so richtig erkundet wurden zu denen dazu, die teilweise oder recht gut erkundet worden sind (West-Sibirien recht gut, Ost-Sibirien noch nicht so gut beispielsweise) oder eben doch aber "Top Secret" sind, habe bei Wiki vor paar Jahren mal die Lukoil-Seite etwas aufgemotzt die Deutsche und auch eine neue Seite zum "Timan-Petschora-Ölfeld" (glaube damals und auch bis jetzt noch das effektivste einzelne Ölfeld des Konzerns) erstellt.

2004 hat Lukoil in dem Feld "nur" 11,732 Millionen Tonnen gefördert. 2009 waren es dann sogar 21,662 Mio Tonnen und dann kam der Absturz bis 2011 wo es noch 17,547 Mio waren und 2012 sogar nur 15,634... Davon gibts in Russland IMHO hunderte solcher Felder, vlt. einige ein kleines bisschen kleiner, aber... die Weltversorgungslage mittelfristig würde sich ja auch ändern wenn Russland z.b. über 200 Milliarden Barrel zusätzlich als Reserven ausweist, und kein Ölsand, Ölschiefer etc... sondern höchstens Schweröl ein wenig und sonst normales konventionelles Erdöl...

Egal ist gut, dass Russland nicht rein ist. Das würde ihre (OPEC) Förderung sofort auf über 42 Millionen Barrel erhöhen.

und wie der Rosneft-Chef letztens sagte, Russland ist "bereit" für die kommende Zeit weil die IEA ja sagte bis 2020 muss man evtl. mit 20 US-$ je Barrel rechnen zeitweise, vermutlich nächstes Jahr und 2017 wenn die mangelnde Investition in fast allen Ländern der Welt eben seine Wirkung zeigt, vermutlich schon wenn sich dann tatsächlich ein großer Bedarf bei täglich sinkender Förderung abzeichnet werden die Märkte reagieren mit höheren Preisen und Länder wie Saudi-Arabien die noch freie Förderkapazitäten besitzen springen dann ein... Der Iran kommt ja bald auch wieder an, und dort hat man viel Öl angesammelt in Schiffen, Häfen, Tanklagern/Raffinerien...

In Russland liegen die Förderkosten bei 3 bis 15 US-$ pro Barrel sagte der Rosneft-Chef, je nach Feld. Der Rest sind Steuern... ich hätte mehr gedacht, also eher sowas wie 8 - 20 US-$ oder so..und dann noch viele Minifelder mit 25-40 US-$ wenn nicht zufällig demnächst in der nähe solcher Felder Schienen verlegt werden oder Pipelines...

sogar nach dem Zerfall der SU, da waren es über 22 Millionen km²... da muss es ja unzählige Ölmengen geben^^ Dazu noch Offshore im Norden, das ist noch tabu (siehe Kaschagan...), aber ka ob die globale Erwärmung es dort etwas leichter macht. Ich will nicht wissen, was Putin und die wenigen Oberchefs von Unternehmen wie Rosneft usw wissen...

Lukoil als privates Unternehmen wird wohl nur wissen wieviel Reserven in den relativ wenigen, oft "zweitklassigen" (Infrastruktur etc) Gebiete wo sie fördert besitzen.

Weil 60 bis 80 Milliarden an Reserven (ich glaub bei einem Ölpreis von ~65$ sind die Zahlen) derzeit reichen niemals aus um über 10,5 Mio Barrel zu kriegen, kurz nach dem Preiscrash 2008 waren sie zu Beginn im CIA Factbook sogar auf 30 Mrd. Barrel runter die Reserven.

Jedoch Erdgas gewinnt rasant an Fahrt. Noch vor dem Preiscrash 2008, also im Frühling oder Frühsommer sagte Shell für 2011 - 2012 schon vorraus, dass man mehr Erdgas als Öl fördern will (vermutlich auf Basis vom Energiegehalt?!) und inzwischen ist Shell da sehr aktiv, in Katar hilft man bei dem GtL. In Asien ebenfalls bei zahlreichen Ländern bei den Flüssiggas-Terminals... Nun dort ist Russland neben dem Iran und Katar ja auch eine "Gas-Weltmacht", man hat bisher viel auf die Türkei gesetzt (von der Krim aus über das Schwarze Meer sind Öl- und Erdgaspipelines gebaut worden und langfristige Verträge über die Abnahme mehrerer Milliarden m³ Erdgas jährlich geschlossen worden).

