Fernsehberichte und Zeitungsartikel zum Them Peak-Oil

Moderatoren: marc, powertiger

von Dieselenfield
#82148
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/ ... Id=4928922

Diesen Beitrag gibt es noch in der Mediathek der ARD ,dort kommen mehr Leute zu Wort
zu dem Thema Peak Oil.Zur Zeit wird hinter der Wand über längere Laufzeiten von Atomkraftwerken verhandelt vielleicht möchten manche mit dem Monitorbeitrag der Atomindustrie nicht den Rücken stärken.Was von der Atomkraft zu halten ist wird auch deutlich in der Dokumentation "The Oil Crash,A Crude Awakening".
Das China auf dem Weg zur breiten Elektromobilität ist ist auch mehr als fragwürdig.Die
Kfz die in großen Mengen in China zugelassen werden sind mit Verbrennungsmotoren ausgestattet das gilt auch für Indien.Etwas anderes könnte sich ein einfacher chinesischer Arbeiter auch nicht leisten wenn überhaupt.
#82960
AlexP hat geschrieben:
M_B_S hat geschrieben:Der BEITRAG ging NICHT über den SENDER!

WAS WAR DAS?

DER BEITRAG WURDE ANMODERIERT UND DANN NICHT GESENDET

:shock: :evil: :?:


Dafür war das Gestammel der Frau Mikich beeindruckend genug um ein fairer
Ersatz zu sein. Diese Art der Moderation ist seltener als eine Peakoilsendung.

So nervös kann man nur werden wenn man den langen mächtigen Zensur-Arm
der Ölmafia im Nacken spürt.

Den Beitrag nochmal bearbeiten und mit kleinen feinen Änderungen
später senden, geht doch...

scnr AlexP



Jepp, eben wurde der Beitrag doch noch gesendet... und war ziemlich harmlos... oder sollte ich sagen: weichgespühlt...?

Klassische Geigenmusik, alles ganz langsam vorgetragen, als wäre alles ganz easy...

Von der Dramatik der Lage kam da keine Spur rüber...

P.S: Ursprünglich wollte ich hier schreiben, daß ich meine Verschwörungstheorie-These zurücknehme, weil der Beitrag doch noch gesendet wurde...

Aber dieser Beitrag hinterlässt einen ganz seltsamen Nachgeschmack... irgendwie so gar nicht kritisch und darum drängt sich der Verdacht auf, daß AlexP recht haben könnte mit den kleinen aber subtilen Manipulationen am Beitrag...
#82962
Aurisa hat geschrieben:
Jepp, eben wurde der Beitrag doch noch gesendet... und war ziemlich harmlos... oder sollte ich sagen: weichgespühlt...?


Hallo Aurisa,

leider hab ich den Beitrag verpaßt. :(
Am Schluß wurde die Peak Oil Studie der Bundeswehr erwähnt.
Immerhin.

Grüße, Bonsai
#82973
Beamtenfinanzierer (19.8.2010 22:22 Uhr) hat geschrieben:In der Mediathek der ARD ist der Beitrag nicht mehr da.

Hallo Andreas,

bezog sich das auf das 11:23 Minuten lange MONITOR-Interview mit Fatih Birol: Nach der BP-Katastrophe: Das Ende des Erdölzeitalters, das M_B_S schon verlinkt und gut zusammengefasst hatte? Dieses Interview hab ich mir am Abend des 19.8. noch angesehen, vielleicht um 22:45 Uhr. Zumindest dann war es (wieder?) online. (War also der obige Link zeitweise weg oder war mit "Mediathek der ARD" ein anderer Link gemeint?)

