Fernsehberichte und Zeitungsartikel zum Them Peak-Oil

Moderatoren: marc, powertiger

#101179
Der für Verkehrs- und Mobilitätspolitik zuständige Generaldirektor der Europäischen Kommission mahnte bei einer Ölförderkonferenz, dass es für die EU ein „fataler Fehler“ wäre, Maßnahmen zur Reduzierung der Abhängigkeit von Erdöl zu verschieben.

"If action is delayed, in the not-too-distant future we may be forced to drastically reduce all our mobility and import technological solutions from other part of the world," Marjeta Jager told a Green Party conference in the European Parliament.

The European Commission's Transport White Paper famously said that "curbing social mobility is not an option".

...

Despite being initially laughed off by the oil industry, a consensus now holds that the world is reaching – or has just reached – peak oil.

Last week, the chief economist of the International Energy Agency, Fatih Birol, said that peak oil production was actually reached in 2006.

"The existing [oil] fields are declining so sharply that in order to stay where we are in terms of production levels in the next 25 years, we have to find and develop four new Saudi Arabias," he said.

Birol expected oil prices to rise by almost a third in the next three years as a result.

...

In February, leaked US cables revealed that Washington fears that oil reserves in Saudia Arabia, the world's largest crude oil exporter, have been over-estimated by around 40%.

Credit bubble resemblance
...
...


http://www.euractiv.com/de/energie/komm ... ews-504529

Occasional republishing (once a week or less frequently), for non-commercial use is allowed only with indication of the source and by linking to the original article
von Dieselenfield
#101181
Hier ist wie ich finde ein sehenswerter Vortrag (aktuell)für Einsteiger und auch Sachkundige zum Thema Peak Oil.

von Christoph Seiz und Norbert Rost (Postfossil Institut)



Die Automobilität r erhöht sich weiter,vor allem in China und Indien.In China werden
800000-1000000 Fahrzeuge pro Monat verkauft.
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von powertiger
#101188
Der gute Norbert sollte einen "Peak Oil Orden" erhalten für seinen unermütlichen Einsatz!
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von Helmut
#101189
powertiger hat geschrieben:Der gute Norbert sollte einen "Peak Oil Orden" erhalten für seinen unermütlichen Einsatz!

Na,Na!
Man sollte nicht übersehen wofür er steht:
http://www.regionalentwicklung.de/
Ich weiß nicht was seine Beweggründe sind. Will er sich nur im Dunstkreis von Globalisierungsgegnern und Ökos wichtig machen? Das wäre noch die positive Variante!
Wenn er das was er da unter Regionalentwicklung schreibt ernsthaft umsetzen will, kann ich ihn nur für ein Möchtegernzerstörer von Wohlstand, Freiheit und letztlich damit Zivilisation betrachten.

Nun ja, vielleicht sollte man sein Gerede von Regionalisierung nicht überbewerten. Aber man sollte bedenken, dass jemand der eine solche Ideologie vertritt zur Umsetzung auch ganz fix mit protektionistischen Maßnahmen aufwarten kann/wird. Und dann wird es gefährlich!

Gruß Helmut
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von powertiger
#101192
Ich kann die Gefahr bei einer wirtschaftlichen Regionalisierung nicht erkennen?
Je mehr Güter des täglichen Bedarfs aus meiner Nähe und meinem Einfluss stammen desto wohler fühle ich mich.
Gegen eine Handel grundsätzlich habe ich nichts. Aber ich möchte nicht mehr als nötig vom Glück entfernter Länder abhängig sein, als unbedingt nötig.