Im Gegensatz zu uns ist die Türkei jedoch absolut nicht auf Russland angewiesen. Ceyhan im Mittelmeer ist ein großer Öl-Umschlaghafen und auch beim Erdgas kann man auf das irakische Erdgas aus der autonomen Region Kurdistan zurückgreifen, ebenso ist Aserbaidschan eine Möglichkeit, und dafür müsste man noch Pipelines legen, aber... der Iran. Pipelines über das Kaspische Meer (Von Osten ergo Kasachstan und Turkmenistan nach Westen ergo Aserbaidschan) sind ja bereits geplant, nach Osten verlaufen dort auch Pipelines nach China, was auch die Chinesische "Abhängigkeit" von zukünftigen Gasimporten aus Russland stark verringert. Die Russen verlieren ein wichtiges Abnehmerland und auch ein wichtiges potentielles Transitland für ihre geplanten Routen. Bei dem kleinen Verbraucher wird sich das kaum bemerkbar machen, bei Großkonzernen und der steigenden Anzahl an Gaskraftwerken bei uns (die AKW's und Kohlekraftwerke ersetzen...) macht sich praktisch jeder Dollar je 1000 m³ Erdgas bemerkbar.

Keine Ahnung wozu das Krieg dort führt, aber davor und auch nach 2011 galt die Türkei weiterhin als Wachstumsmarkt. Wachsende Bevölkerung, steigendes Pro-Kopf-BIP und auch Einkommen, steigender Verbrauch von Energie trotz der höchsten Benzinpreise in Europa (wird wegen dem kleinen Zipfel dazugezählt und man zahlt dort in der Tat noch einmal 30 - 40 Cent mehr als bei uns, also jetzt je nach Region sicher 1,60 - 1,70€ umgerechnet...). Trotzdem wuchs der Verbrauch zuletzt, beim Erdgas noch stärker...
von Kilon
#107887
Hmm, habe eben im CIA World Factbook auch mal Russland gelesen. Denn es wird ja eine deutliche Rezession für 2016 erwartet. Die "BIP"-Daten im Factbook sind (für Wikipedia etc.) Schrott weil PPP (Kaufkraftbereinigt), da fiel mir auf:

GDP (purchasing power parity):
$3.577 trillion (2014 est.)
$3.556 trillion (2013 est.)
$3.51 trillion (2012 est.)

GDP (official exchange rate):
$1.861 trillion (2014 est.)

Sprich man rechnet so, dass 1 US-$ fast 2 US-$ Kaufkraft hatte 2014 in Russland, etwas weniger aber definitiv über 1,90$. Das war bei:

Russian rubles (RUB) per US dollar -
38.378 (19 December 2014 est.)
38.378 (2013 est.)
30.84 (2012 est.)
29.382 (2011 est.)
30.368 (2010 est.)

Sprich bei stabilem Rubelwert. Heute steht der Rubel bei:

1 US-Dollar = 77,8998208 Russische Rubel. Ich glaube kaum, dass Nvidia/AMD/Intel/Samsung/Kingston/Microsoft etc. Grafikkarten, Prozessoren, Arbeitsspeicher, (SSD-)Festplatten usw. in Russland herstellen, höchstens Endmontieren... Daher ein Desktop -PC der Weihnachten 2014 noch für 37.999 Rubel zu haben war gäbe es nun für 77.999 Rubel oder so in etwa :> Allerdings ist bei diesen Dollar-Löhnen dann Russland ein attraktiver Markt? Sogar Samsung hat umgedacht: Vietnam und Philippinen ist der Produktionsort der letzten beiden Samsung-Artikel die ich gekauft habe, es wurde nur in China verpackt und aufs Containerschiff verladen.

Sprich nach kurzfristiger Stabilisierung auf 29,382 im Jahr 2011 ist der jetzt total abgesackt auf weniger als die Hälfte des Wertes im CIA Factbook.

Dass die Russen nicht in die OPEC sind, ist aus russischer Sicht eigentlich dann doch idiotisch, denn wenn die OPEC sogar Indonesien reinlässt... dann wird sie sicher keine "Sanktionen" verhängen gegen Russlands hohe Förderquote... zugleich hätte man den Exporteur Nr. 2 und Produzent auf saudischer Augenhöhe mit an Bord. Mit Indonesien wären dann aktuell gute 42-44 Millionen Barrel Förderung und besonders bei den Exporten würde man dank Russland stark in Prozent zu legen.

Gut für uns jedenfalls, denn dann wäre Deutschland auf einen Schlag zu über 50% (ich glaub sogar über 60%) von der OPEC abhängig, bei anderen Ländern wäre es teilweise noch schlimmer.
von Tourix
#107890
Die Opec dürfte bei weitem nicht eine derart gewaltige Marktmacht haben.
Die OPEC ist sich nur dann einig, wenn der Kurs den einzelnen Mitgliedern passt.
Insofern gibt es umso mehr Ärger innerhalb der OPEC, je weiter die Einzelinteressen auseinanderliegen.

