Du möchtest deine Solaranlage Verkaufen?
Hier ist der Platz dafür

Moderatoren: marc, powertiger, Arvid

#106609
Hallo zusammen,

mangels anderer Plattform bringe ich hier mal ein Herzensanliegen ins Netz:

Kloster Marienberg in Boppard, größte barocke Klosteranlage im Welterbe Oberes Mittelrheintal, 10.000 m^2 Nutzfläche, fast schon durchgefault, gehört mir nicht, vom aktuellen Eigentümer für Eigentumswohnungen projektiert (genehmigt!), sucht offenbar immer noch neues Herrchen oder Frauchen.

Vom Denkmalschutz sind massive Eingriffe in die Bausubstanz bereits genehmigt. Also selbst bei Umplanung darf mit Kompromissbereitschaft gerechnet werden. Zumal die Originalsubstanz wohl eh nur in den Außenmauern und wenigen Kernbereichen zu retten sein dürfte.

Meine Einschätzung der Lage: Eigentumswohnungen sind eine mögliche zukünftige Nutzung. Ebenso aber auch eine Nutzung als Tagungs- und Schulungszentrum, wenn der Investor eine gewisse Grundauslastung mitbringt (z.B. Schulungsakademie eines Unternehmens, sei es Start-Up mit großem Wachstumspotential oder Konzern).

Auch wenn mir der Kasten nicht gehört und mir die aktuellen Eigentümer am Arsch vorbeigehen: Den Bau will ich nicht sterben sehen. Wer auch immer ein noch so geringes Interesse daran hat kann sich bei mir melden. Ich kann helfen, angefangen von der Kontaktherstellung bis zur Projektleitung, wenn tatsächlich was gebaut werden soll.

Gruß

Mischa

P.S.: Meine Einschätzung der Zeit bis zum Nutzungsbeginn ist im besten Fall 2017. Und für die Juristen: Meine Einschätzung, dass der Marienberg zum Verkauf steht, beruht auf der absoluten Untätigkeit des neuen Eigentümers in Kombination mit dem Fehlen jeglicher Vermarktungsaktivitäten für die projektierten Eigentumswohnungen und der Nachrichtenlage bezüglich der im Jahr 2013 gegründeten Vermarktungsgesellschaft. Natürlich kann ich mich vertun und die projektierten Wohnungen sind schon fast alle verkauft, ohne dass ich oder irgendein anderer Bopparder es bemerkt haben. In dem Fall ist dieser Beitrag natürlich gegenstandslos. Bla bla...
Benutzeravatar
von Axel F.
#106611
Wie gruselig, sich Eigentumswohnungen in so einem hübschen Bau vorstellen zu müssen.

Hier bei uns in OWL gibt es ein wirkliches gelungenes Projekt, welches in vorbildhafter Weise aus einem maroden Pferdestall
etwas ganz tolles geschaffen hat:

Bild

http://www.lwl.org/LWL/Kultur/kloster-d ... te#anker-3

Könnt ihr da in Boppard nicht auch eine Stifung ins Leben rufen?

Hätt ich jetzt das nötige Kleingeld, ...

Könnt ihr da nicht in Zusammenarbeit mit der Arge ein Projekt aufziehen?

Wurde z.Bsp. hier in der Nähe in Ringelstein gemacht:

Das Projekt wird mit rund 55.000 € aus der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ gefördert. die Kofinzierung erfolgt aus Mitteln der Agentur für Arbeit sowie durch die Stadt Büren.


http://www.suedliches-paderborner-land. ... stein.html

Gruß

Axel
Benutzeravatar
von Mischa
#106612
Schöne Beispiele, Axel!