Dabei sollten wir möglichst viel mit anderen Ländern und Kulturen im Austausch von Kultur, Kunst und Bildung stehen.
Probleme sehe ich nur in engstirnigen nationalen Ideologien.
Dann wird es gefährlich!
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von Corella
#101195
Leider beinhalten Produkte noch immer nicht den Preis, der für Raubbau mit hineingehören würde. CO2-Steuer ist ein Teilansatz, wenn auch derzeit handwerklich noch miserabel bis teilweise kontraproduktiv (z.B. bzgl. Abholzung, die wird fast noch gefördert). Gäbe es gute internationale Regeln, könnten lokal optimierte Prozesse und Produkte wieder besser konkurrieren (Sortenvielfalt, Logistikvorteile, fein differenzierte Standortoptimierung, lokale Wissens- und Entwicklungsvorsprünge...). In der Sahara kann man gut Sonnenenergie einsammeln, im Mediterran besonders geschmackvolle Nahrungsmittel herstellen, in Mitteleuropa gibt es von allem ein bisschen und die Spezialität ist eher, dass nichts fehlt. Wenn man also geschickt kombiniert, dann hätte man anderswo eine Nachteil, wollte man konkurrieren).

Fazit: eine gute Zukunft hätte im Wirtschaften sehr viel mehr von Norberts Konzept. Und es ist schon allein für den Erhalt der Option gut und richtig, wenn viele Leute tendenziell freiwillig solche Wege gehen.

nu komms Du Helmut

Gruß

Corella
von Sukram
#101197
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von Corella
#101198
Sukram hat geschrieben:Nixda- was interessiert uns die Zukunft:


Die Erkenntnis ist da, es fehlt an der Umsetzung

Wie lässt sich der Sanierungsstau auflösen? Was kann einen Hauseigentümer veranlassen, bestehende und funktionierende Technik gegen neue und besser funktionierende zu tauschen? Wie viel Motivation ist nötig und wie viel Zwang möglich? Die 4. Deutsche Wärmekonferenz suchte nach Antworten.

Alle sind sich einig. Effizienz ist DER Schlüssel zur sicheren Energieversorgung in der Zukunft. Allein der Ersatz fossiler durch erneuerbare Energien reicht nicht aus. Nur wenn beides im Einklang funktioniert, können die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung verwirklicht werden.


***

EU-Richtlinie
Deutschland gegen verbindliche Vorgaben zum Energiesparen
Quelle: Handelsblatt Online

Deutschland will die Energiespar-Pläne der EU in Kernpunkten abschwächen. Zwar bekannte sich die Regierung zum Ziel einer Einsparung von 20 Prozent bis 2020, verbindliche Vorgaben zur Umsetzung lehnt sie aber ab. ...


***

Gipfel in Durban

Chinesen sparen sich konkrete Klimaziele

Eine Woche vor dem Uno-Klimagipfel in Durban bekräftigen die Chinesen, dass sie jede verbindliche Zusage zur Senkung ihres Treibhausgas-Ausstoßes ablehnen. Stattdessen pochen sie darauf, dass die Industrienationen im Kampf gegen den Klimawandel voranschreiten.


***

Alles klar?

Vergesst Energieeffizienz & CO2- die nächsten Wahlen sind wichtiger.

*Kotz*


Na ja. Ausgeglichene Staatshaushalte scheinen ähnlich utopisch. Es kommt aber immer mehr zu Zwangslagen. Auch die vielen harmlos erscheinenden Prozesse, weil sie so schleichend sind, holen uns ein...
Lobbyisten-Kindergarten spricht bisher leider noch keine andere Sprache, auch wenn viele einzelne vernünftig sind...
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von Helmut
#101199
powertiger hat geschrieben:Ich kann die Gefahr bei einer wirtschaftlichen Regionalisierung nicht erkennen?
Je mehr Güter des täglichen Bedarfs aus meiner Nähe und meinem Einfluss stammen desto wohler fühle ich mich.
Gegen eine Handel grundsätzlich habe ich nichts. Aber ich möchte nicht mehr als nötig vom Glück entfernter Länder abhängig sein, als unbedingt nötig.

Dabei sollten wir möglichst viel mit anderen Ländern und Kulturen im Austausch von Kultur, Kunst und Bildung stehen.
Probleme sehe ich nur in engstirnigen nationalen Ideologien.
Dann wird es gefährlich!

Hallo Stefan
Wenn es um „Gefahr“ geht denkst du immer nur gleich an den bösen NS. :wink:
Darum geht’s mir aber gar nicht aber um es dir schmackhaft zu machen kann man wohl zu recht sagen, dass es in einer globalisierten Welt politisch extreme Richtungen wie der Nationalsozialismus es ungleich schwerer haben Einfluss zu gewinnen.