Russland steht derzeit - obwohl es verwunderlich ist - bei weitem nicht so schlecht da,
wie zu Zeiten von Boris Jelzin. Russland hat Reserven von 400 Milliarden und wäre kaum verschuldet.
Es kann natürlich sein, dass das klammheimlich und unbemerkt geändert hat, aber das ist bislang eben nicht bekannt.
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von Axel F.
#108053
Jaja, gestern verkündete die Opec eine massive Kürzung der Förderquoten oder so.

Eine Ankündung.

Wird dann Ende November verhandelt.

Ähnlich der Verbalakrobatik der USA wegen Zinserhöhung.
von Kilon
#108078
Ja sie verlor an Macht... als ich anfing mich für Öl zu interessieren lag der Verbrauch im oberen (aber noch nicht oberstem) 80er Millionen Bereich. Jetzt sind wir bei ~96 oder minimal über 96 Millionen Barrel. Jedoch gerade in den vergangenen Jahren kam der zusätzliche Verbrauch nur sehr eingeschränkt aus den "reichen" Ländern,

in Afrika gilt: Kleinvieh macht Mist, in vielen Staaten die wachsen (Tansania war meiner Schwester gerade, bei Etihad hat sie den Großteils der Welt gesehen, sie war dann später noch in Nepal (Reisekosten hoch für die... Flgzeuge ;) Sie war auch in Zimbabwe und anderen Staaten dort in ihrer Tour in Süd-Ostafrika, die wohl wirtschaftlich schwächste Region der Welt als ganzes... da ist der Ölverbrauch "steigend", weil von den 10 Millionen neuen Einwohnern die kürzlich in der Demokratischen Republik Kongo, Tansania, Madagaskar, Simbabwe, Lesotho etc...

1 zusätzliches Fahrzeug je 1.000 Einwohner ergo je 1 Million Menschen das wären dann 1.000 neue Fahrzeuge. Bei 10 Millionen sind das 10.000 Autos... minimal höheres Wachstum vielleicht, interessant aber nicht relevant ökölogisch passieren,

Passend zum Thema Etihad, China ist bekanntlich seit 1993 eine Netto-Öleinfuhr, jedoch sind die Chinesischen Zahlen für 2015 alle "geschönt", weil die Chinesen letztes Jahr zum Schnäppchenpreis (wie lange der anhält war ja nicht abzusehen) ihre minimalen Strategischen Reserven aufgefüllt haben (ich glaube sowohl Militär als auch Zivil gab es davor weniger als 300 Millionen Barrel, die großteils nach dem 2008er Ölpreis-Crash aufgebaut worden sind, für ein Land mit über 9 Millionen Barrel Verbrauch (unbekannt wieviel davon nun militärisch ist, ich meine immer hin verbrauchen diese Panzer welche die Chinesen jeweils von jedem Modell in mittlerer 5-stelliger Zahl nachgebaut haben zwischen 250 und 500 Liter je 100 Kilometer (Straße/Gelände, Modell, Diesel oder noch uralt Benziner in der Reserve oder als Teil eines Deals für Nordkorea, die Chinesen liefern kostenlos das Minimum an Nordkorea damit die Piloten die jährlichen 30-Stunden fliegen können um "im Takt" zu bleiben, diese Lieferungen sind relativ kostspielig, da es sich hierbei zwar um mäßig (Ersatzteile gabs nicht soo viele, und nach und nach wurde die große Zahl die man noch vor dem Tod des Führers 1994 aus der Sowjetunion erhielt, also er hatte einen guten Draht und eine Flugphobie zwar, er reiste immer mit Mercedes 600 ("Präsidenten Klasse" damals von uns als Kinder genannt wenn wir einen 500 gesehen haben, dann sagte irgendeiner immer, 600 fahren Präsidenten, Bundeskanzler, der Papst usw...),