Der Knackpunkt beim Marienberg ist die zukünftige Nutzung. Arge und Handwerkskammer haben schon grundsätzliches Interesse signalisiert, eine Restaurierung im Rahmen von Ausbildungs- und Wiedereingliederungsmaßnahmen zu unterstützen. Voraussetzung: Dass der Bau grundsätzlich sicher finanziert ist. Auch Vertreter des Landes (Rheinland-Pfalz) haben (vor den Skandalen um Nürburgring, Flughafen Hahn und ein Schlosshotel) finanzielle Unterstützung signalisiert. Voraussetzung: Dass nach der Restaurierung eine dauerhafte Nutzung sichergestellt ist. Ich kann mir vorstellen, dass Europa über das LEADERplus-Programm etwas beitragen würde, vielleicht auch die Stiftung Denkmalschutz. Das alles setzt aber voraus, dass der große Bau nachher so genutzt wird, dass er sich selbst trägt. Ohne das gibt niemand Fördermittel dazu.

Als mögliche Nutzungen waren u.a. schon angedacht: Eigentumswohnungen, Seniorenheim, Wellnesshotel, Kunstakademie, Zentrum für Kunsthandwerk, Spielcasino usw.

Die Raumaufteilung im Innern dürfte heute flexibler zu gestalten sein als z.B. vor 20 Jahren. Die Kapelle ist der größte Raum des ehemaligen Klosters und könnte als Aula oder großer Tagungsraum genutzt werden. Der Innenhof des Kreuzgangs kann mit einem Glasdach versehen werden und wäre ein weiterer repräsentativer großer Raum. Ehemalige Klassenzimmer geben kleinere Tagungsräume, Großraumbüros oder großzügige Wohnzimmer ab. Die ehemaligen Zellen der Klosterschwestern dürfte man heute wohl zu größeren Räumen zusammenlegen können. In den Gewölbekellern ist gastronomische Nutzung denkbar, ebenso auf der großen Terrasse mit Blick auf Boppard. Schnelles Internet ist in Boppard vorhanden, die B9 liegt vor der Haustür, ebenso ein Parkhaus, der Hauptbahnhof ist in Gehweite, die A61 ist in 1/4 Std. erreichbar, der Flughafen Hahn in 1 Std., der Flughafen Frankfurt in 1 1/2.

Also wenn ich als Unternehmen einen Standort für ein Schulungs- und Tagungshotel suchen würde, würde ich mir den Marienberg zumindest mal ansehen ;)

Die Sache mit den Wohnungen sehe ich dabei wie du auch nur als "zweitbeste" Lösung an. Aber nach 30 Jahren Leerstand muss man wohl nehmen was kommt...

Gruß

Mischa
von Tourix
#106618
Das Problem ist leider nicht neu.
Die faz hat hierzu einen guten Artikel gebracht (S. 5 beachten !).
http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 01440.html

Obwohl ich das nicht so recht verstehe.
Die Gesetze sind eindeutig und durchsetzungsfähig.
http://landesrecht.rlp.de/jportal/porta ... .price=0.0

Sollte ein Eigentümer seinen Verpflichtungen nicht nachkommen, gilt:
http://landesrecht.rlp.de/jportal/?quel ... pprod.psml

Baugenehmigungen und Nutzungsänderungen, sowie Abbrucharbeiten von Gebäude und Gebäudeteilen, müssen innerhalb von 4 Jahren nach Erteilung der Erlaubnis begonnen werden, sonst erlöscht die Erlaubnis.

Wie man aus den Gesetzen ersehen kann, kann die Denkmalschutzbehörde jederzeit (nach Voranmeldung) das Gebäude betreten und nach Schäden untersuchen.
Wenn Schäden erkannbar sind (undichtes Dach !), sollte sofort der Eigentümer verpflichtet werden, das Dach zu reparieren (am besten mit Friststellung). Nach Ablauf der Frist kann man dann zur Ersatzvornahme greifen.

Ansprechpartner sind: Die Denkmalschutzbehörde, der Landrat und der Bürgermeister.
Beim Bürgermeister und beim Landrat sollte man am besten die Gesetze gleich mitnehmen und vorzeigen, da diese in aller Regel davon keine Ahnung haben.
von hunsbuckler
#106638
Morgen, 29. soll im Stadtpark bei dem Kloster ein "Handwerkerfrühling" stattfinden.
Ich wollte so gegen Mittag da auftauchen und mir das bei der Gelegenheit anschauen.
Kommst Du auch, Mischa?

Macht man aus USA ein = "Americas" haben[…]

Welche Kompetenzen brauchen wir?