Welche Energieräger können einen Beitrag zum Energiemix der Zukunft beitagen?

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#107936
Bei Spektrum erschien ein Artikel zum Thema Holz-Verstromung.
http://www.spektrum.de/news/wie-holzpellets-die-waelder-ruinieren/1396570

Während in Deutschland die rund 400.000 Pellet-Öfen dominieren, gibt es in England und Frankreich die Entwicklung, größere Kraftwerke für die Stromerzeugung mit Holz zu befeuern. Diese lösen laut Bericht unter anderem Kohlekraftwerke ab, die zwecks Erreichen der Klimaziele abgeschaltet werden müssen.

Ziat:
"Vor allem in England, aber auch in anderen EU-Staaten wie Belgien, den Niederlanden, Dänemark oder eben Frankreich werden alte Kohlemeiler – die von Gesetz wegen geschlossen werden müssen – auf den Betrieb mit Holzpellets umgerüstet. Sie verschlingen dann Hunderttausende bis Millionen Tonnen Holz im Jahr."

Der Verbrauch eines französischen Kraftwerkes, das in dem Artikel erwähnt wird liegt prognostiziert bei 720 000 Tonnen Holz pro Jahr - davon 50% aus lokalem Waldbestand und 50% aus US-Importen. Im Vergleich dazu haben die 400.000 Pellet-Heizungen in privaten Haushalten einen Pellet-Verbrauch von ca. 2 Millionen Tonnen. Eine Prognose geht davon aus, dass die Nachfrage ind Europa zum Jahr 2020 auf 35 Millionen Tonnen Holz-Pellets ansteigen wird (http://www.wwrgroup.com/en/biomass-mark ... let-market), Weltweit auf 59 Millionen Tonnen.
Bild
Quelle: Pöyry Wood Pellet Multiclient
#108018
Joa das kleine "Holzheizkraftwerk Berlin-Neukölln/Gropiusstadt" mit nur 65 MW thermischer Leistung und 20 MW Elektrischer verbrauchte 2014 oder 2015 in einem Jahr satte 240.000 Tonnen "Altholz der Kategorien A1 bis A4". Die Gropiusstadt kennen viele nur aus Christiane F... ist halt eine "Satelittenstadt" errichtet zu BRD-Zeiten als Wohnraum auf lange Sicht knapp bleiben würde, daher wurde versucht eine hohe Bevölkerungsdichte zu erzielen in Hochhäusern mit minimalen Grünflächen und Spielplätzen... auf 2,66 km² lebten letztes Jahr 36.542 Menschen bzw. 13.738 Einwohner/km²... das reduziert auch Transportverluste bzw. eine größere Abkühlung des Heißwassers bei dem Transport...

Dennoch ist das sicher ein Riesenakt im Winter wenn die vollen 85 MW (65 thermisch + 20 Strom) gebraucht werden, dann auch die vermutlich in diesem Stadium benötigten ~1.000 (oder etwas mehr) Tonnen zu liefern. Im Sommer bei 20 MW wird der Bedarf nur bei einigen Hundert Tonnen liegen...

Da wo ich wohne und nicht bei meiner Mom (wo ich jetzt arbeite) kommt es halt aus dem Kraftwerk Moabit (Kraftwerk Westhafen), Steinkohle und schweres Heizöl für Notfälle... wenn man die Flächen jedoch abholzt und mit "Super"-Biopflanzen bebaut, dann ist das schlecht so co² und so oder?! :oops: Ich finde jedenfalls 240.000 Tonnen Holz viel für eine so geringe Leistung und die letzten Winter sowie Frühling/Herbst waren recht mild, bei sehr kaltem Dezember bis Februar wird man deutlich mehr als 240.000 Tonnen benötigen... wenn ich da an meine Ausbildung denke,

so 2010 rum da gab es 3 Wochentage in Reihe mit -20°C und gefühlt -25°C durch Wind, wir waren dann nur 5 Personen in der Berufsschule, aber bei solchen Temperaturen dreht natürlich fast jeder voll auf, auch sonst praktisch fast nie benutzte Heizungen (Küche, evtl. kaum benutzte "Abstellzimmer"), die Heizung bleib angeschaltet auch wenn man raus geht etwas..
Peak Oil verstehen

Jetzt stell dir mal vor wie es mir geht bei "[…]

Welche Kompetenzen brauchen wir?