Die Gefahr die ich sehe ist ein Absinken der Arbeitsproduktivität. Arbeitsproduktivität hört sich ja nicht so dramatisch an. Man muss sich aber vor Augen führen was damit alles verbunden ist. Letztlich alles! Ohne sie wären wir nur Tiere die nach dem nächsten Happen Fressen kämpfen würden um zu überleben.
Unsere hohe Arbeitsproduktivität und damit unsere Art zu leben ist nur möglich indem wir Arbeitsteilungen und Spezialisierungen eingeführt haben!
Und diese Art des Wirtschaftens funktioniert um so besser je größer der Wirtschaftsraum ist.

Und da will der Norbert offensichtlich die Axt anlegen! Es wäre ja schon schlimm genug wenn er nationale Autarkie wollte was ja schon katastrophaler Wahnsinn wäre. Nein! Regional! Das heißt nichts anderes als Manufakturwirtschaft mit Handarbeit wie im Mittelalter.

Gruß Helmut

P.S.
Du schreibst: „Aber ich möchte nicht mehr als nötig vom Glück entfernter Länder abhängig sein, als unbedingt nötig.“ Zitat Powertiger
Falscher Denkansatz! Es geht darum nicht vom Monopoldiktat deiner Nachbarn abhängig zu sein und stattdessen den freien Griff auf dem Weltmarkt nach dem qualitativ hochwertigsten und preiswertesten Produkt zu haben.
Edit: Und natürlich auch andersherum: Den freien Absatzmarkt auf der Welt wo dein Produkt, Dienstleistung im Wert erkannt und honoriert wird.
Zuletzt geändert von Helmut am Mi Nov 23, 2011 12:14, insgesamt 1-mal geändert.
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von Corella
#101200
Helmut hat geschrieben:
powertiger hat geschrieben:Ich kann die Gefahr bei einer wirtschaftlichen Regionalisierung nicht erkennen?
Je mehr Güter des täglichen Bedarfs aus meiner Nähe und meinem Einfluss stammen desto wohler fühle ich mich.
Gegen eine Handel grundsätzlich habe ich nichts. Aber ich möchte nicht mehr als nötig vom Glück entfernter Länder abhängig sein, als unbedingt nötig.

Dabei sollten wir möglichst viel mit anderen Ländern und Kulturen im Austausch von Kultur, Kunst und Bildung stehen.
Probleme sehe ich nur in engstirnigen nationalen Ideologien.
Dann wird es gefährlich!

Hallo Stefan
Wenn es um „Gefahr“ geht denkst du immer nur gleich an den bösen NS. :wink:
Darum geht’s mir aber gar nicht aber um es dir schmackhaft zu machen kann man wohl zu recht sagen, dass es in einer globalisierten Welt politisch extreme Richtungen wie der Nationalsozialismus es ungleich schwerer haben Einfluss zu gewinnen.

Die Gefahr die ich sehe ist ein Absinken der Arbeitsproduktivität. Arbeitsproduktivität hört sich ja nicht so dramatisch an. Man muss sich aber vor Augen führen was damit alles verbunden ist. Letztlich alles! Ohne sie wären wir nur Tiere die nach dem nächsten Happen Fressen kämpfen würden um zu überleben.
Unsere hohe Arbeitsproduktivität und damit unsere Art zu leben ist nur möglich indem wir Arbeitsteilungen und Spezialisierungen eingeführt haben!
Und diese Art des Wirtschaftens funktioniert um so besser je größer der Wirtschaftsraum ist.

Und da will der Norbert offensichtlich die Axt anlegen! Es wäre ja schon schlimm genug wenn er nationale Autarkie wollte was ja schon katastrophaler Wahnsinn wäre. Nein! Regional! Das heißt nichts anderes als Manufakturwirtschaft mit Handarbeit wie im Mittelalter.

