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BeitragVerfasst:Mi Nov 23, 2011 14:32
von Helmut
Corella hat geschrieben:
Helmut hat geschrieben:Um so wichtiger ist es diese Hindernisse einzureißen! Z.B. Sprachbarrieren überwinden, Handelshemmnisse beseitigen usw. usf.


Hi,
darin steckt sicher viel Potenzial, Zustimmung, solange ich in Frankreich einen anständigen Pinot noir kriege und in Süddeutschland ein Hefeweizen. Darin stecken lokale Kultur und Standortbedingungen. Wenn es globalisiert, dann schmeckt das Bier wie heute in Norddeutschland, monoman bitteres Einheitsgebräu. Für viele gut genug, die Optimierung zeigt aber gräßliche Schwächen, gell?!

Gruß

Corella

Pinot noir, Bier....
Hmh! Jemand der nicht wie wir geprägt ist von der Kultur des massenhaften Konsums der Droge Alkohol wird wenig Verständnis für unsere Bedürfnisse zeigen.

P.S. Ich habe ehrlich gesagt nicht geschnallt worauf du eigentlich hinaus willst. Habe nur meine Gedanken zur Globalsierung und regionalen Drogenkonsum raus posaunt. :wink:

Gruß Helmut

BeitragVerfasst:Mi Nov 23, 2011 16:16
von Corella
Helmut hat geschrieben:P.S. Ich habe ehrlich gesagt nicht geschnallt worauf du eigentlich hinaus willst. Habe nur meine Gedanken zur Globalsierung und regionalen Drogenkonsum raus posaunt. :wink:

Gruß Helmut


Ich stimme Stephan in weiten Teilen (ohne Hintergrund bzgl. vergangener Dispute) zu, dass Produzenten, die den großen Wirtschaftsraum bedienen, dazu neigen, mehr Raubbau zu betreiben, der im Preis nicht enthalten ist, es gibt mehr Möglichkeiten für vielschichtiges parasitäres Vorgehen, als im regionalen Bereich.

Gruß

Corella

BeitragVerfasst:Mi Nov 23, 2011 16:50
von Helmut
Corella hat geschrieben:
Helmut hat geschrieben:P.S. Ich habe ehrlich gesagt nicht geschnallt worauf du eigentlich hinaus willst. Habe nur meine Gedanken zur Globalsierung und regionalen Drogenkonsum raus posaunt. :wink:

Gruß Helmut


Ich stimme Stephan in weiten Teilen (ohne Hintergrund bzgl. vergangener Dispute) zu, dass Produzenten, die den großen Wirtschaftsraum bedienen, dazu neigen, mehr Raubbau zu betreiben, der im Preis nicht enthalten ist, es gibt mehr Möglichkeiten für vielschichtiges parasitäres Vorgehen, als im regionalen Bereich.

Gruß

Corella

Mag sein, aber im Gegenzug ist Umweltschutz auch viel eher und besser möglich wenn alles nicht so regional ist.
Gruß Helmut

BeitragVerfasst:Mi Nov 23, 2011 17:00
von Corella
Helmut hat geschrieben:Mag sein, aber im Gegenzug ist Umweltschutz auch viel eher und besser möglich wenn alles nicht so regional ist.
Gruß Helmut


Hm, wirklich? Die effizienteste Kläranlage ist von mittlerer Größe. Bei einer kleinen ist ein hoher Wirkungsgrad aufwändig, eine große ist zu zentralistisch.

Böden, Grundwasser, Artenvielfalt: optimieren muss man angepasst lokal. Allerdings, da hast Du Recht: bei bestehendem Raubbau ist eine kleine Verbesserung im großen System erst mal mehr als wenige kleine heile Welten, die so eh nicht möglich sind.

Was hattest Du für Beispiele im Sinn?

Gruß

Corella

BeitragVerfasst:Mi Nov 23, 2011 17:13
von Helmut
Umweltschutz (was immer das überhaupt ist)mit Beispielen zu bringen ist mir zu heikel! Siehe Diskussion zwischen dir und Bienenbert.
Aber wenn es jetzt z.B. um konkrete Grenzwerte von Giftstoffen und Abgasen bzw. komplete Vermeidung durch alternative Fertigung usw. sollten die Vorteile der Entregionalisierung doch auf der Hand liegen.

Gruß Helmut

BeitragVerfasst:Mi Nov 23, 2011 18:28
von Axel F.
Hi,

muss mal ein bisschen vor mich hindenken und schreibe meine
Gedanken einfach mal freiweg und ungeordnet auf diesen
Notitzzettel...