daher wurde im Laufe der Zeit nach 1991 aus einem 200 Flugzeug Geschwader von MiG sowie Sukhoi (Su-XX) und anderen Flugzeugen, Antonow (Transporter), Iljuschin als Zulieferer aber auch im Warschauer Pakt-Staaten sowie weiten Teilen Asiens und Afrikas die nicht "US-Hilfe" erhielten, dort machten sich die Iljuschin als Passagierflugzeuge für die damals doch sehr grenzten Passaigerzahlen, aber dennoch, jedes Flugzeug exportiert war ein Erfolg für die Sowjetunion, besonders wenn es ein nicht sowjetische Puppenstaat (= ganz Osteuropa und die Zentralasiatischen Sowjetrepubliken bis an die Sowjetisch-Afghanische bzw. Sowjetische-Iranische Grenze... , die Distanzen und die Zähigkeit (sie wurden gebaut um extremen Witterungsbedingungen stand zu halten) zeigte sich positiv, wer jedoch einkaufte, gleich noch mehrere, also 2-stellig, der war eigentlich schon halb "unten durch" und als Kommunist markiert... daher entstand das Boeing(Airbus-Doupol), welches bei Turboprop-Maschinen für bis zu rund 100 Passagiere, aber auch 50 Passagiere, so langsam durch dieses Europäsche joint-Venture in Angriff genommen wird (wäre wohl sonst was für die A318, die allerkleinste der A320, sie wurde soweit ich weiß nicht mal als neo weitergeführt, während erste A320 neo (sehr effizient!) bereits in der Luft sind und wöchentlich kommen glaube ich einige dazu, es stehen bei Airbus eh noch einige Tausend Bestellungen aus.... da checke ich nicht, ob die Käufer das angegebene Lieferdatum (2017 - 2019) speziell so wollen in den Entwicklungsländern?! Sonst wäre es ja klug in Europa die Produktion der A320-Serie zu verdoppeln oder sogar mehr als das...

In den nordkoreanische Militär-Geschwandern war dann nach dem Zerfall des einstigen so hilfreichen Verbündeten, mit China praktisch die beiden einzigen Ländern die große Mengen Kraftstoff und Waffen aller Art, eben auch für die Luftwaffe lieferten, dann wurden eben wie gesagt aus 200 Geschwandern ein 150, später 125 usw als der Ersatzteilmangel dazu führte, es gab zwar weltweit mehr als genug Ersatzteile zu kaufen, denn das neue Russland der 90er hatte wirklich nichts zu verschenken... bitterste Armut plötzlich nach dem der Kapitalismus im Jahr 1991 an die Russische Tür sowie die Türen der ehemaligen Republiken die voller Freude (zu der Zeit noch) ihre Unabhängigkeit ausriefen...

Jedoch was die Luftgeschwader angeht, man muss bedenken, dass Kerosin, besonders miliätrischer meist 0,775kg/Liter - der "Mittelwert" ist aber 0,800kg/Liter. Die wirklich "mächtigen" sowjetischen Maschinen hatten in der Regel ein hohes Leergewicht sowie bei mäßiger Beladung... der Tank war zu der Zeit bzw. eine ganze Zeit über zwischen etwa 8.000 bis gute 10.000 kg angelegt. Wie gesagt, bei 8.000kg bedeutete das mind. 10.000 Liter, bei den anderen Modellen nahe bzw. im 10-Tonnen Bereich, waren Tankfüllungen von 12.500 Liter + 2 Außentanks möglich.

Das schafft Nordkorea auch Heute nicht, ein Geschwander, Schwadron oder was auch immer, zu den Paraden (Todestag des Führers, nach einer 3 jährigen (!) Staasttrauer, während der 2 Millionen Menschen etwa verhungerten) Kranke Scheiße... aber dank China können sie fliegen, die Marine auch einige wenige Manöver abhalten, damit die Dinger nicht einrosten... Ich frage mich wieso man sich so gut mit "Kim 3.0" (Pjöngjang/Nordkorea) beschäftigt, okay es gibt da für regionale Verhältnisse größere Kohlevorkommen, aber die würden China kaum was bringen von der Menge her, aber viel wird inzwischen wegen der Schliessung der unsicheren Kohleminen. Man könnte helfen Nordkorea die Kohle-Industrie aufzupeppen im Gegenzug so und soviele Millionen Tonnen (oder über 1 Milliarde Tonne?!), na jeden falls: Gute Beziehungen und Unterstützung, während der Hochpreisphase 2012 und 2014 wurde mal 2 Jahre ausgesetzt = Resultat, die Luftwaffe blieb großteils am Boden, die 30 Stunden pro Jahr erreichten nicht mal alle "Senior" Flieger,

USA spielen verrückt mit Trump (Alptraum), seine Politik,

vielleicht wird mein interesse für u.a. Waffen-Videos, besonders Panzer und Flugzeuge ja mal was bringen, weil irgendwie... die Saudis kriegen langsam die Geldnot, sie müssten ihre Staatsanleihen in den USA verkaufen, jedoch war die nach der Jalta-Konferenz unter 4 Augen mit Ibu al-Saud hieß er glaube ich ganz genau, daher ja auch der Name des Landes. Jedenfalls wurde dort ja so festgelegt: Ihr liefer Öl wir schützen euch, was keine leere Versprechung war, siehe 1990 ("1. Golfkrieg) als eine Streitmacht von, je nach Definition, über 50 Divisionen á 10.000 Mann die Stellung an der Grenze Saudi Arabiens zu Kuwait waren extrem massiv beschäftigt Unmengen an Zeug (Waffen) zu entpacken...