Das Besondere an diesem Interview mit Fatih Birol kam für mich gegen Ende.
Als er bei Minute 9:52 gefragt wird, warum die Regierungen diese Fakten und Notwendigkeiten bisher verschlafen, erwähnt Birol - zunächst wie beiläufig, fast aus Versehen - es seien die meisten Regierungen, nicht alle. (Hier fragt sich der Zuhörer schon, welche Regierung denn wohl nicht dazu gehöre, also weitsichtiger sei.) Dann kommt erst mal seine Erklärung, warum die meisten Regierungen hier versagen: Es ist ein Thema, das nicht nur heute betrifft, sondern auch morgen. Die Regierungen werden nur für vier oder fünf Jahre gewählt und denken daher nicht längerfristig.
(Schließlich liefert er doch noch die Antwort auf die Frage, die sich der Zuhörer schon stellt: ) "Ich kann Ihnen verschiedene Länder nennen, zum Beispiel China. [...] Ich kann Ihnen sagen, dass China das Thema Ölversorgung sehr viel ernster nimmt, als viele westliche Länder."

Das geht über Birols bisherige Ermahnungen an westliche Regierungen à la "Wir sollten das Öl verlassen bevor es uns verlässt" hinaus. Es ist eine schallende Ohrfeige an diese westlichen Länder. - Nach dem Motto: Schaut euch doch an ihr Länder, die ihr euch für so fortschrittlich haltet mit eurer Demokratie - mit euren Regierungen, die allesamt an politischer Kurzsicht leiden (und ihr Wähler, wenn ihr nach kurzsichtigen Kriterien wählt?). Ihr seid ja viel weniger zukunftsfähig als das (von euch so gescholtene) totalitäre China.
Das ist natürlich überhaupt nicht politisch korrekt. Auch wenn Herr Birol das auf seine ruhige Art sagt - die Ohrfeige hat gesessen. Ich kann mir gut vorstellen, dass manche nicht wollten, dass das gesendet wird. Manche verkennen ja den Wert von Kritik - auch harter - und halten sie für Nestbeschmutzung.


Tatsächlich ist die Demokratie ein ziemlich neues Experiment, das seine Bewährungsprobe bei schlechtem Wetter und bezüglich Weitsicht noch vor sich hat.

Deswegen würde ich aber nicht sagen, dass eine totalitäre Regierung automatisch besser ist. Das wäre nur der Fall, wenn sie auch wirklich klug wäre. Ein Land, das einen guten König hat, ist gut dran.

Was ist aber, wenn die totalitäre Regierung das Falsche tut? (Selbst hier im Forum gibt's genügend totalitäre Vorschläge, die ein Irrweg wären.) An der Stelle können sich die Aufgeregten wegen Birols Lob für China wieder beruhigen. Schließlich sind die Fehlentwicklungen dort - die turbo-Industrialisierung, sich von der Natur entfernende Lebensweise, die Landflucht, fortschreitende Verstädterung mit Landverbrauch, Wasserverbrauch, Energieverbrauch, Naturzerstörung etc. - so groß und besorgniserregend, dass ein bisschen Weitsicht in Sachen Öl das Mindeste ist, was die Regierung tun kann. Leider folgt China dem Westen in die Sackgasse der über-Industralisierung, nur mit höherer Geschwindigkeit ... (Und leider hat der Westen wieder einen unrühmlichen Anteil daran, denn jahrzehntelang hat er China dazu aufgefordert, sich zu "öffnen" ... In der typischen westlichen Naivität dachte man wohl vor allem an die Absatzmöglichkeit für westliche Waren. Woher China auf Dauer das Geld dafür nehmen soll, daran dachte der Westen wohl schon weniger. Und daran, dass China dabei zur Konkurrenz werden könnte bezüglich Warenangebot und auch Ressourcenverbrauch, dachte man wohl noch viel weniger). Ach, wäre China doch noch das Land der Fahrräder ... dann wäre es viel zukunftsfähiger als es das heute trotz Birols Lob ist.

Aurisa hat geschrieben:Jepp, eben wurde der Beitrag doch noch gesendet... und war ziemlich harmlos... oder sollte ich sagen: weichgespühlt...?

Klassische Geigenmusik, alles ganz langsam vorgetragen, als wäre alles ganz easy...

Von der Dramatik der Lage kam da keine Spur rüber...

P.S: Ursprünglich wollte ich hier schreiben, daß ich meine Verschwörungstheorie-These zurücknehme, weil der Beitrag doch noch gesendet wurde...