@helmut: Aber wenn es jetzt z.B. um konkrete Grenzwerte von Giftstoffen und Abgasen bzw. komplete Vermeidung durch alternative Fertigung usw. sollten die Vorteile der Entregionalisierung doch auf der Hand liegen.


Hm, ja, insofern, dass verbindliche Grenzwerte auf globaler Ebene nicht zu Wettbewerbsnachteilen führen.

Die Diskussion um die Kyoto-Protokolle zeigt da aber schon die Grenzen auf, in dem Sinne, daß zwar ein Konsens darin besteht, daß hier etwas unternommen werden sollte, jedoch bis zur Absegnung und Implementierung in nationales Recht muss erst auf regionaler Ebene ein beträchtlicher Schaden entstehen, bis der Wille zur Umsetzung auch tatsächlich da ist.

Luftreinhaltung: Da musste erst das Baumsterben dafür sorgen, daß Schornsteine in die Höhe gezogen wurden, mit dem Effekt der Schadstoffverteilung auf die Nordländer, bis denen der Kragen platzte, weil denen die schwedischen Seen nicht mehr badetauglich erschienen.

Abgasvermeidung - Besteuerung von Energiestoffen nach Energiegehalt - Brüsseler Kommissionen haben gut gemeinte Vorschläge, welche nicht in den beteiligten Ländern umgesetzt werden, oder wenn dann nur unter Androhung von Strafzahlungen.

Insofern wäre also eine Einrichtung einer globalen "Regierungsform" (NWO) vorteilhaft? Nachteil: Entdemokratisierung, Bevormundung, diktatorische Züge und auch Verlangsamung technologischer Fortschritte?



Aber, es ist auch eine Preisfrage, eine Marktfrage, dann wenn Ressourcen knapp werden oder die Ausbeutung potentieller Rohstoffquellen durch regionale Aktivitäten verhindert werden -> Braunkohleabbau unter dem Kölner Dom?

Energie wird knapp und teuer und Alternativen lassen sich auf regionaler Basis in der Breite finden -> Privatinvestitionen versus monopolistischer Strukturen -> Einsatz von Rapsöl vs Erdöllobby, Großinvestments in Windparks Ostsee und Notwendigkeit von Stromtrassen vs. Kleinstprojekten, welche durch lokale Bauvorschriften eingegrenzt werden.

Also regionale Lösungen sind im Energiebereich angebracht, werden aber durch die globale Lobbyarbeit und die zentralistische Kommissionsbeamten ausgebremst (Normierung).

Nicht zu vergessen: Schulden und Vermeidung von Arbeitslosigkeit verlangen ein stetig wachsendes BIP für alle -> Effizienzsteigerungen sorgen für eine Verlangsamung eines stetig steigenden Bedarfs an Rohstoffen -> fallendes BIP der Supergau?

Global steht das Funktionieren der Wirtschaft im Vordergrund, deshalb wird auch erst eine Fiskalunion für die EU angedacht und ganz am Ende soll dann eine politische Einheit folgen. D.h., die Politik wird zum Erfüllungsgehilfen für wirtschaftliche Belange degradiert.

Energiesicherheit bedeutet im globalen Kontext: Sicherung der Rohstoffquellen mittels kampfbereiter Truppen -> Bundeswehrstudie.

Systemfrage: Eindeutig -> das System wird erst aktiv, wenn das Kind
schon tot im Brunnen liegt -> siehe auch Ratingagenturen in Bezug zu
Griechenland, Griechenland war latent schon immer pleite, die Reaktion erfolgte erst als nichts mehr ging. Obama zaubert Kaninchen aus dem Hut.
Einer nachhaltigen Bereitschaft, die Dinge auf globaler Ebene zum positiven zu wenden müsste ein Systemkollaps vorausgehen?

Lösung auf regionaler Ebene? Nur begrenzt möglich (EU-Normen, Gesetze, etc) und wenn, dann in dem Sinne nicht wettbewerbsfähig ->
Die Investitionen sollten auf privater Ebene ohne Gewinnerzielungsabsichten erfolgen (da auch keine Gewinne in dem Sinne zu erwarten sind - Erlöse aus Einspeisung Strom werden durch höhere Abgaben auf alle umgewälzt -> Wirkung für die Volkswirtschaft also eher negativ da für die Gesamtheit steigende Preise zugunsten einiger anzunehmen sind, insofern muss da tatsächlich umgedacht werden und die private Energieerzeugung Richtung Eigenverbrauch gelenkt werden, insofern also schon imho das richtige Vorgehen derzeit im Bereich EEG-Vergütung)

Umweltschutz fängt im privaten Bereich an, bzw. basiert hierzulande auf freiwilligem Engagement, teilweise auch von regionalen Sponsoren regelmäßig unterstützt.