Ich glaube diese Zeit ist vorbei... "Ihr sorgt dafür, dass Öl verfügbar ist, ihr versucht einen Preis zu finden mit dem ihr Leben könnt, aber übertreibt es nicht, naja... die OPEC "braucht" ~100 US-$ da sie seit dem Jahr 2000 langsam aber Stück für Stück "verwöhnt" wurde. Jetzt heißt es: Kompromiss....und Russland als wesentlich kleinere und auch wesentlich schwächeres Land sieht sich in den Augen Putins jedoch als "gleichberechtigt" mit den USA. Die Zahlen und Fakten sagen da etwas anderes, schon das Sowjetimperium war am Ende hoffnungslos verschuldet, jetzt ist man deutlich kleiner,

viel von der "nutzbaren" Fläche im Westen und Süd-Osten ging "verloren", die Ressourcen sind das einzige was Russland noch zu einer leicht höherwertigen Regionalmacht macht, praktisch alle Rohstoffe der Welt, Unmengen an Erdöl und Gas...... dazu der Militär-Sektor, wobei das Russische Militärbudget nicht mal 50% des chinesischen Budgets ausmacht...

Ich glaube die Saudis werden was an ihren Ausgaben ändern müssen, weg von diesem Müll, der oben genannte Staatsgründer,
von Kilon
#108111
Ich habe eh nie verstanden oder tue es bis Heute nicht, wieso bei "unerwünschten" Preisen diese "Macht", naja ein Monopol ist es nicht direkt, aber sagen wir bei etwas mehr als 1/3tel der weltweiten Ölproduktion und beim Export sogar noch mehr, liegt gewaltige Macht.

Dann dachte ich so in der Form, wo wir jetzige Beispiele gut nehmen können:

Ölpreis: 44$ - Fördermenge Irak: 4.400.000 Barrel/Tag (zuletzt als die alten Felder die teilweise noch 2. Weltkriegs-Equipment oder kurz darauf in den 50ern installierte Anlagen hatte, pumpt jetzt aus nur einer von unzähligen Regionen praktisch den absoluten Bärenanteil an den irakischen Exporten die 2003-2008 wegen der Sicherheitslage kaum verbessert worden sind, trotz traumhafter Preise damals, und jetzt wird in Basrah und Umgebung alleine deutlich über 2 Millionen Barrel exportiert und auch für den irakischen Eigenbedarf in Basrah und Umgebung bzw. Süd-Irak und für den Schiffsbedarf dort gefördert, was schon zeigt wie mächtig ein beliebiges Feld im Irak ist wenn es richtig modernes Equipment bekommt, der einzige echte Hafen Iraks dort, viele Schiffe laufen dort ein (auch normaler Handel) und einige davon sind durstig, und große Schiffe sind entsprechend stark durstig...

Kurdistan hingegen hat der Irak wieder eine extrem niedrige "Quote" zugestanden, daran weren die sich nie halten.... Sie produzieren über 600.000 Barrel (mit Luft nach oben) aber laut Baghdad sollen sie nur 250.000 Barrel über Aserbaidschan und Georgien in die Türkei leiten?! Das sehe ich nicht....

44$ * 4.400.000 Barrel/Tag = 193.600.000 US-$/Tag, kürzt man nun 400.000 Barrel, also auf glatte 4 Mio, würde diese Aktion alleine schon bemerkt werden und der Preis würde steigen, selbst wenn er von 44 auf nur 47$ steigt, hätten wir:

47 * 4.000.000 = 188.000.000 US-$/Tag! Gerade einmal 5,6 Millionen US-$/Tag weniger... außerdem kann man u.U. die teuersten Förderprojekte auf Eis legen. Jedoch bleibt es ja nicht bei so kleinen Sprüngen, ich denke bei 48 US-$ wären wir schon in etwa bei der selben Einnahme wie bei 44$. Wir haben Brent auf Tageshandel zeitweise über 56$ springen sehen, WTI irgendwo zwischen 52 und 54$ in der Regel...

Obiger Rechnung zufolge, nimmt die OPEC jetzt mehr Geld ein als zu vor, exportiert spürbar weniger, das kann die OPEC doch eigentlich fast immer so machen, kein Land alleine kann dem entgegen Steuern, wenn die OPEC sagen würde: Quote bei 32,0 Mio (ohne Libyen/Gabun und seinerzeit Indonesien), kürzen wir jetzt auf 30 Mio... die Lager würden vermutlich wirklich langsam sinken und der Preis steigen und man hätte mehr Geld für weniger Öl. Man könnte auch mehr kürzen sogar noch.... das verstehe ich nicht, aber nun gut....