Aber dieser Beitrag hinterlässt einen ganz seltsamen Nachgeschmack... irgendwie so gar nicht kritisch und darum drängt sich der Verdacht auf, daß AlexP recht haben könnte mit den kleinen aber subtilen Manipulationen am Beitrag...

Hallo Aurisa,

ich bin mir nicht sicher, ob das oben verlinkte Interview (11:23 Min.) das ist, was ursprünglich am 19.8. gesendet werden sollte. (Ich komme schon durcheinander ...) Wenn es das war, finde ich das Wort "weichgespült" schon passend, da die aus meiner Sicht eigentliche Brisanz, die oben beschriebene schallende Ohrfeige für die westlichen Länder, nicht mehr dabei war. Schade eigentlich, denn vielleicht wäre sie heilsam gewesen.

Grüße, Wolfram
Benutzeravatar
von Gerd
#82975
Wolfram sei gegrüßt ! Hast dich ja lange nicht mehr blicken lassen hier ! ;)
#82976
Wolfram hat geschrieben:..Die Regierungen werden nur für vier oder fünf Jahre gewählt und denken daher nicht längerfristig.
(Schließlich liefert er doch noch die Antwort auf die Frage, die sich der Zuhörer schon stellt: ) "Ich kann Ihnen verschiedene Länder nennen, zum Beispiel China. [...] Ich kann Ihnen sagen, dass China das Thema Ölversorgung sehr viel ernster nimmt, als viele westliche Länder."..


Das wissen auch die Entscheidungsträger hier und nach der Weimarer Republik kam dann der Führer .....aber s. Churchill "Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen" . Einige der chinesischen "Schlitzohrigkeiten" sollten wir aber auch auf Chinesen selber anwenden .

N.
von Wolfram
#82982
Nutzer hat geschrieben:Das wissen auch die Entscheidungsträger hier und nach der Weimarer Republik kam dann der Führer .....aber s. Churchill "Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen"


Hallo Nutzer,

oder George Bernard Shaw:

Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.

Mag sein, dass es manche Entscheidungsträger besser wissen, aber sie müssen ständig auf die Gunst der Wähler schielen. Sie müssen fürchten, dass jemand, der frühzeitig eine Energiewende einläuten will, wie Jimmy Carter, einfach nicht wiedergewählt wird. So beschließen sie lieber längere AKW-Laufzeiten, damit die Leute nicht zetern ("Energie ist so teuer" und "wir wollen Arbeitsplätze") - auch wenn die Leute das um den Preis der Konsequenzen gar nicht wollen würden. Siehe mein Beitrag im alten Forum Das Starenkasten-Prinzip (archivierte Version).

Auf der anderen Seite wären die Leute oft bereit, langfristiger zu denken (sie sind sogar für höhere Steuern, wenn es nur endlich einen Abbau der Verschuldung bringen würde), doch leider trauen Politiker den Wählern solche Weitsicht erst gar nicht zu. Ein Teil des Problems ist also, dass keine Seite der anderen mehr Vernunft zutraut - weder Wähler den Politikern, noch Politiker den Wählern - und das erfüllt sich dann selbst und heraus kommt dann diese kurzsichtige Handlungsweise.

Schließlich habe ich inzwischen meine Zweifel an der Weitsicht der Entscheidungsträger.
Da sind die Konservativen, die eigentlich für Beständigkeit und Bewahrung bewährter Werte stehen sollten - und was machen sie? Sie meinen, mit der Zeit gehen zu müssen. Sie meinen, mit "lukrativen" Geldanlagen schnelle Gewinne auch für ihr Land realisieren zu sollen, sei es bei Lehman in den USA oder auf dem Balkan. Oder sie meinen, für uns uferlos Schulden machen zu sollen.
Naja, da geht's nur um Geld - und wenn's schief geht, leben die Menschen wahrscheinlich trotzdem noch. Ungleich gefährlicher ist es für uns, wenn die Entscheidung pro Kernenergie schief geht ...