Mal aufdröseln:

Oberziel des globalen Systems: Wachstum / Gewinnmaximierung / Systemerhalt um jeden Preis


Nationale Ziele: Arbeitsplätze, Wohlstandssicherung, Umweltschutz (begrenzt durch das globale Oberziel)

Regional: Arbeitsplätze, Wohlstand, Gemeinschaft, Erhalt der Strukturen, Erhalt der regionalen Umwelt

Privat: Tolles Leben, Wohlstand, Glücklich sein.

(der letzte Punkt ist teilweise umsonst)

Bin ich jetzt aber auch nicht weitergekommen.

Müssen wir mal die Oberziele in unserem kapitalistischen System umformulieren, falls das geht.


Gruß

Axel F.

BeitragVerfasst:Do Nov 24, 2011 03:46
von Helmut
powertiger hat geschrieben:Der gute Norbert sollte einen "Peak Oil Orden" erhalten für seinen unermütlichen Einsatz!

Er hat auf jeden Fall keine Medaille verdient weil er nicht korrekt ist und das auf seiner durchaus seriös wirkenden Homepage. Z.B. hier wo er die strategische Bedeutung der Straße von Hormus übertreibt indem mit falschen Zahlen jongliert:
„Würde diese unpassierbar werden oder auch nur die Passierbarkeit temporär einschränken, weil Angriffe auf Schiffe zu befürchten sind oder havarierte Schiffe die Passage schließen, würden dem globalen Markt plötzlich ein Fünftel bis ein Viertel der benötigten Ölmengen fehlen.“ Zitat Norbert
aus http://www.peak-oil.com/2011/11/syrien- ... /#more-875

Nur mal so als Anmerkung: Allein durch die saudische Ost-West Pipeline die das Öl zum roten Meer pumpen kann passen 4,5 Millionen Barrel pro Tag.
http://www.saudiaramco.com/en/home.html ... eajax.html

BeitragVerfasst:Do Nov 24, 2011 09:09
von Corella
Helmut hat geschrieben:Umweltschutz (was immer das überhaupt ist)mit Beispielen zu bringen ist mir zu heikel!


Moin!
Ach, solange man nicht penetrant-aggressiv die eine Wahrheit agitiert, darf man auch mal Blödsinn schreiben (passiert mir ständig), wir sind doch unter uns?! Oder, mal durchaus im Ernst: wir sind alle einen mm neben unseren Fachgebieten Dilettanten und Laien und sollen dennoch als solche Entscheidungen mit tragen, Kindern ein Vorbild sein usw. Und lernt man dann besonders viel, wenn man sich mit seinen Gedanken Etikette wahrend nur zurückhält? :-)

Helmut hat geschrieben:Aber wenn es jetzt z.B. um konkrete Grenzwerte von Giftstoffen und Abgasen bzw. komplete Vermeidung durch alternative Fertigung usw. sollten die Vorteile der Entregionalisierung doch auf der Hand liegen.


Nee, das wäre jetzt Schublade, Raubbau einzudämmen, s.o.!

Gruß

Corella

BeitragVerfasst:Do Nov 24, 2011 17:28
von Helmut
Corella hat geschrieben:Moin!
Ach, solange man nicht penetrant-aggressiv die eine Wahrheit agitiert, darf man auch mal Blödsinn schreiben (passiert mir ständig), wir sind doch unter uns?! Oder, mal durchaus im Ernst: wir sind alle einen mm neben unseren Fachgebieten Dilettanten und Laien und sollen dennoch als solche Entscheidungen mit tragen, Kindern ein Vorbild sein usw. Und lernt man dann besonders viel, wenn man sich mit seinen Gedanken Etikette wahrend nur zurückhält? :-)

Hi Corella
Ich habe an sich wenig Angst davor mich aufs dünne Eis zu wagen. Das Thema ist nur so vielschichtig und chaotisch, dass ich da einfach zu faul bin meinen Senf dazugeben. Und da ich da eh keine feste Meinung zu vertrete entfällt auch die Streitlust und Wunsch zur Rechthaberei was oft eine Motivation ist zu schreiben.
Mitlesen bei so einem Kram mache ich aber gern, weil es da so schön viel spannende Konflikte gibt (reine niedere Instinkte der Schaulust die es da zu befriedigen gilt). :wink:

Mir ist das aber auch oft zu nervig und gegensätzlich. Du z.B. würdest doch wohl vor Freude im Dreieck hopsen über die seltenen Arten, die es in einem alten verlassenen Braunkohletagebau gibt. Dem doofen Stammtischöko ist sowas aber ein absolutes Greul (warum habe ich noch niemals ansatzweise verstanden) und fordert eine „Renaturierung“ oder Rückbau und ist zufrieden wenn er seine Fichtenmonokultur erhält die er als Wald bezeichnet was in seinem Weltbild die einzig wahre Natur ist.
Gruß Helmut

Edit: Wenn es mal zufällig um den Wolf gehen würde, würde ich bestimmt mit Feuereifer bei dem "Gefecht" dabeisein :D

BeitragVerfasst:Do Nov 24, 2011 20:55
von Axel F.
:lol:

Du z.B. würdest doch wohl vor Freude im Dreieck hopsen über die seltenen Arten, die es in einem alten verlassenen Braunkohletagebau gibt.


:lol:


Stellt Euch doch mal vor, die Pumpen in den niederrheinischen Abbaugebieten fallen aus.

Auweia


Braunkohle macht sich:

http://www.braunkohle-forum.de/files/gr ... deshki.gif

Hochwertige und im weltweiten Vergleich vorbildliche Rekultivierung ist Ausgleich für die Landinanspruchnahme durch den Bergbau.


In Deutschland werden rund 50.000 wettbewerbsfähige Arbeitsplätze durch Braunkohlenbergbau und -stromerzeugung gesichert.

Die Braunkohlenindustrie bekennt sich zum vorsorgenden Klimaschutz.


http://www.braunkohle-forum.de/55-0-Wissen.html


und zum baldigen Nikolaus gibts erstmal den
Monsterthread:

http://www.peak-oil-forum.de/daten_alte ... adid=20236


Ciao

Axel F:

BeitragVerfasst:Do Nov 24, 2011 22:36
von Beamtenfinanzierer
Norbert seine Vision :

Die (Selbst-)Versorgung der Bürger mit Lebensnotwendigem wird künftig überwiegend regional stattfinden.

Ich sage: Wir hatten das schon vor der Wende.

Fast jeder baute alles selber an ( Kleingartensparten u.s.w. ) und alles war zum Saisonfinale im Überfluss vorhanden.
Zum Saisonabschluss ( Winter ) war fast nichts da und wer einweckte b.z.w. einmachte, hatte wenigstens noch was auch im Winter.

Zum Saisonfinale konnte man kaum etwas oder nichts verkaufen, weil alles vorhanden war.

Meine Mutter führte nach dem Krieg einen Hof, und da war Eigenversorgung überlebenswichtig, allerdings unter enormer körperlicher Anstrengung, Kraftstoff und Traktor gab es nicht, dafür zwei Ackergäule. 6 Tage a 14 Stunden waren da die Norm um halbwegs gut genährt leben ( oder überleben ? ) zu können.

Eigenversorgung geht schon ( machen wir auch ein wenig ), aber ob da eine ( wie jetzt ) Gesellschaft überleben kann ?
Ich sehe da nur 40 Jahre DDR ( Zentralisierung und Abschottung nach aussen ) und das ging voll in die Hose ( wenn auch meist idiologisch )

Gruss Andreas

BeitragVerfasst:Fr Nov 25, 2011 11:12
von Corella
Helmut hat geschrieben: Du z.B. würdest doch wohl vor Freude im Dreieck hopsen über die seltenen Arten, die es in einem alten verlassenen Braunkohletagebau gibt. Dem doofen Stammtischöko ist sowas aber ein absolutes Greul (warum habe ich noch niemals ansatzweise verstanden) und fordert eine „Renaturierung“ oder Rückbau und ist zufrieden wenn er seine Fichtenmonokultur erhält die er als Wald bezeichnet was in seinem Weltbild die einzig wahre Natur ist.
Gruß Helmut

Edit: Wenn es mal zufällig um den Wolf gehen würde, würde ich bestimmt mit Feuereifer bei dem "Gefecht" dabeisein :D


Hi Helmut,
bestätigt! (Au weia, "der Wolf" nimmt schon Anlauf, gell? Nächstes Jahr, wenn s sein muss) :-)

Gruß

Corella