Bisher sind alle Berichte positiv was die Kürzungen angeht ausgenommen den Irak, so weit man das beurteilen kann überhaupt und sooo schnell... auch die sich "spontan" anschliessenden Länder wie z.b. der Oman, Russland, Ägypten (so oder so gerade so autark, aber auch kleinere Mengen die exportiert werden da in den südlichen Provinzen Öl aus dem (Süd?!)Sudan ins Land gelangt, so spart sich Ägypten lange Transportwege in die südlichsten Gebiete und kann hier und da Fertigprodukte (da liegt ja viel Profit mit drine, wenn man es selbst nur teilweise raffiniert auf eine "Vorstufe" oder wie die EIA sagt "unfinished oils" sowie Naphta bzw. "Rohbenzin" für die petrochemische Industrie.......

der Oman wurde übersehen und unterschätzt, wird jedoch wohl nie OPEC-Member werden, hat jedoch gleich am 4. Januar in der Online-Ausgabe seiner Tageszeitung geschrieben, dass man sich bereits mit einer Kürzung von 45.000 Barrel/Tag anschliesst, Russland hat zwischen dem 1. und 8. Januar eine Ölproduktion von 11,10 Mio Barrel gehabt. Im Dezember waren es 11,21 Mio und im November sogar noch 11,24 Mio... Sprich rund 110.000 Barrel/Tag hat Russland in den ersten Tagen des Jahres gekürzt, davor gab es 2016 immer wieder neue Rekorde für Russland in seinen heutigen Grenzen ohne die anderen Sowetrepbuliken, aber auch da hat man einen neuen Höchstwert mit über 11,24 Mio Barrel letztes Jahr und insgesamt im Schnitt über 11 Mio Barrel das gesamte Jahr durch,

das große Wüsten-Reich Oman mit geschätzten 3,5 bis 4 Millionen Bewohnern (wobei in etwa mind. 1/3tel Gastarbeiter sind, wie gesagt es gibt nur wenige echte Einheimische, die Ölförderung pro Kopf beträgt was die Einheimischen angeht sicher 0,5 Barrel/Kopf/Tag, Erdgas und andere Industrien sowie die Exklave hat man auch noch, tja, die Doomer wissen gar nicht mehr was sie noch sagen könnten....

Oman damals für tot erklärt so wie die gigantische West-Sibirische Ölregion nach dem Zerfall der Sowjetunion durch die neuen russischen Ölfirmen denen das Know-How fehlte, jedoch haben die Preise zwischen 2000 und 2008 zu Exploration geführt und die Produktion von ich glaube rund 500.000 auf knapp 1 Mio Barrel täglich steigern lassen im Oman.

Russland: 110.000
Oman: 45.000
Ägypten: Nicht genau bekannt, aber die Fertig-Produkt-Exporte werden eingestellt,
OPEC: 1.800.000 (geplant)

Sprich insgesamt werden über 2 Mio Barrel weniger auf den Weltmarkt kommen, eher so ~2,5 Mio Barrel täglich....

Ich kann mir denken, dass auch Kasachstan und Aserbaidschan aus Eigeninteresse kleine Kürzungen vornehmen (wie bei der 2008er Panik ist auch hier jedes Land und jede 1.000 Barrel weniger ein Grund für den Ölpreis anzuziehen, sofern der €uro nicht unter 1 Dollar noch rutscht (oder ist er schon?!?!),

Für mich zeigt es nur wie ewig das Erdöl noch reichen würde, in Mexiko hat es ja diese extremen Plünderungen und Demonstrationen gegeben wegen der 20%igen Preiserhöhung durch den Präsidenten Mexikos und der staatlichen PEMEX... Die Mexikaner müssen paradoxerweise schon seit sehr langer Zeit mehr oder weniger Erdöl (zuletzt für sie leider weniger...) exportieren in die USA und im gleichen Atemzug müssen in Texas raffinierte Fertigprodukte importiert werden, wieso sie diesen Zustand seit Jahren so haben und keine neue Raffinerie bauen ist mir ein Rätsel, aber ist wie gesagt so, zur Freude der USA...

insbesondere Benzin für die Zivilbevölkerung, importiert werden. Vermutlich muss man rund 2 Barrel Erdöl in die USA liefern um 1 Barrel Benzin zurück zu erhalten in etwa...
Bei 60$ oder mehr würde wieder Fracking, Horizontal Drilling, verstärkter Abbau von Ölsanden usw. kommen.... ein Teufelskreis wo ich keinen Weg sehe ihn zu durchbrechen außer eben unter dieser Marke zu bleiben, aber die US-Firmen versuchen auch Wege zu finden ihre Produktion so günstig wie möglich zu gestalten....

