Fernsehberichte und Zeitungsartikel zum Them Peak-Oil

Moderatoren: marc, powertiger

#14416
3sat, Sonntag, 07.10., Show/Talkshow 07:15 - 08:00 Uhr

In den Finanzkrisen der vergangenen Jahrzehnte, der Begrenztheit von fossiler und nuklearer Energie und der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich sieht Elmar Altvater äußere Anstöße, die einen Zusammenbruch des Kapitalismus provozieren könnten. Mit einer 'solidarischen Ökonomie' und einer ökologisch nachhaltigen Gesellschaft kann dies verhindert werden.

http://www.tvinfo.de/exe.php3?target=po ... r=52173783

Grüße
pinguin
von Cujo
#14454
Für diejenigen, die um diese Zeit in der Frühmesse sind und dafür beten
daß Peak Oil schnell kommen (MBS) oder schnell an uns vorübergehen
(alle anderen) möge, gibt es von Altvater ein Buch mit dem gleichnamigen
Titel zu kaufen - P.O. nimmt darin einen prominenten Platz ein.

Lesenswert, allerdings - etwa im Vergleich zu Richard Heinbergs Klassiker
"The Party's over" - auch recht spröde geschrieben.

cujo
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von M_B_S
#54297
http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2008/n ... 17197.html

Die Finanzmarktkrise ist also nur Teil einer viel umfassenderen Krise der Energieversorgung, der Nahrungssicherheit, des Klimawandels. Die Krise ist systemisch und sie hat das Potenzial, die Weltordnung zu verändern.

Es ist keine Frage, dass die Industrieländer dafür hauptverantwortlich sind, dort befindet sich die «Mutter aller Krisen», das Konsum- und Produktionsmodell der kapitalistischen Metropolen. Es verlangt hohe Zuwachsraten der Produktivität, ist auf Massenproduktion und Massenkonsum ausgelegt und sorgt dafür, dass massenhaft Natur verbraucht wird: Rohstoffe, fossile Energie, Landflächen - und die Biodiversität wird durch Monokulturen beeinträchtigt.....
*************************************************************

Wenn Altvater recht behält, und das wird er m.E., dann sind wir Peak Oiler die Revolutionäre der Stunde.

:idea:

Freut Euch dabei zu sein, wir schreiben Geschichte, vielleicht sogar das letzte Kapitel der Spezies Homo Sapiens.

M_B_S
von Topfchopf
#54304
Die Frage der Überwindung des Kapitalismus ist zentral. Wachstum und Profit dürfen nicht mehr Grundlage allen Handelns sein.
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von AlexP
#54309
Topfchopf hat geschrieben:Die Frage der Überwindung des Kapitalismus ist zentral. Wachstum und Profit dürfen nicht mehr Grundlage allen Handelns sein.


Wenn man sich so umsieht, machen sich Alternativen (vor allem in der Politik) breit:

Machtgier und Dummheit.

Dafür werden schonmal Wachstum und Profit geopfert.

cu AlexP
von Epi
#54326
Habe mal angefangen dieses umfangreiche Dokument zu studieren:

http://www.sozialimpulse.de/Texte_html/ ... phie_1.htm

Man muss die alten Denkpfade verlassen und neue finden! (Pfadfinder sei sozusagen). Um ein neues System zu Finden müssen alle Quellen auf Kriterien wie Menschlichkeit, Entwicklungsfähigkeit, Nachhaltigkeit ... geprüft werden. Im Moment scheinen für mich alle noch nicht gescheiterten Systeme/Pfade zukunftsträchtig. Ein system ist gescheitert wenn es seine Mitglieder nicht ernähren kann oder ausbeutet, wenn soziale Ungleichheit auftritt, wenn es Ressourcen ausbeutet ...
Wenn die Frage nach der Sicherung der Existenz nicht mehr gestellt werden muss, kann man sich geistig weiterentwickeln und den Sinn des Lebens schauen.

Epi
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von M_B_S
#54348
Epi hat geschrieben:Habe mal angefangen dieses umfangreiche Dokument zu studieren:

http://www.sozialimpulse.de/Texte_html/ ... phie_1.htm

Man muss die alten Denkpfade verlassen und neue finden! (Pfadfinder sei sozusagen). Um ein neues System zu Finden müssen alle Quellen auf Kriterien wie Menschlichkeit, Entwicklungsfähigkeit, Nachhaltigkeit ... geprüft werden. Im Moment scheinen für mich alle noch nicht gescheiterten Systeme/Pfade zukunftsträchtig. Ein system ist gescheitert wenn es seine Mitglieder nicht ernähren kann oder ausbeutet, wenn soziale Ungleichheit auftritt, wenn es Ressourcen ausbeutet ...
Wenn die Frage nach der Sicherung der Existenz nicht mehr gestellt werden muss, kann man sich geistig weiterentwickeln und den Sinn des Lebens schauen.

Epi


Ein Solarer Kibbuz ist m.E. das gerechteste und nachhaltigste Sozialsystem, in der Bildung nicht zu kurz kommt.