Gruß Helmut

P.S.
Du schreibst: „Aber ich möchte nicht mehr als nötig vom Glück entfernter Länder abhängig sein, als unbedingt nötig.“ Zitat Powertiger
Falscher Denkansatz! Es geht darum nicht vom Monopoldiktat deiner Nachbarn abhängig zu sein und stattdessen den freien Griff auf dem Weltmarkt nach dem qualitativ hochwertigsten und preiswertesten Produkt zu haben.



Ein Wirtschaftsraum ist aber nicht von Natur aus einfach groß! Er ist unterteilt, verschachtelt, Engpässe, Sackgassen...
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von Corella
#101201
Vielleicht wäre ein Beispiel die Medikamentenentwicklung: wollen wir weiter optimieren, müssten wir ungefähr genau jetzt anfangen, zu individualisieren. Nicht jeder kriegt in jeder Lebenslage und in jedem Alter das gleiche Zeugs, die gleiche Dosis -> Optimierung durch Differenzierung. Das kann in diesem Fall natürlich ein global player machen. Aber wenn die differenzierten Produkte von differenzierten Umgebungen abhängen, dann sollte es eben durch weitere Optimierung und Entwicklung wieder mehr Nischen geben. Solch Konzept steckt ja auch in den EE, in denen viel kombiniert werden soll.
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von Helmut
#101202
Corella hat geschrieben:Ein Wirtschaftsraum ist aber nicht von Natur aus einfach groß! Er ist unterteilt, verschachtelt, Engpässe, Sackgassen...

Um so wichtiger ist es diese Hindernisse einzureißen! Z.B. Sprachbarrieren überwinden, Handelshemmnisse beseitigen usw. usf.
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von powertiger
#101205
Ich verstehe das mit der Arbeitsteilung und Produktivität.
Ich profitiere im Moment selber enorm davon.

Aber, was fehlt ist die Nachhaltigkeit dieses Systems.
Da sind noch einige weitere kontruktionsfehler im System die letztlich auf Zerstörung unserer Lebensgrundlagen hinauslaufen.
Das kann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, oder?
Norbert stellt die richtigen und wichtigen Fragen.
Und es ist nunmal die Systemfrage!
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von Corella
#101206
Helmut hat geschrieben:Um so wichtiger ist es diese Hindernisse einzureißen! Z.B. Sprachbarrieren überwinden, Handelshemmnisse beseitigen usw. usf.


Hi,
darin steckt sicher viel Potenzial, Zustimmung, solange ich in Frankreich einen anständigen Pinot noir kriege und in Süddeutschland ein Hefeweizen. Darin stecken lokale Kultur und Standortbedingungen. Wenn es globalisiert, dann schmeckt das Bier wie heute in Norddeutschland, monoman bitteres Einheitsgebräu. Für viele gut genug, die Optimierung zeigt aber gräßliche Schwächen, gell?!

Gruß

Corella
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von Helmut
#101209
powertiger hat geschrieben:Ich verstehe das mit der Arbeitsteilung und Produktivität.
Ich profitiere im Moment selber enorm davon.

Aber, was fehlt ist die Nachhaltigkeit dieses Systems.
Da sind noch einige weitere kontruktionsfehler im System die letztlich auf Zerstörung unserer Lebensgrundlagen hinauslaufen.
Das kann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, oder?
Norbert stellt die richtigen und wichtigen Fragen.
Und es ist nunmal die Systemfrage!


Hi Stefan
Man kann die Systemfrage nur ernsthaft stellen wenn man eine Alternative hat!
In unserer freien Gesellschaft ist es einem natürlich erlaubt seine linksideologische Folklore auszuleben. Irgendwo ist aber auch der Punkt erreicht wo man mit der „Systemfrage“ anderen auf den Senkel geht.
Z.B. Wenn du krank bist und zu Arzt gehst willst du sicherlich nicht hören was für ein unvollkommenes System die biologische Lebensform Mensch ist, sondern erwartest Hilfe zum „Systemerhalt“.

Genauso macht es wenig Sinn philosophisch über unser Wirtschaftssystem daherzulabern. Wir haben das halt und müssen versuchen mit den Schwachpunkten zu leben bzw. im Detail verbessern.

Gruß Helmut
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