ich weiß nicht wie die OPEC das managen will, Indonesien hat den Beitrag nicht gezahlt und ist streng genmmen jetzt wieder nach Dez 2015 - Dez 2016 eigentlich kein Mitglied mehr (auch idiotisch bei einem Land welches über 50% seines Erdöls importieren muss in einen Exporteur-Club zu kommen.....
von Kilon
#108160
+ Äquatorialguinea (Westafrika, unweit von Gabun und Nigeria) als 14. Mitglied (Indonesien bereits wieder rausgerechnet) trat im späten Mai 2017 der OPEC bei. Die Produktion liegt ähnlich wie beim 2. jüngsten Mitglied und naheliegendem Gabun ebenfalls deutlich unter bisherigen OPEC-Ländern mit 250.000 Barrel grob pro Tag und laut CIA World Factbook etwa 1,1 Milliarden Barrel an Ölreserven. Jedoch ist das keine gute Quelle für Öl und Gas und Schwarzafrika bietet eh mehr, bisher ist der Großteil der Produktion im halbwegs kontrollierbaren Norden mit funktionierenden Staaten (MABGREB oder so?

Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten inkl. Sueskanal... Südlich davon beginnt der (Rest-)Sudan. Durch seine Lage ist der Tschad glaube ich neben dem Südsudan (Referendum, vormals war der Sudan kein Binnenstaat bevor die Minderheit des Landes mit der Mehrheit der Ölreserven sich jedoch zu einem eigenem Staat wählte, die Infrastruktur muss so mies sein, dass Züge oder LKW für die Ölexporte über Kenia oder gar Äthiopien nicht in Frage kommen und der Norden erpresst den Süden und China kann sich nicht entscheiden ob es diplomatische Spannungen mit Khartoum riskiert indem es dem Kredit für eine Pipeline durch Kenia finanziert und diese wie üblich mit eigenen Mitarbeitern die aus China kommen gebaut würde, 2/3tel der Reserven hat der Süden, aber China will die Machthaber im verbleibenden Sudan in Khartoum wohl nicht verärgern,zumal der Sudan eben weiter hin eine Anbindung kurz vor der Meeresenge zum Sueskanal hat... geht hier verglichen mit anderen Regionen ja auch um vergleichsweise bescheidene Summen. 500.000 Barrel hatte das Land zusammen, der Süden könnte wohl keine 300kbpd mehr herstellen aktuell und der Norden schafft auch keine 200..... und in Darfur geht das Sterben weiter.

nun, die im Südsudan sind und bleiben eh bettelarm, egal selbst wenn man sofort einen optimalen Exportweg finden würde. Kaum jemand kann gut lesen und schreiben, Facharbeiter praktisch nicht vorhanden. Fließend Wasser und Strom auch nicht, dafür gibts wie immer: Waffen... und die werden benutzt, AK-74, AKM, RPG's... Mörser gegen die Milizen die der Norden unterstützt. "DIA" wie Leo Dicaprio in dem Blutdiamanten-Film sagt zu seinem Südafrikanisch-Holländischem-Hybrid-Freund... "Das ist Afrika.."

der einzige Staat in Schwarzafrika mit nennenswerter Ölproduktion (~100kbpd) sowie einer Pipeline vom Tschad bis nach Nigeria die durch ExxonMobil gebaut wurde und betrieben wird ist eben der Tschad. Wenn das Öl wirklich auf mittelfristige Sicht droht knapp zu werden würde man weiter suchen und Länder wie den Mosambik evtl. ermöglichen Öl zu produzieren durch eine Schutztruppe die sinnlose Kämpfe um "Ansprüche" unter irgendwelchen Warlords beendet... jedoch werden wir da wohl alle nicht mehr sein, und der Otto- und Dieselmotor auch kaum noch?

Die OPEC nimmt ab sofort wirklich jeden Netto-Exporteur auf.... bis auf Russland hat bisher jeder Staat glaube ich zunächst zugesagt...
von Kilon
#108165
The Kharg oil terminal in Iran has increased its crude oil loading capacity to 8 million barrels per day (bdp), three times the current Iranian crude and condensate exports, the managing director of the Iranian Oil Terminals Company (IOTC) said over the weekend.

According to official data quoted by Iranian economic daily Financial Tribune, Iran’s exports are currently more than 2 million bpd of crude oil, plus another 600,000-700,000 bpd of condensates.

The Kharg oil terminal crude loadings account for 95 percent of Iran’s crude oil exports, Pirouz Mousavi, the managing director of IOTC, was quoted as saying by the oil ministry’s news service, Shana.

Vessel traffic at the Kharg has been rising since some of the Western sanctions against Iran were lifted in January 2016, according to the manager.