Dann sind da die Grünen und eher linken, "progressiven". Ihr Ziel Umweltschutz wäre gut, aber was sie wollen, geht meistens nach hinten los. Nur ein Beispiel: Mit ihrer Gesellschaftspolitik in Richtung Zerschlagung der traditionellen Familie, verstaatlichung der Kindererziehung u.ä. arbeiten sie nur der Industrie in die Hände. Ein Hort-Platz kostet 1000 Euro im Monat und viel Geld deutet auf viel Energieverbrauch hin (siehe Lef'sches Theorem). Dazu kommt die ganze Fahrerei der Kleinen für hin bringen und abholen. So werden Kleinkinder schon zu Energie-Großverbrauchern - lange bevor sie es selbst begreifen können. Dabei brauchen Kinder von sich aus sehr wenig, spielen mit den einfachsten Dingen usw. Bei uns kosten sie dagegen ein Vermögen, auch an Energie. Am schlimmsten ist aber, dass die Kinder so früh von der Mutter getrennt werden und durch diese frühe erlebte Gnadenlosigkeit manche später selber gnadenlos oder auch nur orientierungslos werden. Da schließt sich der Kreis zur Orientierungslosigkeit der Entscheidungsträger.

Zunehmend denke ich, dass es eigentlich unnatürlich ist, dass einzelne Leute als "Entscheidungsträger" für die anderen mit entscheiden sollen. Was ist, wenn sie selbst nicht wissen, wo es lang geht? Das Thema "Schweinegrippe" hat es gezeigt. Handeln Politiker nicht, müssen sie befürchten, Vorwürfe zu bekommen. So haben sie eben vorsichtshalber massenweise Impfdosen bestellt, ohne zu wissen ob sie in Anspruch genommen werden. Viel besser hätte ich es gefunden, wenn jeder Einzelne eigenverantwortlich entscheidet, ob er sich impfen lassen möchte und gegebenenfalls die Impfdosis bestellt.

Die Intelligenz des Einzelnen wird heute viel zu wenig genutzt und verkümmert oft. Ich wünsche mir keine totalitäre Regierung, wie sie China hat - im Gegenteil! Ich wünsche mir dagegen viel weniger Staat und viel mehr Eigenverantwortung. Es geht in Richtung Anarchie. Früher hätte ich das als Schimpfwort aufgefasst, im Sinn von Chaos. Heute sehe ich es differenzierter, etwa ähnlich wie der amerikanische Mathematiker Noam Chomsky. Die Tiere leben auch auf der Erde ohne Regierung, Grenzen etc. Die Zeit scheint langsam reifer dafür zu werden.

Vorläufig haben wir unsere Demokratie und wir sollten die Kritik von Fatih Birol und George Bernard Shaw als Ansporn auffassen, es besser zu machen.


Wolfram
Zuletzt geändert von Wolfram am Fr Sep 10, 2010 15:52, insgesamt 1-mal geändert.
von Nutzer
#82987
Wolfram hat geschrieben:.. Dazu kommt die ganze Fahrerei der Kleinen für hin bringen und abholen...


Also wir sind früher zur Schule gegangen oder mit dem Fahrrad gefahren .

Aber wer vertraut heute noch seiner Biologie wenns auch motorisiert geht .

Gibts irgendwo eine Rolltreppe und daneben eine normale dann rate mal wo die Leute Schlange stehen .

N.
von muck
#83055
Ein Hauptptoblem heutiger "Entscheider" aka Politiker ist, dass sie von ihren Entscheidungen nur marginal selber betroffen sind.
So kommt es zu dieser unerträglichen Gutsherren-Menthalität und dem vielen Geschwafel.
Menschen, die dieselben Dinge durchlitten haben, wie ihre Wähler, sind einfach wahrhaftiger und glaubhafter.

Heute geht es diesen Diäten-Kassierern viel zu gut, als dass sie im Glashaus sitzend, für die Nöte des Volkes WIRKLICH Verständnis hätten.

Man sollte deren Gehalt und die Pension an das BIP oder die Zahl der
Erwerbstätigen oder sonst was Kritisches koppeln, und zwar so, dass sie ihre
eigene Suppe auslöffeln müssen.
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