:idea:

M_B_S
#79257
http://www.n-tv.de/politik/dossier/Alle ... 80110.html

Dossier
Mittwoch, 19. Mai 2010

Leben nach dem Peak
"Alles wird sich ändern"
Die Geschichte der Menschheit habe gezeigt, dass der Übergang von einem Energiesystem zu einem anderen alles verändere, sagt der Politologe Elmar Altvater. "Das wird auch jetzt so sein. Der Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien wird einen dramatischen Gesellschaftsumbau zur Folge haben."
************************************************************

Nichts wirklich Neues, aber ein Artikel über Peak Oil und seine <dramatischen> Konsequenzen.

GUT!

M_B_S
von Cujo
#79272
"Das wird auch jetzt so sein. Der Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien wird einen dramatischen Gesellschaftsumbau zur Folge haben."


Das ist sicher auch einer der Gründe, warum bei der ASPO-Jahrestagung vorgestern in Berlin auch 3 Offiziere der Bundeswehr (Heer, Luftwaffe) anwesend waren. Sie gehörten zum "Zentrum für Transformation der Bundeswehr" in Strausberg, Dezernat Zukunftsanalyse. Das wird, so einer der Herren, demnächst eine Peak-Oil-Studie herausbringen. Motto: "Peak Oil ist HEUTE!"

Augen - geradeAUS!

c. (gedient, verweigert und beides nicht bereut)
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von M_B_S
#88770
http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2011/n ... 20221.html



Der Himmel stösst an Grenzen


Wirtschaftskrise, Peak Oil und Klimakatastrophe als Ausdruck des gleichen Problems:

Der deutsche Ökonom und Autor Elmar Altvater plädiert für «solaren Sozialismus»....Altvater bleibt realistisch, wenn er sagt, eine Revolution sei nicht absehbar. Was es aber brauche, seien «revolutionäre Transformatio­nen» hin zu erneuerbaren Energien. Das allein werde einiges verändern: «Die erneuerbaren Energien sind langsamer, sie lassen die enor­me Beschleunigung aller Prozesse in Arbeit und Leben, wie sie mit den fossilen Energien möglich war, nicht zu.»
*************************

Da bin ich gar nicht so weit weg von Altvater, mit dem solaren Kibbutz bzw. demokratischer Askese in einer solaren 2000 Watt Gesellschaft.

M_B_S
von DerDienstbote
#88774
Entschleunigung ?
Wohl Wirtschaft am Tresen studiert der gute Mann.
Nein es wird noch schneller !

Entweder die erneuerbaren können schritthalten oder sie sind schlichtweg unbrauchbar!

Zum Glück gibt es noch Uran, Kohle und Gas als "Wachstumsbeschleuniger"
Können die Almötzis ja mit 2000 Watt auskommen und von mir aus daran glauben sie würden damit die Welt retten.

Innovation, Fortschritt, Technologie heist die Losung und das geht nur mit Energie, und Geschwindigkeit!

Die, die von südländischem Flair in Form von Siesta und entschleunigung träumen werden sich schon bald in einer Welt wiederfinden die um ein vielfaches schneller ist als die heutige!

mfg

Bote
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von Bonsai
#88784
DerDienstbote hat geschrieben:
Zum Glück gibt es noch Uran, Kohle und Gas als "Wachstumsbeschleuniger"

mfg

Bote


Hallo Bote,

bitte mal den Energiegehalt der von dir genannten Rohstoffe mit dem von Erdöl vergleichen. Erdöl hat die höchste Energiedichte. Man kann die Energieträger nicht beliebig austauschen.

Zudem darf man die Preisentwicklung nicht vergessen. Wird Öl teurer wird alles andere auch teurer. Eine auf billige Energie basierende Wirtschaft kann unter diesen Umständen nicht wachsen.

Grüße, Bonsai
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von Helmut
#88789
Bonsai hat geschrieben:bitte mal den Energiegehalt der von dir genannten Rohstoffe mit dem von Erdöl vergleichen. Erdöl hat die höchste Energiedichte.

Naja, bei Uran (Natururan) liegt die etwa 15.000 mal so hoch wie bei Erdöl.
Gruß Helmut

P.S. Und Methan hat wegen prozentual höheren Wasserstoffanteil natürlich auch eine höhere Energiedichte als Erdöl.
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von cephalotus
#88794
DerDienstbote hat geschrieben:Können die Almötzis ja mit 2000 Watt auskommen und von mir aus daran glauben sie würden damit die Welt retten.


Och, das ist auch eine Frage des Geldes. Wenn eine kWh 5ct kostet, dann zahlt der 2.000W Mensch im Jahr 876 Euro für Energie (direkt und indirekt), der 10.000W Mensch 4.380 Euro. Das ist noch relativ überschaubar, wenn mans mit demn Nutzen vergleicht.

Kostet eine kWh aber mal 20ct, dann zahlt der 2.000W Mensch 3.500 Euro im Jahr nur für Energie, der 10.000W Mensch müsste aber schon 17.500 Euro nur an Energiekosten aufwenden.
Das dürfte unsere Gesellschaft schlichtweg überfordern.

mfg
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