Habe mal die Oil Charts betrachtet auf lange Sicht, und erstaunlich, immer wenn es (geo-)politisch nötig war, ist die Ölproduktion in Libyen (1973 noch recht frisch aber dennoch problemlos bei Marktpreisen von 1 bis 1,25 US-$ per Barrel auf 3 Mio bpd gebracht in 15 Jahren), dann Ölkrise 1973, und über Nacht fällt die libysche Produktion plötzlich auf die Hälfte und verweilte seit dem dort (1973 und davor war Libyen eines der wenigen Länder mit einer Produktion von mehr als 1 Barrel je Einwohner und Tag), dann Iran. Khuzestan großteils im heutigen Iran, aber auch Teile im Irak. Vielleicht die Größe Deutschlands aber de facto eine fast zusammenhängende Ansammlung von Ölvorkommen mit ich glaube an die 100 Mrd. Barrel auf beiden Seiten... darum ging es auch im Krieg zwischen dem Iran und Irak 1980 bis 1988... um die Ölfelder in Khuzestan, dem Irak hätten also 5 oder 10% des westlichen Irans "gereicht" aber es wurde zum Stellungskrieg mit über 1 Million Toten insgesamt...

Der Irak und Iran sind auch abgefallen und nie wieder "hoch" gekommen, was aber wie die aktuelle Situation zeigt nicht am Ölfeld jeweils liegt. Alleine Basrah musste wegen dem IS-Kram und dem Vorstoß von Kurden nach Mossul, Kirkuk usw. und die dortigen Ölfelder haben die Kurden gehalten (und vermutlich auch ein wenig gefördert bis die irakische Armee es auch mal schaffte ihre eigenen Landesteile dort zu erreichen),

Algerien ist nicht gaaanz am Limit aber am Limit des sehr leicht förderbaren Öls, für mehr müsste man einiges investieren. Katar ist so oder so jetzt ein Sonderfall.. der Iran jedenfalls will wieder hoch wie auch der fertiggestellte Umbau des schon vorher wichtigsten Terminals in Kharg, 8 Mio Barrel, 2 + 0,7 Mio Kondensate...

und das Potential nach oben ist groß, im Irak auch wenn diese Förderkürzungen auch im Irak vollständig ignoriert werden, wobei der schwache Dollar und Abbau von US-Ölreserven für einen guten Preis sorgt, also will Russland gemeinsam mit den Saudis und anderen noch ein mal 3 Monate Kürzung dranhängen, der höhere Preise schwächt zwar leicht die Nachfrage-Märkte in Indien, China usw. aber alles in allem wohl der klügste Schritt, die USA jedoch sind unbeeindruckt was ihre eigene Produktion an geht, solche Werte gabs zuletzt vor weit über 30 Jahren in den USA.

Mal sehen was passiert, Gabun und Äquatorialguinea sind ja jetzt auch in der OPEC als Mini-Produzenten und Nachbarn direkte, und beide auch unweit von Nigeria. Die nehmen jetzt echt jeden auf wie es scheint. Würde mich nicht wundern wenn der Tschad noch dazu kommt, immer hin hat Exxon eine 100.000 Barrel Pipeline aus dem Tschad für Produkte und Rohöl (Raffinerie im Tschad vorhanden eine kleine) bis nach Nigerias Küste gebaut schon vor längerer Zeit... und da der Tschad direkt südlich von Libyen liegt, denke ich da schlummert viel mehr Öl, aber wir brauchen es ja noch gar nicht, so viel zu den Dommern, Schwarzafrika ist im tiefen Landesinneren des Kontinents wirklich schwarz, keine Bohrungen wegen der Infrastruktur usw. die fehlt, und wer bohrt schon gerne auf einer Fläche so groß wie Westeuropa blind herum?! Sogar für die modernen Kriege ist es bald fraglich ob Öl dann noch so wichtig ist wie für die Nazis und Allierten damals und für jüngere Konflikte.

Die Drohnen fliegen zwar glaube ich mit extrem hochwertigem Kerosin und dank sparsamen Propeller bei den meisten liegt die Flugzeit sogar bei bis zu 24 Stunden, die Form die aussieht wie ein Jet, da wo es nach Cockpit aussieht ist alles undurchsichtigmit Leichtmetall und dort sind riesige Tanks, kein Mensch, nur GPS/"W-Lan" oder was das Militär nutzt, eine Kamera... und bald kommen die ebenfalls vom Joystick gesteuerten Panzer und alle möglichen Fahrzeuge dazu. Theoretisch kann man auch gerade bei den Fahrzeugen Elektro-Fahrzeuge bauen, das wird ja praktisch jeden Monat besser die Technologie bzw. die ungeheuren Investitionen weil es eben ein extrem großer Markt ist :D

Ich wette die Saudis und Russen werden noch heulen wenn keiner mehr ihr Öl in vlt. 30 bis 50 Jahren haben will^^ Wird sich schon ein Einsatzzweck finden aber sicher nicht zu hohen Preisen, eher so wie Kohle...
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